The Times - Großbritannien | Mittwoch, 18. Januar 2012
Lexikon-Betreiber reagieren willkürlich
Mit der Abschaltung der englischen Version hat Wikipedia völlig willkürlich gehandelt und Millionen Nutzer vor den Kopf gestoßen, meint die konservative Tageszeitung The Times: "Erstens ist Wikipedia egoistisch. Die Enzyklopädie hat ihre Möglichkeit Menschen zu sensibilisieren nicht etwa für die Demonstranten in Syrien eingesetzt, sondern zur Verteidigung eigener Interessen - selbst wenn man anerkennt, dass Wikipedia-Gründer Wales die geplanten Gesetze als umfassende Bedrohung auffasst. Zweitens war es Willkür. Millionen Menschen nutzen die Seite und viele tausend, die dazu angespornt wurden, tragen ihren Teil zu dem Angebot bei. Und doch kann das Kernteam von Wikipedia entscheiden, den ganzen Laden einfach abzuschalten zur Unterstützung einer Kampagne, die ihm am Herzen liegt. Aber das hat nicht nur Auswirkung auf diejenigen US-Nutzer, die möglicherweise die Entscheidungen des Kongresses beeinflussen können, sondern weiß Gott auch auf viele Briten und andere englischsprachige Nutzer, die diesen Einfluss nicht haben."
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