The Guardian - Großbritannien | Donnerstag, 21. Juli 2011
Merkel muss sich bewegen
Die Krise in der Euro-Zone erfordert ein Nachgeben Deutschlands, meint die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Die Umrisse der Lösung sind klar. Es muss eine Schuldenreduzierung in Griechenland und anderen insolventen Ländern geben mit einer anschließenden Rekapitalisierung der davon betroffenen Banken, gefolgt von der gemeinsamen Stützung italienischer Anleihen und wahrscheinlich der Ausgabe von Euro-Anleihen. Es ist wahr, dass Deutschland bei einer solchen Lösung verlieren wird. Es wäre ein Gesichtsverlust, eine Politik aufzugeben, die zu verfolgen man versprochen hat. ... Jedoch würde Deutschlands Ansehen als einer der Führer Europas wiederhergestellt, und die Euro-Zone, die für deutsche Exporte unerlässlich ist, würde gerettet. Langsam, sehr langsam, hat Merkel sich in Bewegung gesetzt. Wir werden bald wissen, ob sie sich weit genug bewegt hat."
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