Le Quotidien - Luxemburg | Mittwoch, 3. August 2011
Uno lässt Syrer im Stich
Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwochabend die Gewalt des syrischen Regimes gegen die aufständische Bevölkerung verurteilt, aber keine Resolution verabschiedet. Er verschont also Syriens Präsident Baschar al-Assad und lässt das unterdrückte Volk im Stich, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Le Quotidien: "Der libysche Präzedenzfall sitzt den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats noch im Nacken und scheint jegliche Initiative zum Scheitern zu verdammen. Baschar al-Assad erfreut sich einer wachsenden Unterstützung in der arabischen Welt. Er ist vor allem Garant für eine sehr bedingte Stabilität der Region und ein wertvoller Vermittler gegenüber dem jähzornigen Iran. Der syrische Präsident spielt diese Karte sehr ausgiebig, indem er dem Nahen Osten einen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten verspricht, falls sein Regime fällt. ... Erneut schaden die Machtspiele der Bevölkerung. Die Syrer können lange auf die internationale Gemeinschaft warten. Sie müssen sich daran gewöhnen, allein zu kämpfen."
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