Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 29. Juli 2011
Endlich Euro-Anleihen einführen
Italien hat am Kapitalmarkt knapp acht Milliarden Euro aufgenommen und musste den Anlegern dafür eine höhere Risikoprämie anbieten. Die Schuldenkrise setzt dem Euro auch nach dem zweiten Rettungspaket für Griechenland weiter zu, meint der Chefökonom des polnischen Finanzinstituts PBP Ignacy Morawski in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza und fordert die Einführung von Euro-Anleihen: "Das Projekt für die Ausgabe von Euro-Anleihen wird derzeit zwar nur in den Zeitungen umrissen, doch besteht schon eine große Wahrscheinlichkeit, dass es von den Politikern ernsthaft in Betracht gezogen wird. Wenn Irland und Portugal nicht bis Ende des kommenden Jahres ihre Kreditwürdigkeit wiedererlangen, dann könnte ein neues Rettungspaket von rund 90 Milliarden Euro notwendig sein. Denn so viel ist nötig, um die Kredite in den Jahren 2013 bis 2015 zu bedienen, wenn man von den öffentlichen Krediten einmal absieht. Darüber hinaus können weitere 350 Milliarden Euro vonnöten sein, wenn die Krise auch Spanien erreicht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Finanzpolitik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Ignacy Morawski
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Juli 2011