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Der Blick der alten EU-Länder auf die Neuankömmlinge


Im Januar 2007 wurden Rumänien und Bulgarien Mitglieder der EU, die nun 27 Länder umfasst. Ein umstrittener Beitritt, denn die beiden Kandidaten erfüllten nicht alle Aufnahmekriterien.


Beim Aufbau der Justiz, bei der Bekämpfung von Korruption, der Sicherung der Grenzen, bei der Lebensmittelkontrolle und beim Umgang mit Minderheiten sah die EU noch Nachholbedarf, befand aber, der Reformprozess könne auch nach Aufnahme in die Union weiter gehen. Im Gegenzug behielt sich die EU Schutzklauseln vor - Arbeitsnehmerfreizügigkeit wird zum Beispiel nicht automatisch gewährt, und auch Gerichtsurteile aus den beiden Ländern müssen nicht zwangsläufig in der EU anerkannt werden. Von einer "EU-Mitgliedschaft zweiter Klasse" war in einigen Medien vor dem Beitritt die Rede. Die Skepsis gegenüber den beiden Ländern war groß. Kann die EU die Probleme dieser Länder verkraften?

Allgemeines

El Mundo - Spanien | Donnerstag, 17. August 2006

Ismail Kadare über den Fluch des Balkans

Der albanische Schriftsteller Ismail Kadare schreibt über die Europa-Sehnsucht der Völker des Balkans. "Entlassen aus der osmanischen Sklaverei haben sie eines nach dem anderen versucht, sich wieder mit Mutter Europa zu vereinen. Doch sie tragen alle ein Mal: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 27. September 2006

Die letzte Erweiterung der EU?

Cyrill Steiger begrüßt die Aufnahme der beiden – so unterschiedlichen – Länder in die EU und warnt vor einem völligen Aufnahmestopp. "Sowohl in den ostmitteleuropäischen ... » mehr


Städteporträts

Népszabadság - Ungarn | Montag, 11. Dezember 2006

Bukarest - das neue Zentrum des Balkan

Drei Wochen vor dem EU-Beitritt Rumäniens ist András Dési nach Bukarest gefahren und hat dort das neue Zentrum des Balkan gefunden: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 13. Dezember 2006

Sibiu - europäische Kulturhauptstadt 2007

Die Stadt Sibiu (Hermannstadt) im rumänischen Siebenbürgen ist gemeinsam mit Luxemburg europäische Kulturhauptstadt 2007. Der aus Rumänien stammende deutsche Autor Richard Wagner führt den erstaunlichen Aufschwung nach 1990 der 170.000 Einwohner zählenden Stadt auf deren "historisch gewachsene Gelassenheit" zurück: » mehr


taz - Deutschland | Freitag, 29. September 2006

Sofia als fluide Stadt

2007 bekommt die EU eine Metropole hinzu, wie sie sie bislang nicht gekannt hat: » mehr


Kritik an der Beitrittsfähigkeit

Hufvudstadsbladet - Finnland | Montag, 15. Mai 2006

Bulgarien und Rumänien in der EU

Noch nie zuvor sei die EU bereit gewesen, Staaten aufzunehmen, die so wenig Erfahrungen mit Demokratie und Zivilgesellschaft hätten, beklagt Björn Sundell im Vorfeld der ... » mehr


taz - Deutschland | Donnerstag, 6. Juli 2006

Ilija Trojanow über die bulgarische Mafia

"Die Mafia in Bulgarien ist nicht Teil des Staates, sondern der Staat Teil der Mafia", schreibt der Schriftsteller Ilija Trojanow über das Land, das im ... » mehr


Polityka - Polen | Mittwoch, 8. November 2006

Die Radikalisierung von Minderheiten in Bulgarien

Bulgarienkorrespondentin Jagienka Wilczak nimmt die Situation der Roma sowie der türkischstämmigen Minderheit in Bulgarien unter die Lupe: » mehr


La Vanguardia - Spanien | Freitag, 3. November 2006

Die Probleme Rumäniens

Der spanische Journalist Valentin Popescu ist beunruhigt, dass Rumänien 2007 EU-Mitglied wird. "Das schwerwiegendste, aber am wenigsten sichtbare Problem ist die unterschiedliche Mentalität. Nach den ... » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Donnerstag, 7. Dezember 2006

Die Öffnung der Geheimdienstakten in Rumänien

Mehr als 16 Jahre nach dem Fall des kommunistischen Regimes erhält die rumänische Öffentlichkeit Einblick in die Arbeit der berüchtigten Geheimpolizei Securitate. Die rund 1,3 Millionen Securitate-Akten werden schrittweise geöffnet. Vladimir Tismaneanu, Vorsitzender der im April 2006 von Präsident Traian Basescu ernannten Kommission zur Untersuchung der kommunistischen Diktatur in Rumänien und Politikprofessor an der US-Universität von Maryland, plädiert für eine konsequente Enttarnung der Mitarbeiter der Geheimpolizei: » mehr


taz - Deutschland | Mittwoch, 13. Dezember 2006

Ivaylo Ditchev über Lifestyle-Nationalismus in Bulgarien

Ivaylo Ditchev, Professor für Kulturanthropologie in Sofia, beschreibt den zunehmenden Nationalismus in Bulgarien, der eine weitere Schattierung der anti-europäischen Färbung Osteuropas darstellt. "Wir haben hier gegenwärtig den Nationalismus von rechts, der sich gegen Russland als vermeintlich noch immer irgendwie kommunistisches Land richtet, und wir haben den Nationalismus von links, der den Feind in den USA sieht. Zusätzlich findet sich eine fremdenfeindliche Variante, basierend auf dem Rassismus gegen die Roma, und die Kulturschaffenden spinnen weiter an ihren Geschichten über glorreiche Sagen der Thraker oder der protobulgarischen Khans. All diese Stränge laufen in einem allgemeinen Lifestyle-Nationalismus zusammen... Der Lifestyle-Nationalismus nun ist nicht moralischer, sondern ästhetischer Natur. Er basiert vor allem auf der eklektischen Aneignung von Repräsentationen und Emblemen. Mit Erich Fromm gesprochen: » mehr


Positive Stimmen

Le Soir - Belgien | Donnerstag, 28. September 2006

Vielfalt als Europas Reichtum

"Europa ist schön mit all seiner Vielfalt", schreibt Maroun Labaki zur Ankündigung, dass Bulgarien und Rumänien 2007 der EU beitreten werden. "Mit 30 Millionen Bulgaren und Rumänen nähern wir uns einer halben Milliarde EU-Bürger. Was für Menschen, was für Schicksale, welch menschlicher Reichtum! Wir bekommen auch zu unserer sprudelnden Reagenzglaskultur ein Alphabet dazu - das kyrillische. Aber Europa profitiert nicht von seiner Vielfalt. Da man sich nicht einig ist, wie es auf eine neue Art und Weise funktionieren könnte, da man sich nicht auf eine neue Verfassung verständigt, klappte es schon mit 25 Mitgliedern nicht mehr so gut. Mit 27 wird es da nicht besser. Deshalb muss alles auf den Tisch: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 26. September 2006

EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens 2007?

"Ob der Aufregung um die Erfüllung der Aufnahmekriterien geriet in den Hintergrund, dass mit Bulgarien und Rumänien nach Griechenland und Zypern zwei weitere Länder mit ... » mehr


Kathimerini - Griechenland | Montag, 18. Dezember 2006

Der EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens aus griechischer Perspektive

"Es wird die größte Veränderung auf dem Balkan seit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 sein, wenn Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 der EU ... » mehr


Arbeitnehmerfreizügigkeit

Sme - Slowakei | Donnerstag, 26. Oktober 2006

Bulgarien bedauert EU-Abschottung

Die bulgarische Chefunterhändlerin für den EU-Beitritt und künftige EU-Kommissarin ihres Landes, Maglena Kuneva, äußert sich enttäuscht darüber, dass sich die meisten alten EU-Länder gegen Arbeitskräfte aus Bulgarien abschotten wollen. Im Interview mit Stefan Hudec sagt sie: » mehr


The Guardian - Großbritannien | Dienstag, 26. September 2006

EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens 2007?

Colenzo Jarrett-Thorpe, der die rumänische Regierung bei den Beitrittsvorbereitungen beraten hat, meint, nach neuesten Studien bestehe keine Gefahr, dass Großbritannien von Arbeitssuchenden aus den neuen ... » mehr


Lidové noviny - Tschechien | Dienstag, 26. September 2006

EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens 2007?

Noch zögert die neue tschechische Regierung, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird Tschechien seinen Arbeitsmarkt ab dem 1. Januar 2007 für Bulgaren und Rumänen öffnen. Der tschechische EU-Kommissar Vladimir Spidla, in Brüssel zuständig für Arbeit und Soziales, begrüßt das im Interview. "Die Einschränkung der Freizügigkeit von Arbeitskräften ist immer eine schwerwiegende Maßnahme und sollte nur in den allernötigsten Fällen angewendet werden. Außerdem gilt: » mehr

 

© Bundeszentrale für politische Bildung

 

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