Aamulehti - Finnland | Donnerstag, 18. August 2011
Finnland erhält Sicherheit für Athen-Rettung
Finnland erhält im Gegenzug für eine Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm Sicherheiten von Griechenland. Einige finnische Ökonomen hatten ein entsprechendes Abkommen der beiden Staaten scharf kritisiert. Die liberale Tageszeitung Aamulehti teilt die Kritik nicht, verlangt aber, dass sich Finnlands Premier Jyrki Katainen und seine Finanzministerin Jutta Urpilainen nun wesentlichen Fragen zuwenden sollen: "Auch wenn die Finnland versprochenen Sicherheiten psychologisch zweifellos eine positive innenpolitische Auswirkung haben, kann Finnland nicht mehr lange nur Nabelschau betreiben. Die Anfangsfehler der Währungsunion können nicht durch massive Kreditpakete korrigiert werden, mit denen eine durch das Zerbröckeln der Eurozone verursachte Wirtschaftskatastrophe verhindert werden soll. Die Regierung Katainen-Urpilainen darf nun nicht mehr an den Sicherheiten herumfummeln und muss ihren Blick nach vorne richten. Es stellt sich die Frage, ob die von Deutschlands Angela Merkel und Frankreichs Nicolas Sarkozy skizzierte Wirtschaftsintegration nicht auch die Linie unserer Regierung ist."
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