Gleichberechtigung und Diskriminierung
Die europäischen Zeitungen dokumentieren die Lage in den einzelnen Ländern, berichten von Diskriminierungen und diskutieren über gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Sie zeigen, wie die Diskussion über Rechte für Schwule und Lesben mit der aktuellen Stimmung im Land zusammenhängt.
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Top-Thema vom Montag, 12. Juni 2006
In Warschau haben am Wochenende Tausende bei einer Homosexuellen-Parade gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung demonstriert. Die konservative Regierung sprach sich klar gegen die Parade und ... » mehr
In Warschau haben am Wochenende Tausende bei einer Homosexuellen-Parade gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung demonstriert. Die konservative Regierung sprach sich klar gegen die Parade und ihre Forderungen aus. Doch zu den befürchteten Ausschreitungen mit Gegendemonstranten kam es nicht. Ein Zeichen von Toleranz in Polen?
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Top-Thema vom Donnerstag, 22. Dezember 2005
Die Hochzeit der englischen Pop-Ikone Elton John am gestrigen Mittwoch gab den Auftakt zu den ersten homosexuellen Ehen in England und Wales. In einigen europäischen ... » mehr
Die Hochzeit der englischen Pop-Ikone Elton John am gestrigen Mittwoch gab den Auftakt zu den ersten homosexuellen Ehen in England und Wales. In einigen europäischen Ländern beflügelt das Ereignis neue Diskussionen über den Stand ihrer diesbezüglichen Gesetzgebung.
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Gewalt und Gegendemonstrationen gegen Homosexuellen-Paraden
Magyar Narancs - Ungarn | Freitag, 13. Juli 2007
Der ungarische Staatssekretär Gábor Szetey hat als erster Politiker Ungarns seine Homosexualität öffentlich gemacht - in einer Rede beim Schwulen- und Lesben-Festival in Budapest. Von der Presse wurde der 39-Jährige als Held gefeiert. Das Festival endete jedoch gewaltsam: » mehr
Der ungarische Staatssekretär Gábor Szetey hat als erster Politiker Ungarns seine Homosexualität öffentlich gemacht - in einer Rede beim Schwulen- und Lesben-Festival in Budapest. Von der Presse wurde der 39-Jährige als Held gefeiert. Das Festival endete jedoch gewaltsam: Rechtsextreme attackierten Demonstranten der Homosexuellen-Parade. Im Interview mit Szilvia Szilágyi sagt Szetey: "Unser Land hat sich mit den Unruhen vom Herbst 2006 verändert... Die Gesichter und Symbole der Homosexuellen-Gegner bei der Parade 2007 waren die gleichen wie bei den Unruhen von 2006. Es handelt sich um eine kleine, aber laute rechtsradikale Gruppe, die alle brüskieren will... Laut einer Umfrage fanden 51 Prozent der Befragten meine Rede mutig und meinten, sie trage zur Verbesserung der Situation der Schwulen bei. Es ist doch merkwürdig, dass es den Konservativen so wichtig ist, dass unsere Nachbarstaaten mit den ungarischen Minderheiten korrekt umgehen, ihnen die Gleichberechtigung im eigenen Land aber egal ist."
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Népszabadság - Ungarn | Montag, 9. Juli 2007
Die diesjährige Homosexuellen-Parade "Gay Pride" in Budapest endete blutig: » mehr
Die diesjährige Homosexuellen-Parade "Gay Pride" in Budapest endete blutig: Mitglieder der rechtsextremen Partei "Jobbik" attackierten friedliche Demonstranten, manche von ihnen so schwer, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert wurden. György Bugyinszki kommentiert: "Alle Politiker, die heimtückisch und niederträchtig behaupten, das sei 'Privatsache', sind dafür verantwortlich. Sie wollen nicht zugeben, dass die Schwulen- und Lesbenbewegung für die menschliche Würde von fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung kämpft." Bugyinszki kritisiert zudem die Parteien, die es versäumt haben, sich von der rechtsextremen Gewalt zu distanzieren. "Ich klage sie an, herzlos und voller Vorurteile tausende, zehntausende, hunderttausende von Menschen in Lebensgefahr zu bringen, nur weil diese dazu stehen, was sie sind."
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Evenimentul Zilei - Rumänien | Montag, 11. Juni 2007
Seit 2001 ist Homosexualität in Rumänien nicht mehr per Gesetz verboten, doch weiterhin ein Tabu. Bei einer Gay-Parade am Samstag warfen rechtsextreme Jugendliche Steine auf die Demonstranten und skandierten: » mehr
Seit 2001 ist Homosexualität in Rumänien nicht mehr per Gesetz verboten, doch weiterhin ein Tabu. Bei einer Gay-Parade am Samstag warfen rechtsextreme Jugendliche Steine auf die Demonstranten und skandierten: "Rumänien ist kein schwules Volk". Emilian Isaila kommentiert die Homophobie der Rumänen: "Es ist keine Neuigkeit, dass wir ein Volk sind, das mit seinen Minderheiten Probleme hat, angefangen vom Präsidenten bis hin zum letzten Fußballspieler. Doch warum gibt es jedes Jahr um die Gay-Parade einen Skandal? Bei diesem Umzug zeigen sich alle sozialen Vorurteile, die wir haben. Rumänien ist ein homophobes Land, und es wird noch viel Zeit vergehen, bis diese Einstellung verschwunden sein wird."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 9. Juni 2006
Für den 10. Juni ist in Warschau eine große Demonstration für die Gleichberechtigung Homosexueller geplant. Sie richtet sich auch gegen offen homophobe Tendenzen in der ... » mehr
Für den 10. Juni ist in Warschau eine große Demonstration für die Gleichberechtigung Homosexueller geplant. Sie richtet sich auch gegen offen homophobe Tendenzen in der polnischen Regierung. Die Vorsitzende der deutschen Grünen Claudia Roth erklärt Sergiusz Kowalski im Interview, warum sie mitdemonstrieren wird. "Einige werden fragen, warum eine deutsche Politikerin an einer polnischen Gleichheitsparade teilnimmt. Ganz einfach - weil gute Nachbarschaft in Europa bedeutet, dass man sich in der Not gegenseitig beisteht. Es ist wichtig, dass andere Länder deutschen Problemen wie den bedauernswerten Angriffen von Neonazis und Rassisten Aufmerksamkeit schenken. Das Interesse Europas hilft Deutschland, mit diesen Problemen umzugehen. Genauso sind Menschenrechte für Schwule und Lesben ein grenzüberschreitendes Problem."
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Postimees - Estland | Mittwoch, 18. Juli 2007
Die Verwaltung der estnischen Hauptstadt Tallinn hat die Parade des diesjährigen Christopher Street Day am 11. August durch die Altstadt verboten. Einige EU-Parlamentarier haben den Organisatoren nun Unterstützung zugesagt. Das findet Priit Pullerits übertrieben: » mehr
Die Verwaltung der estnischen Hauptstadt Tallinn hat die Parade des diesjährigen Christopher Street Day am 11. August durch die Altstadt verboten. Einige EU-Parlamentarier haben den Organisatoren nun Unterstützung zugesagt. Das findet Priit Pullerits übertrieben: "Der Zweck der Parade ist das Demonstrieren von Exzentrik, darum ist es verständlich, dass es den Homo-Aktivisten nicht passt, sich im Wald oder an einem Seeufer zu versammeln, wo sie zusammen sein können, ohne andere zu belästigen. Es geht hier um die lautstarke Verkündung sexueller Inhalte in der Öffentlichkeit. Sexuelle Präferenzen sind aber eine persönliche Angelegenheit, die man seinen Mitbürgern nicht unter die Nase reiben muss. Die Organisatoren behaupten, die Parade sei notwendig, um die Existenz homosexueller Mitmenschen ins öffentliche Bewusstsein zu rufen. Ich glaube allerdings nicht, dass in Estland auch nur ein Mensch daran zweifelt, dass es gleichgeschlechtliche Neigungen gibt."
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Diena - Lettland | Montag, 4. Juni 2007
Die Schwulen- und Lesbenparade Christopher Street Day spaltet Lettland, seit Jahren kommt es dort immer wieder zu homophoben Ausschreitungen. Nach einem Verbot im letzten Jahr konnte die Demonstration am Wochenende stattfinden - allerdings mit Einschränkungen. Aivars Ozolins kritisiert die lettischen Politiker, vor allem Innenminister Ivars Godmanis und Ainars Slesers, den Vorsitzenden der christlich-fundamentalistischen Partei: » mehr
Die Schwulen- und Lesbenparade Christopher Street Day spaltet Lettland, seit Jahren kommt es dort immer wieder zu homophoben Ausschreitungen. Nach einem Verbot im letzten Jahr konnte die Demonstration am Wochenende stattfinden - allerdings mit Einschränkungen. Aivars Ozolins kritisiert die lettischen Politiker, vor allem Innenminister Ivars Godmanis und Ainars Slesers, den Vorsitzenden der christlich-fundamentalistischen Partei: "Slesers hält es für seine Hauptaufgabe, staatliche Gelder dafür einzusetzen, Hass und Intoleranz gegenüber Homosexuellen zu schüren und diese als Hauptfeinde des Staates zu diffamieren. Nun haben diese Politiker eine schlaue Lösung gefunden: Die CSD-Teilnehmer werden auf einem eng begrenzten Gelände in einem Park zusammengepfercht, zu dem 'Unbefugte' keinen Zutritt haben... Es geht um die Integration dieser Menschen. Aber Godmanis hat genau das Gegenteil erreicht, indem er sie demonstrativ ausgegrenzt hat - eine Parodie auf die in der Verfassung garantierten Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit."
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La Repubblica - Italien | Sonntag, 13. Mai 2007
Hunderttausende sind am Samstag in Rom für einen "Familientag" auf die Straße gegangen. Verschiedene katholische Verbände hatten die Massenkundgebung zur Verteidigung der "Werte der Familie" initiiert, um damit gegen das geplante Gesetz für eingetragene homosexuelle Partnerschaften zu protestieren. Eugenio Scalfari, Gründer der Tageszeitung La Repubblica, beklagt den Versuch der Einflussnahme durch die katholische Kirche: » mehr
Hunderttausende sind am Samstag in Rom für einen "Familientag" auf die Straße gegangen. Verschiedene katholische Verbände hatten die Massenkundgebung zur Verteidigung der "Werte der Familie" initiiert, um damit gegen das geplante Gesetz für eingetragene homosexuelle Partnerschaften zu protestieren. Eugenio Scalfari, Gründer der Tageszeitung La Repubblica, beklagt den Versuch der Einflussnahme durch die katholische Kirche: "Der Vatikan und die italienischen Diözesen haben die Kirche in eine mächtige Lobby verwandelt. Mit der Kundgebung in Rom wollten sie ihre Stärke beweisen... Ich möchte nicht zu harte Worte verwenden, aber der 12. Mai hat die italienische Demokratie geschwächt. Nicht weil sich viele Menschen zu familiären Werten bekannt haben, sondern weil diese Menschen von rechten Politikern und der Kirche manipuliert worden sind."
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Homophobie des Rechtspopulismus
De Morgen - Belgien | Mittwoch, 9. August 2006
"Im heutigen Polen ist der Katholizismus keine Religion mehr, sondern eine Ideologie", behaupten die Wissenschaftler Tomek Kitlinski und Stephane Symons in einem Beitrag. "Die neue polnische Regierung ist extrem nationalistisch. Ihre Maxime ist: » mehr
"Im heutigen Polen ist der Katholizismus keine Religion mehr, sondern eine Ideologie", behaupten die Wissenschaftler Tomek Kitlinski und Stephane Symons in einem Beitrag. "Die neue polnische Regierung ist extrem nationalistisch. Ihre Maxime ist: Polen den Polen, Frauen an den Herd, die 'Holebi' - Homosexuelle, Lesben und Bisexuelle - ab in die Hölle. Abtreibung wurde verboten, und vor allem gibt es immer mehr Frauen, die von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind. Homosexuelle werden auf der Straße angegriffen, vom Parlament, von der Regierung, in den Medien. Diese Homophobie geht mit Antisemitismus und Hass auf Roma, Zigeuner und Flüchtlinge einher."
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Népszabadság - Ungarn | Montag, 10. Juli 2006
Der Rechtspopulismus in Polen und der Slowakei sei eine Reaktion auf die neokonservative und neoliberale Politik, meint der ungarische Philosoph Gaspar M. Tamas. Die Rechtspopulisten ... » mehr
Der Rechtspopulismus in Polen und der Slowakei sei eine Reaktion auf die neokonservative und neoliberale Politik, meint der ungarische Philosoph Gaspar M. Tamas. Die Rechtspopulisten Ostmitteleuropas wollten eine "autoritäre, religiös-ethische Kontrolle über das Privatleben der Bürger einführen. Sie verbinden herkömmlichen Chauvinismus mit Xenophobie und Rassismus, mit der Hetze gegen Einwanderer und Minderheiten, mit Frauenfeindlichkeit und Homophobie. Sie definieren die 'Nation' aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Religion, Ethnie oder Rasse und übernehmen die feindliche Einstellung gegenüber dem Westen und Russland vom Faschismus... Die antidemokratische Wende basiert – wie in den 1920er und 30er Jahren - darauf, dass chauvinistisch-xenophobe und ultraklerikale Kräfte die jetzige Form des Kapitalismus als 'fremd' betrachten und domestizieren wollen, um seine unverkennbare soziale und ethische Pathologie zu bändigen."
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Večer - Slowenien | Dienstag, 14. März 2006
Der slowenische Soziologe Tonci Kuzmanic warnt im Interview mit Sasa Malek vor verbalem Rassismus, dem "Hatespeech", der seiner Auffassung nach die postsozialistischen Systeme kennzeichnet. "Soziologisch ... » mehr
Der slowenische Soziologe Tonci Kuzmanic warnt im Interview mit Sasa Malek vor verbalem Rassismus, dem "Hatespeech", der seiner Auffassung nach die postsozialistischen Systeme kennzeichnet. "Soziologisch handelt es sich um kulturellen Rassismus, politisch um demokratischen Postfaschismus... Im Unterschied zum nazistischen Antisemitismus, der undemokratisch war, ist der heutige kulturelle Rassismus demokratisch." Dieser Rassismus richte sich gegen Schwule und Lesben, Linke, Roma und generell gegen alle Nicht-Slowenen. "Neu im postsozialistischen Slowenien ist, dass dieser Hass alle Sphären der Gesellschaft umfasst. Wir haben eine Regierung, die mit Hilfe von 'Hatespeeches' Wahlen gewann – ihr Opfer waren Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien."
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De Volkskrant - Niederlande | Dienstag, 15. August 2006
"Die Entwicklungen in Osteuropa enttäuschen, weil die Hartnäckigkeit der alten Strukturen unterschätzt wurde", behauptet Thomas von der Dunk. "Die Korruption in Rumänien scheint nicht ausrottbar ... » mehr
"Die Entwicklungen in Osteuropa enttäuschen, weil die Hartnäckigkeit der alten Strukturen unterschätzt wurde", behauptet Thomas von der Dunk. "Die Korruption in Rumänien scheint nicht ausrottbar zu sein. In der Slowakei regiert seit kurzem eine Partei, die offen den Hass gegen die Ungarn predigt. In Lettland weigert sich die Polizei, Homosexuelle vor der Gewalt der radikalen Rechten zu schützen, und sie tut sich schwer, das Antidiskriminierungsgesetz durchzusetzen... Am schlimmsten ist es aber in Polen, wo die Regierungskoalition nicht nur homophob ist, sondern auch ausländerfeindlich, antisemitisch, und einen aggressiven katholischen Klerikalismus zur Schau trägt, der uns allen Grund gibt zu glauben, dass sich dieses Land von der modernen europäischen Zivilisation abspaltet... Das zeigt zweifellos, wie wenig die pro-westlichen Ideale im Osten verwurzelt sind."
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Diskriminierung im Alltag
NRC Handelsblad - Niederlande | Mittwoch, 7. Juni 2006
"Der niederländische Botschafter in Estland, Hans Glaubitz, hat seinen Posten vorzeitig aufgegeben, weil sein Lebenspartner, ein schwarzer Kubaner, unter der Homophobie und dem Rassismus der ... » mehr
"Der niederländische Botschafter in Estland, Hans Glaubitz, hat seinen Posten vorzeitig aufgegeben, weil sein Lebenspartner, ein schwarzer Kubaner, unter der Homophobie und dem Rassismus der estnischen Gesellschaft zu sehr gelitten hat", berichtet die Wirtschaftszeitung. "Die Schwierigkeiten von Glaubitz' Partner begannen vor einem Jahr, als eine Wochenzeitung in Tallinn schrieb, die Nominierung eines homosexuellen Botschafters mit einem schwarzen Partner müsse als niederländische Provokation betrachtet werden. In der Folge musste sich der Lebensgefährte von Glaubitz verbale Angriffe und Drohungen auf offener Straße gefallen lassen... 'Wenn so etwas auf der Straße geschieht, ist das sehr bedauerlich. Leider können wir am schlechten Benehmen der Menschen nichts ändern. Ich bin dennoch der Ansicht, dass die Mehrheit der Esten sehr höflich und zuvorkommend ist', sagte der Sprecher des estnischen Außenministeriums."
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Delfi - Litauen | Freitag, 25. Mai 2007
2009 wird Vilnius europäische Kulturhauptstadt – für Andrius Bielskis ein Anlass zur Freude für die Litauer und insbesondere für die Bewohner der Hauptstadt. Aber gleichzeitig ... » mehr
2009 wird Vilnius europäische Kulturhauptstadt – für Andrius Bielskis ein Anlass zur Freude für die Litauer und insbesondere für die Bewohner der Hauptstadt. Aber gleichzeitig erwecke Vilnius nicht eben den Eindruck, kultiviert und offen gegenüber Fremden zu sein. "Vilnius präsentiert sich nicht nur provinziell, sondern auch als xenophober Krähwinkel, in dem man sich nicht sonderlich um Aktionen der EU-Kommission zur Gleichberechtigung schert... Dabei geht es auch um die Rechte von Homosexuellen, die in Litauen diskriminiert werden. Es herrscht geradezu ein homophobes Klima. Die Hysterie zeigt sich auch daran, dass die Medien als Reaktion auf die Vorwürfe viel zu wenig betont haben, dass es um die Ablehnung jeder Form von Diskriminierung geht, sowohl aufgrund der Rasse, des Geschlechts als auch der Religion."
» zum ganzen Artikel (externer Link, litauisch)
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Gleichberechtigung und Diskussion um Homo-Ehe
The Observer - Großbritannien | Dienstag, 29. August 2006
"Manchester City hat beschlossen, ein Tabu des Fußballs zu brechen und Meister in Sachen Gleichberechtigung zu werden. Der Verein stellt Schwule für seine Stadien und ... » mehr
"Manchester City hat beschlossen, ein Tabu des Fußballs zu brechen und Meister in Sachen Gleichberechtigung zu werden. Der Verein stellt Schwule für seine Stadien und Trainigsplätze ein - und will so neue Fans aus der blühenden schwulen und lesbischen Gemeinde der Stadt anlocken... Schon jetzt bekommt das größte schwule Laienfußballteam von Manchester City kostenloses Training und Freikarten. Der Verein inseriert in lokalen Schwulenzeitschriften und unterstützt die Lesbian and Gay Foundation (LGF) beim Fundraising für Anti-Aids-Kampagnen. Der Fußballverein hat seine 175 Vollzeit- und 500 Teilzeitkräfte geschult, damit sie sich gegenüber Schwulen bewusst verhalten, als Teil eines Programms für eine vielfältige Gesellschaft in Bezug auf ethnische Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung. 'Unangemessene' sprachliche Äußerungen, die die zehn Prozent schwuler Angestellter verletzen könnten, wurden verboten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 16. März 2006
Das tschechische Parlament hat am 15. März mit knapper Mehrheit das Veto von Präsident Vaclav Klaus gegen das Gesetz über die eingetragene Partnerschaft von Gleichgeschlechtlichen ... » mehr
Das tschechische Parlament hat am 15. März mit knapper Mehrheit das Veto von Präsident Vaclav Klaus gegen das Gesetz über die eingetragene Partnerschaft von Gleichgeschlechtlichen überstimmt. Tschechien wird nach Slowenien das zweite postkommunistische Land, in dem die so genannte Homo-Ehe möglich wird. Zwischen Klaus und Premier Jiri Paroubek gab es über das Gesetz einen erbitterten Streit. Jan Nemec zweifelt jedoch daran, dass es dem Premier bei den Wahlen im Sommer nützt. "Es war unglücklich, dass so ein empfindliches ethisches Thema einige Monate vor den Wahlen zum Politikum wurde. Paroubek hat sich durchgesetzt. Werden ihm aber die Schwulen und Lesben im Juni aus Dankbarkeit ihre Stimme geben? Sie dürften eher das Gefühl haben, dass sie endlich etwas haben, worauf sie ohnehin Anspruch haben."
» weiterführende Informationen (externer Link, tschechisch)
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Polityka - Polen | Mittwoch, 22. Februar 2006
Vaclav Klaus und Lech Kaczynski, die Präsidenten Tschechiens und Polens, haben bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 17. Februar betont, dass sie eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen strikt verbieten. Der Kolumnist Jerzy Pilch ist entsetzt: » mehr
Vaclav Klaus und Lech Kaczynski, die Präsidenten Tschechiens und Polens, haben bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 17. Februar betont, dass sie eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen strikt verbieten. Der Kolumnist Jerzy Pilch ist entsetzt: "Es war ein schändliches Schauspiel... Der Anblick zweier Herrscher, die sich damit brüsten und darauf stolz sind, dass sie etwas verbieten, die darum wetteifern, wer etwas besser verbietet, ist das noch eine Komödie oder schon ein Trauerspiel?"
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La Repubblica - Italien | Freitag, 8. Dezember 2006
Miriam Mafai freut sich über die Entscheidung der italienischen Regierung, ein Gesetz zur Anerkennung von 'Lebenspartnerschaften' auszuarbeiten, die auch für Homosexuelle gelten sollen. "Das ist ... » mehr
Miriam Mafai freut sich über die Entscheidung der italienischen Regierung, ein Gesetz zur Anerkennung von 'Lebenspartnerschaften' auszuarbeiten, die auch für Homosexuelle gelten sollen. "Das ist eine gute Nachricht. Es ist eine gute Nachricht für die Politik, dass alle Gruppierungen des Mitte-Links-Bündnisses die Entscheidung unterstützen, bis zum 31. Januar ein Gesetz vorzulegen, das das Leben der Paare in freier Gemeinschaft regelt... Aber es ist auch eine gute Nachricht mit Blick auf die Bürgerrechte. Männer und Frauen fordern mit immer stärkerem Nachdruck die völlige Freiheit der Wahl - und die Respektierung ihrer Wahl. Zugleich wollen sie, dass man ihre neue Freiheit und ihre neuen Rechte anerkennt."
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EU-Politik gegen Diskriminierung
Wprost Online - Polen | Donnerstag, 15. Juni 2006
Das Europäische Parlament stimmt am 15. Juni über einen Entschließungsantrag gegen rassistische, antisemitische und homophobe Gewalt in der EU ab. Darin werden Gewalt-Beispiele aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Polen genannt. Brüssel-Korrespondentin Dominika Cosic findet die Kritik an Polen, die in der Parlamentsdebatte zu diesem Thema am 14. Juni geübt wurde, übertrieben: » mehr
Das Europäische Parlament stimmt am 15. Juni über einen Entschließungsantrag gegen rassistische, antisemitische und homophobe Gewalt in der EU ab. Darin werden Gewalt-Beispiele aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Polen genannt. Brüssel-Korrespondentin Dominika Cosic findet die Kritik an Polen, die in der Parlamentsdebatte zu diesem Thema am 14. Juni geübt wurde, übertrieben: "Die Mittwochsdebatte in Straßburg geriet leider zu einem peinlichen Wettbewerb um die stärkste Schmährede... Man kann die (national-katholische Regierungspartei) LPR mögen oder nicht, aber man kann die Partei wirklich schwer mit der faschistischen NSDAP vergleichen, was ihre Gegner mehr oder weniger direkt taten... Nachdem Polen jetzt von einem Teil der Eliten als Zentrum der Intoleranz ausgemacht wurde, muss man sich bei Attacken gegen Polen nicht einmal mehr um den Anschein einer sachlichen Debatte bemühen."
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Kultur und Homosexualität
Hospodářské noviny - Tschechien | Donnerstag, 31. Mai 2007
"Die beliebten Teletubbies werden auf mögliche Homosexualität überprüft, der Premier hat kein eigenes Konto, um nicht in den Verdacht zu geraten, korrumpiert zu werden, ein ... » mehr
"Die beliebten Teletubbies werden auf mögliche Homosexualität überprüft, der Premier hat kein eigenes Konto, um nicht in den Verdacht zu geraten, korrumpiert zu werden, ein Europaabgeordneter und sein Sohn, der Bildungsminister, bezweifeln mit Hilfe von EU-Geldern die Darwinsche Theorie und in den Schulen soll künftig die Propagierung von Homosexualität verboten werden", fasst Martin Ehl die jüngsten Meldungen aus Polen zusammen, die zu Kommentaren im Ausland geführt haben, "die nicht eben schmeichelhaft sind. Die hohen Politiker der regierenden konservativ-nationalistischen Koalition befinden sich häufig im Streit mit der vorherrschenden Meinung der Europäer und einigen grundsätzlichen europäischen Normen... Die Polen selbst fürchten mehrheitlich, dass die zitierten Dinge das Land der Lächerlichkeit preisgeben. Andererseits nehmen sie die Regierungspolitik ernst. Und nur rund dreißig Prozent sahen die Frage nach der sexuellen Orientierung der Teletubbie-Figur Tinky Winky als Witz."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 22. September 2006
Der Schriftsteller Michal Witkowski steht im Finale um den polnischen Literaturpreis Nike 2006. Im Gespräch mit Sebastian Lupak beschreibt er, wie das Thema Homosexualität in ... » mehr
Der Schriftsteller Michal Witkowski steht im Finale um den polnischen Literaturpreis Nike 2006. Im Gespräch mit Sebastian Lupak beschreibt er, wie das Thema Homosexualität in seinem Buch "Lubiewo" aufgenommen wurde. Er beanstandet, viele Kritiker dächten in Schablonen und Schubladen. "Kluge Aussagen über das Buch beginnen für mich dann, wenn man es als ein Buch über die Welt an sich, über die Menschen im Allgemeinen, über den Kommunismus, über die Mechanismen der Lust, über den Körper, den Schmutz und die Mittelklasse sieht... Eine ähnliche Kritik der hedonistischen Gesellschaft nimmt Michel Houellebecq in seiner Prosa vor. Nur ist er heterosexuell, also ist seine Prosa für die Kritiker allgemeinmenschlich, und meine nur schwul. Er kann über die ganze Welt sprechen, ich stecke weiterhin in der Schublade. Seltsam."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 19. Dezember 2005
In der Wochenendausgabe beschreibt die Literaturkritikerin und führende Feministin des Landes, Kinga Dunin, wie sich die Situation von Homosexuellen in Polen gewandelt hat. Als kleinen Fortschritt wertet sie dabei die neue schwul-lesbische Literatur, wie zum Beispiel Michal Witkowskis Roman "Lubiewo": » mehr
In der Wochenendausgabe beschreibt die Literaturkritikerin und führende Feministin des Landes, Kinga Dunin, wie sich die Situation von Homosexuellen in Polen gewandelt hat. Als kleinen Fortschritt wertet sie dabei die neue schwul-lesbische Literatur, wie zum Beispiel Michal Witkowskis Roman "Lubiewo": "In gewissem Sinne ist das Coming Out bislang ausgeblieben und die Schwulen und Lesben stecken weiterhin in der Toilette - nur ist sie jetzt größer, besser ausgestattet und liberaler. Man kann dort Menschen mit verschiedenen Präferenzen begegnen und eine nette Zeit miteinander verbringen. Die Passanten schauen kurz durchs Fenster, weiterhin etwas verwundert, dafür schmeißen sie nur noch selten mit Steinen."
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Berliner Zeitung - Deutschland | Montag, 10. April 2006
Nikolaus Bernau präsentiert den siegreichen Entwurf der Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset für ein Mahnmal in Berlin, das an die Verfolgung von Homosexuellen während der Nazizeit erinnern soll: » mehr
Nikolaus Bernau präsentiert den siegreichen Entwurf der Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset für ein Mahnmal in Berlin, das an die Verfolgung von Homosexuellen während der Nazizeit erinnern soll: "Ein heller Betonblock steht zwischen den Bäumen des Tiergartens an der Friedrich-Ebert-Straße, gegenüber dem Stelenfeld von Peter Eisenmans Holocaust-Denkmal. Eine Ecke in dieser einzelnen Stele ist geöffnet, drinnen flimmert, man kann es aus der Ferne sehen, ein Film. Aber man muss schon direkt herangehen an den Block, sich an das Fensterchen stellen, um die Irritation der gegeneinander gekippten inneren und äußeren Quader zu erleben und den Film mit zwei sich küssenden Männern zu sehen." Bernau zitiert Michael Elmgreen zu seiner Idee: "'Es ist, als wenn einer der Blöcke vom Holocaust-Denkmal nächtens über die Straße gelaufen wäre, sich in den Wald gestellt hätte und nun sagt: Seht her, ich bin ein Teil der ganzen Geschichte, ich bin aber auch etwas Eigenes. Ich bin schwul.'"
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Kirche und Homosexualität
La Repubblica - Italien | Mittwoch, 14. März 2007
In der Schrift Sacramentum caritatis, die am 13. März veröffentlicht wurde, appelliert Papst Benedikt XVI. an die Katholiken, Gesetze abzulehnen, die "gegen die Natur des ... » mehr
In der Schrift Sacramentum caritatis, die am 13. März veröffentlicht wurde, appelliert Papst Benedikt XVI. an die Katholiken, Gesetze abzulehnen, die "gegen die Natur des Menschen" verstoßen - wie Abtreibung, Sterbehilfe oder Ehe von Homosexuellen. "Wenn die Kirche das Verbot wählt", titelt Giuseppe Alberigo, Kirchenhistoriker an der Universität Bologna seinen Beitrag zu diesem Thema. "Ich stelle fest, dass viele der Verhaltensweisen, die der Papst verbietet (wie zum Beispiel die Teilnahme von Geschiedenen an Sakramenten), von einer Mehrheit der Gläubigen dennoch praktiziert werden. Ich denke auch an die Enzyklika Pauls VI., Humanae Vitae, die in vielen Aspekten ähnlich ist, und von der katholischen Welt abgelehnt wurde... Die Mahnschrift ist sehr allgemein und beschäftigt sich nicht direkt mit den Problemen Italiens. Dennoch darf man sie nicht ignorieren, vor allem nicht nach der Diskussion in den letzten Wochen [über ein Gesetz zur Homo-Ehe], weil ein Abschnitt davon direkt die Gesetzgeber katholischen Glaubens betrifft. Es handelt sich um eine opportune Ermahnung - sie ist sogar ein wenig überflüssig."
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The Times - Großbritannien | Dienstag, 20. Juni 2006
Die Zeitung fürchtet, die anglikanische Kirche könne sich spalten, nachdem der US-Ableger dieser Kirche eine Frau ins höchste Amt gewählt hat, die Homosexualität nicht als ... » mehr
Die Zeitung fürchtet, die anglikanische Kirche könne sich spalten, nachdem der US-Ableger dieser Kirche eine Frau ins höchste Amt gewählt hat, die Homosexualität nicht als Sünde betrachtet. "Die Wahl von Katharine Jefforts Schori zum Presiding Bishop der episkopalischen Kirche in den USA mag als Ausdruck der Rivalitäten innerhalb dieser Kirche gelten oder auch als kalkulierte Provokation für die größere anglikanische Gemeinschaft. Auf jeden Fall wird ihre Wahl ein schon schwelendes Feuer weiter anfachen. Sie wird die unvereinbaren Haltungen innerhalb der Church of England zur Ernennung von Bischöfinnen und die Spaltung der Anglikaner über die Homosexuellenfrage verschärfen und macht so ein formales Schisma wahrscheinlicher... Die anglikanische Kirche ist heute keine Regenbogenkoalition mehr, sondern die Kombination aggressiver, sich beißender Farben."
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