Trouw - Niederlande | Montag, 22. August 2011
Finnlands Deal mit Athen inakzeptabel
Die Milliarden-Garantie von Griechenland für die finnische Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm ist ein Alleingang, den Europa nicht zulassen darf, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: "Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass die Finanzmärkte es nicht schätzen, wenn Länder eigenmächtig ihren Beitrag an der europäischen Rettungsoperation absichern. ... Das ist erneut ein Beweis dafür, dass der Euro-Raum keine klare Führung und Verwaltung hat. Es stellt sich die Frage, ob der Euro dieses politische Vakuum überleben wird. ... Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben bereits den Fehler gemacht, Griechenland in die Währungsunion aufzunehmen. Jetzt gestatten sie erneut, dass ein kleines Land die große europäische Währung in Gefahr bringt. Das ist inakzeptabel. Der finnische Deal muss vom Tisch. Keinem Euro-Land darf so ein Alleingang gestattet werden."
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