Eleftherotypia - Griechenland | Montag, 12. September 2011
Bloßer Populismus der Nordländer
Die Diskussionen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sind nur populistische Manöver der Politiker in den nördlichen Ländern, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Damit ein Land aus der Euro-Zone ausgeschlossen wird, müssen europäische Verträge verändert werden - das ist schwierig und vor allem zeitaufwändig. Daher ist anzunehmen, dass unsere Kreditgeber mit dieser Drohung weiteren Druck auf uns ausüben wollen, damit wir die vereinbarten Maßnahmen umsetzen. ... Druck dieser Art hat mit der innenpolitischen Lage mancher Länder des reichen Nordens zu tun. In Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Finnland stellt sich die öffentliche Meinung gegen die Hilfe für die Staaten des Südens und insbesondere gegen die Griechenland-Hilfe. ... Die Führer dieser Länder - besonders diejenigen, die Wahlen vor sich haben - berücksichtigen diesen Trend bei ihren Aussagen. Die griechische Wirtschaft macht aber nur zwei Prozent der Euro-Zone aus und es ist ein Witz, zu behaupten, dass sie die gemeinsame Währung gefährden könnte."
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