Navigation

 
Le Monde - Frankreich | Montag, 25. Juli 2011

Norwegen bleibt vorbildlich demokratisch

Die norwegische Regierung hat nach den Attentaten von Oslo und Utøya mehr Offenheit und Demokratie angekündigt und schützt somit - im Gegensatz zu den USA, Frankreich und anderen europäischen Staaten - ihre demokratischen Werte, lobt die linksliberale Tageszeitung Le Monde: "Es wird keine Sondergesetze geben. Man versucht nicht, unter einem Sicherheitsvorwand den Schmerz des Landes durch eine Einschränkung der Demokratie zu lindern. Das Strafrecht wird nicht für kurzlebige politische Zwecke verschärft. Norwegen bleibt ein Land der öffentlichen Freiheiten. Über diese Haltung ist sich die politische Elite in Oslo einig. Sie ist das Gegenteil zur Haltung der USA nach dem 11. September 2001. Und das Gegenteil zu der bei uns oft vertretenen Einstellung, jegliche Bluttat als Vorwand für eine Verschärfung des Strafrechts auf Kosten der Freiheit zu nutzen. In seinem Unglück bleibt Norwegen sich selbst treu. Das Land macht sich Gedanken, aber es verleugnet sich nicht. Es ist somit ein Vorbild für unsere Demokratien."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 26. Juli 2011

Weitere Inhalte