Binnenwanderung in Europa
Immer mehr Europäer studieren oder arbeiten in anderen Ländern. Wie gehen die einzelnen Länder damit um?
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Top-Thema vom Mittwoch, 24. Oktober 2007
Die EU-Kommission hat gestern ihr Konzept einer Blue Card vorgestellt, die hochqualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern befristete Arbeitserlaubnisse in Europa geben soll. Die deutsche und ... » mehr
Die EU-Kommission hat gestern ihr Konzept einer Blue Card vorgestellt, die hochqualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Ländern befristete Arbeitserlaubnisse in Europa geben soll. Die deutsche und die österreichische Regierung haben sich dagegen ausgesprochen. Die Zeitungen befürchten nun ein Scheitern des Projekts.
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Alle verfügbaren Texte von » Christoph B. Schiltz
Top-Thema vom Freitag, 14. September 2007
EU-Kommissar Franco Frattini hat vorgeschlagen, eine europäische Blue Card einzuführen. Sie soll, in Anlehnung an die US-amerikanische Green Card, die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte ... » mehr
EU-Kommissar Franco Frattini hat vorgeschlagen, eine europäische Blue Card einzuführen. Sie soll, in Anlehnung an die US-amerikanische Green Card, die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in die EU erleichtern. Doch wie sind die Chancen für eine solche gemeinsame europäische Einwanderungspolitik?
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Alle verfügbaren Texte von » Sonja Margolina
Top-Thema vom Donnerstag, 1. Februar 2007
In der Hoffnung auf höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen haben sich Ärzte, Ingenieure und andere Fachkräfte aus Mittel- und Osteuropa auf den Weg nach Westeuropa ... » mehr
In der Hoffnung auf höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen haben sich Ärzte, Ingenieure und andere Fachkräfte aus Mittel- und Osteuropa auf den Weg nach Westeuropa gemacht. Das hat in ihrer Heimat zu Arbeitskräftemangel geführt, so dass diese Länder nun weiter östlich um Arbeitnehmer werben. Mittlerweile wird aber auch überlegt, wie Hochqualifizierten die Arbeit in ihrem Herkunftsland wieder schmackhaft gemacht werden kann.
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Top-Thema vom Mittwoch, 25. Oktober 2006
Bislang waren Großbritannien und Irland innerhalb der EU Vorreiter - sie öffneten 2004 als erste ihren Arbeitsmarkt für Menschen aus den neuen Beitrittsländern. Bei Rumänien ... » mehr
Bislang waren Großbritannien und Irland innerhalb der EU Vorreiter - sie öffneten 2004 als erste ihren Arbeitsmarkt für Menschen aus den neuen Beitrittsländern. Bei Rumänien und Bulgarien, die 2007 der EU beitreten werden, wollen Großbritannien und Irland restriktiver vorgehen. Auch andere EU-Länder erwägen Übergangsklauseln. Polen, das bislang von der Freizügigkeit profitiert hat, will nun seinerseits gegenüber Rumänen und Bulgaren eine Vorreiterrolle spielen.
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Alle verfügbaren Texte von » Brigitte Preissler
Top-Thema vom Dienstag, 1. August 2006
Junge qualifizierte Leute aus Osteuropa suchen ihr Glück auf dem Arbeitsmarkt Westeuropas. Und das "alte Europa" profitiert vom Angebot der Arbeitskraft aus dem Osten. » mehr
Junge qualifizierte Leute aus Osteuropa suchen ihr Glück auf dem Arbeitsmarkt Westeuropas. Und das "alte Europa" profitiert vom Angebot der Arbeitskraft aus dem Osten.
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Top-Thema vom Freitag, 21. Juli 2006
Nachdem sich Malta zunächst geweigert hatte, afrikanische Flüchtlinge aufzunehmen, die ein spanischer Fischkutter aufgelesen hatte, geht die Diskussion um illegale Einwanderer weiter. Wie soll Europa ... » mehr
Nachdem sich Malta zunächst geweigert hatte, afrikanische Flüchtlinge aufzunehmen, die ein spanischer Fischkutter aufgelesen hatte, geht die Diskussion um illegale Einwanderer weiter. Wie soll Europa mit diesem Thema umgehen, wenn sogar Wanderer zwischen den EU-Ländern mit Misstrauen betrachtet werden?
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Top-Thema vom Freitag, 10. März 2006
Die westeuropäischen EU-Länder müssen sich bis Ende April entscheiden, ob sie ihren Arbeitsmarkt für die 2004 der EU beigetretenen Osteuropäer öffnen oder nicht. Nach Finnland ... » mehr
Die westeuropäischen EU-Länder müssen sich bis Ende April entscheiden, ob sie ihren Arbeitsmarkt für die 2004 der EU beigetretenen Osteuropäer öffnen oder nicht. Nach Finnland und Portugal hat Spanien am 9. März angekündigt, dem Beispiel von Großbritannien, Irland und Schweden zu folgen und seinen Arbeitsmarkt zu öffnen. Belgien hingegen will an Übergangsregelungen festhalten.
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Allgemein
Le Monde - Frankreich | Freitag, 13. April 2007
Im Interview mit Laetitia van Eeckhout spricht die amerikanische Historikerin Nancy Green, Studiendirektorin des Pariser Zentrums für Geschichtsforschung EHESS, über das Verhältnis von Ein- und ... » mehr
Im Interview mit Laetitia van Eeckhout spricht die amerikanische Historikerin Nancy Green, Studiendirektorin des Pariser Zentrums für Geschichtsforschung EHESS, über das Verhältnis von Ein- und Auswanderung. "Es ist interessant zu beobachten, wie sich Nationen über ihre Einstellung zu den eigenen Auswanderern definieren. Heute führen die europäischen Länder große Einwanderungsdebatten und vergessen ganz, dass sie im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem Auswanderungsländer waren. Diese dramatischen Phänomene der Abwanderung, die es damals gab, unterscheiden sich nicht wirklich vom Strom der Ankommenden, denen sich Europa heute gegenüber sieht... Deshalb sind das Phänomen der Migration und das Konzept der Nation eng miteinander verbunden. Sind die Auswanderer noch Teil der Nation? Werden sie als Verräter oder als Botschafter des Landes wahrgenommen, das sie verlassen haben?... Allgemein gab es von staatlicher Seite gegenüber den Emigranten immer ein Spannungsfeld zwischen Gewährenlassen und Beunruhigung, zwischen einer positiven und einer negativen Vision."
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24 heures - Schweiz | Dienstag, 5. September 2006
Brunson McKinley, Direktor der International Organization for Migration, erklärt im Interview mit Aude Marcovitch, dass "es sich nicht um einen massiven Anstieg der Einwanderungszahlen handelt, sondern dass die Versuche der Migranten, nach Europa zu kommen, nur sichtbarer geworden sind. Nach und nach hat die EU die traditionellen Wege der Einwanderung auf ihr Gebiet abgeschnitten und damit die Menschenschmuggler gezwungen, gefährlichere Wege zu gehen. Die dramatischen Konsequenzen kennen wir... Die meisten Arbeitsmigranten wollen sich nicht dauerhaft im Gastland niederlassen: » mehr
Brunson McKinley, Direktor der International Organization for Migration, erklärt im Interview mit Aude Marcovitch, dass "es sich nicht um einen massiven Anstieg der Einwanderungszahlen handelt, sondern dass die Versuche der Migranten, nach Europa zu kommen, nur sichtbarer geworden sind. Nach und nach hat die EU die traditionellen Wege der Einwanderung auf ihr Gebiet abgeschnitten und damit die Menschenschmuggler gezwungen, gefährlichere Wege zu gehen. Die dramatischen Konsequenzen kennen wir... Die meisten Arbeitsmigranten wollen sich nicht dauerhaft im Gastland niederlassen: Sie wollen Geld verdienen, sparen und in ihre Heimat zurückkehren... Wir glauben, dass man die Migration in ein System der gesteuerten Migration überführen sollte. In vielen Wirtschaftssektoren Europas herrscht Arbeitskräftemangel: im Gesundheitswesen, auf dem Bau, in der Landwirtschaft, im Gaststättengewerbe. Es geht also darum, die Wanderungen gemäß den Bedürfnissen der Gastländer zu steuern."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 20. Juli 2006
Wie wird Europa in Zukunft aussehen, fragt sich der polnische Publizist Andrzej Stasiuk. "Werden manche Regionen sich völlig entvölkern? So wie der Osten Polens, wie ... » mehr
Wie wird Europa in Zukunft aussehen, fragt sich der polnische Publizist Andrzej Stasiuk. "Werden manche Regionen sich völlig entvölkern? So wie der Osten Polens, wie der Süden Italiens?" Die Armen wandern in die reichen Städte Westeuropas. Am Flughafen in Krakau sah Stasiuk Reisende nach Paris und München einen Trupp junger Polen misstrauisch beäugen, die auf dem Weg nach Dublin waren. "Vielleicht passte es ihnen einfach nicht, dass ihr Schicksal in den Händen dieser Jungs ruhen sollte. Dass da irgendwo ein Fehler passiert war und die Zivilisation des Westens nun für alle Ewigkeit auf die Barbaren des Ostens und Südens angewiesen war, weil ihr selbst jede Kraft fehlte. Es sei denn, sie würde sich noch irgendwelche menschenähnlichen Wunderroboter ausdenken. Oder aus China Menschenklone für die Sklavenarbeit importieren, denn früher oder später wird China so etwas produzieren und billig verkaufen."
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Knack - Belgien | Freitag, 16. Juni 2006
Der belgische Politikwissenschaftler Rik Coolsaet setzt sich in einem Gastbeitrag mit Immigration auseinander. "Die Internationale Organisation für Migration hat uns einige Tatsachen wieder bewusst gemacht. Immigranten zahlen mehr Steuern, als dass sie Sozialhilfe beziehen (das bedeutet, dass sie 'unsere' Renten mitfinanzieren). Immigranten und Einheimische sind keine Konkurrenten um dieselben Arbeitsplätze (soll heißen: » mehr
Der belgische Politikwissenschaftler Rik Coolsaet setzt sich in einem Gastbeitrag mit Immigration auseinander. "Die Internationale Organisation für Migration hat uns einige Tatsachen wieder bewusst gemacht. Immigranten zahlen mehr Steuern, als dass sie Sozialhilfe beziehen (das bedeutet, dass sie 'unsere' Renten mitfinanzieren). Immigranten und Einheimische sind keine Konkurrenten um dieselben Arbeitsplätze (soll heißen: sie nehmen uns nicht 'unsere' Arbeitsplätze weg). Natürlich verläuft Immigration nicht problemlos... [Doch] die heutige Situation ist nicht schlimmer als früher. Im Gegenteil. Vor einem Jahrhundert wanderte ein Zehntel der Weltbevölkerung, heute sind es nur drei Prozent. Heutzutage kommen verhältnismäßig weniger Immigranten nach Europa als noch vor 30 Jahren."
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Financial Times - Großbritannien | Mittwoch, 8. November 2006
"Weil sie nicht mal halb so reich sind wie die westeuropäischen Länder, müssen die mitteleuropäischen Länder mehr als doppelt so schnell wachsen, um mit ihnen ... » mehr
"Weil sie nicht mal halb so reich sind wie die westeuropäischen Länder, müssen die mitteleuropäischen Länder mehr als doppelt so schnell wachsen, um mit ihnen mithalten zu können", schreibt der Wirtschaftswissenschaftler und Osteuropaexperte Anders Aslund. "Das fehlende Gleichgewicht fördert eine Art permanenter Rückständigkeit... Das Problem der mitteleuropäischen Länder heißt nicht politische Instabilität. Bis vor kurzem besaßen sie relativ stabile, aber unverantwortliche Regierungen, die gegen ihre zunehmenden ökonomischen Probleme wenig unternahmen. Der jüngste politische Aufruhr in Mitteleuropa könnte als eine Art Weckruf willkommen sein... Das größte Dilemma Mitteleuropas ist ökonomischer Natur - und ein generelles Problem der EU. Wie ganz Europa müssen die mitteleuropäischen Länder ihre geringe Wirtschaftsdynamik durch niedrigere Steuern, weniger Sozialleistungen und mittels eines freieren Arbeitsmarktes überwinden. Abhilfe schaffen könnte die Konkurrenz durch geringere Steuern im Osten und mehr Freizügigkeit innerhalb der EU."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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Życie Warszawy - Polen | Montag, 19. Dezember 2005
Bei einer weltweiten Umfrage aus Anlass des "Internationalen Einwanderertags" kam heraus: » mehr
Bei einer weltweiten Umfrage aus Anlass des "Internationalen Einwanderertags" kam heraus: die Osteuropäer sind die immigrationsfeindlichste Region der Welt. Auch wenn Polen mit 29 Prozent Zustimmung zur Einwanderung im regionalen Vergleich noch gut da steht, fragt die Tageszeitung nach den Ursachen der Xenophobie. "Immigration ist im national sehr homogenen Polen noch ein neues und fremdes Phänomen", erklärt ein Soziologe. Auf die Einstellung der Bevölkerung wirke sich jedoch positiv aus, dass Polen selbst ein Auswandererland sei, behauptet eine Forscherin. "In Westeuropa sind es die Iren, die der Einwanderung am positivsten gegenüberstehen und die selbst auf Arbeitssuche massenweise auswanderten."
» weiterführende Informationen (externer Link, polnisch)
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Einzelne Länder
Finnland
Hufvudstadsbladet - Finnland | Donnerstag, 25. Oktober 2007
Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, dass Finnland mehr Einwanderer braucht. Max Arhippainen meint, in der Debatte werde jedoch das Wesentliche übersehen: » mehr
Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, dass Finnland mehr Einwanderer braucht. Max Arhippainen meint, in der Debatte werde jedoch das Wesentliche übersehen: "Es muss auch jemand hierher kommen wollen. Doch wir Finnen sind nicht besonders aufnahmebereit. Die Regeln müssten so aussehen, dass man hier tatsächlich eine Arbeit aufnehmen kann. Unsere Einwanderungspolitik stammt aber zu weiten Teilen noch aus einer Zeit, in der es ihre Hauptaufgabe war, die Grenzen so dicht wie möglich zu machen." Arhippainen fordert Änderungen am Asylverfahren: "Wer nur eine B-Einstufung erhält, darf hier weder arbeiten noch studieren. Der Ausschuss für Antirassismus des Europarats hat das zu Recht immer wieder kritisiert. Der Ansatz, Menschen zu verbieten, sich selbst ein Auskommen zu schaffen, ist der blanke Wahnsinn - menschlich und wirtschaftlich."
» zum ganzen Artikel (externer Link, schwedisch)
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Turun Sanomat - Finnland | Dienstag, 25. September 2007
Finnland altert besonders schnell, stellt die Zeitung fest, bald sei mit Arbeitskräftemangel zu rechnen. "Die einheimischen Arbeitskräfte reichen nicht mehr aus, um unseren Sozialstaat nordischen ... » mehr
Finnland altert besonders schnell, stellt die Zeitung fest, bald sei mit Arbeitskräftemangel zu rechnen. "Die einheimischen Arbeitskräfte reichen nicht mehr aus, um unseren Sozialstaat nordischen Zuschnitts aufrechtzuerhalten... 2004 den Arbeitsmarkt abzuschotten, war ein Fehler, der uns teuer zu stehen kommt. Andere Länder waren da mutiger. Unsere Unternehmen haben bereits damit begonnen, eigenmächtig Arbeitskräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Gleichzeitig sollte man die bereits eingereisten Arbeitnehmer aus der rechtlichen Grauzone herausholen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, finnisch)
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Helsingin Sanomat - Finnland | Dienstag, 24. Januar 2006
Finnland überlegt, ob es seinen Arbeitsmarkt für die neuen EU-Mitglieder öffnen soll. "Das Thema steht jetzt in Spanien, Portugal und Finnland zur Debatte, während Deutschland ... » mehr
Finnland überlegt, ob es seinen Arbeitsmarkt für die neuen EU-Mitglieder öffnen soll. "Das Thema steht jetzt in Spanien, Portugal und Finnland zur Debatte, während Deutschland und Österreich an ihrer siebenjährigen Sperrfrist festhalten... Österreich ist von neuen Mitgliedsstaaten umgeben, Deutschland hat Grenzen mit Polen und Tschechien – die Furcht vor dem Verlust von Arbeitsplätzen ist also nicht ganz unbegründet. Nach Finnland könnten tausende Arbeitskräfte aus Estland kommen. Aber im Gaststättengewerbe und vor allem auf dem Bau würden sie dringend gebraucht."
» weiterführende Informationen (externer Link, finnisch)
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Schweden
Upsala Nya Tidning - Schweden | Mittwoch, 18. Juli 2007
Die schwedische Regierung hat einen Plan vorgelegt, wonach schwedische Arbeitgeber künftig Arbeitskräfte aus der ganzen Welt rekrutieren können. Sie sollen eine Art Green Card erhalten. Die Zeitung findet das richtig: » mehr
Die schwedische Regierung hat einen Plan vorgelegt, wonach schwedische Arbeitgeber künftig Arbeitskräfte aus der ganzen Welt rekrutieren können. Sie sollen eine Art Green Card erhalten. Die Zeitung findet das richtig: "Diese Einwanderung wäre nicht nur gut für die Wirtschaft, sie würde auch der schwedischen Integration einen Schub in die richtige Richtung geben. Schweden braucht gut ausgebildete Einwanderer. Es würde auch das Selbstbewusstsein von Einwanderern mit niedrigem Ausbildungsniveau stärken, wenn sie mehr ihrer Landsleute in prestigeträchtigen Jobs sähen... Vorbild sind die USA, wo man lange die Ambition hatte, die weltweit Besten und Intelligentesten anzulocken. In den USA ist ein fremder Akzent oder ein ausländisch klingender Name keineswegs ein Unterklasse-Merkmal wie in Schweden."
» zur Homepage (externer Link, Upsala Nya Tidning)
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Dänemark
Politiken - Dänemark | Freitag, 20. April 2007
In Dänemark herrscht Arbeitskräftemangel - so sehr, dass es den Wohlstand im Lande gefährdet. Der Dachverband der Gewerkschaften LO schlägt daher vor, Asylsuchenden das Arbeiten zu erlauben und eine Art Greencard für ausländische Arbeitnehmer einzuführen. Tøger Seidenfaden schließt sich dem an: » mehr
In Dänemark herrscht Arbeitskräftemangel - so sehr, dass es den Wohlstand im Lande gefährdet. Der Dachverband der Gewerkschaften LO schlägt daher vor, Asylsuchenden das Arbeiten zu erlauben und eine Art Greencard für ausländische Arbeitnehmer einzuführen. Tøger Seidenfaden schließt sich dem an: "Man muss hierzulande endlich nüchtern erkennen, dass das Problem mittlerweile so groß ist, dass es nicht mit ein paar Stunden Mehrarbeit gelöst werden kann. Wenn man es recht betrachtet, gibt es nicht viele Dänen, die ihr Arbeitspensum erhöhen möchten. Im Gegenteil. Aber daraus wird wohl nichts. Hierzulande ist Gott der Stammtisch, die Vorsitzende der Dänischen Volkspartei, Pia Kjærsgaard, dessen Prophet und Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen muss sich damit begnügen, der regierende Kalif zu sein. Die Grenzen werden so dicht bleiben, wie sie sind, und der Wohlfahrtsstaat geht den Bach herunter."
» zum ganzen Artikel (externer Link, dänisch)
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Großbritannien
Financial Times - Großbritannien | Mittwoch, 31. Oktober 2007
Die Tageszeitung kritisiert den ungeschickten Umgang in Großbritannien mit dem Thema Immigration: » mehr
Die Tageszeitung kritisiert den ungeschickten Umgang in Großbritannien mit dem Thema Immigration: "Der Fehler liegt nicht bei den Immigranten, sondern bei den Politikern, die sich den Herausforderungen und Chancen entziehen, die die Immigration mit sich bringt. Weder die etwas seltsame Entscheidung der Regierung, die Freizügigkeit für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer zu begrenzen, noch die von David Cameron zart vorgebrachte Forderung, die Immigration direkt zu steuern, sind konstruktive Politik. Der neueste Misserfolg ist die Entdeckung, dass sich 1,1 Millionen ausländische Arbeitskräfte im Land befinden und nicht etwa 800.000... Das ist befremdlich und Folge eines grundlegenden Fehlers bei der Datenauswertung. Die Regierung hat Immigration und Nationalität verwechselt: auch einige britische Staatsbürger sind Immigranten... Die Wahrheit ist: Von der Immigration profitieren alle Bürger, weil sie die Wirtschaft kreativer und flexibler macht... Weder Regierung noch Opposition haben den Mut, den Vorreiter zu spielen. Schade."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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The Guardian - Großbritannien | Montag, 24. September 2007
Paul Laverty hat das Drehbuch zum Film "It's a Free World" von Ken Loach geschrieben, der von Arbeitsmigranten in Großbritannien handelt. Der Autor erzählt von den vielen Einzelschicksalen, von denen er bei den Interviews für sein Drehbuch erfahren hat: » mehr
Paul Laverty hat das Drehbuch zum Film "It's a Free World" von Ken Loach geschrieben, der von Arbeitsmigranten in Großbritannien handelt. Der Autor erzählt von den vielen Einzelschicksalen, von denen er bei den Interviews für sein Drehbuch erfahren hat: "Der Familie des Mannes, der Logos auf Pappkartons stempeln musste und nach unzähligen Doppelschichten an Erschöpfung starb, oder den Blumenpflückern, die nach den 'Abzügen' für Unterbringung, Essen und Fahrtkosten mehr Schulden gemacht als Geld verdient hatten, wird die unerträgliche Leichtigkeit unserer Geschichte womöglich nicht gefallen... Nachdem ich diese Geschichten gehört hatte, schien es auf einmal, als hätten sich all die Gesetze für Gesundheit und Arbeitsschutz in einer Rauchwolke aufgelöst, zusammen mit allen gewerkschaftlichen Errungenschaften aus den letzten 150 Jahren. Diese Arbeiter kannten keinerlei Arbeitsschutzvorschriften. Aber die Regierung wird auf die vielen Gesetze hinweisen, die sie erlassen hat."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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The Guardian - Großbritannien | Mittwoch, 6. Dezember 2006
"Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wurde in Großbritannien ein Gewerkschaftszweig gegründet, der nur aus Gastarbeitern besteht", stellt der Journalist Duncan Campbell fest. Es ... » mehr
"Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wurde in Großbritannien ein Gewerkschaftszweig gegründet, der nur aus Gastarbeitern besteht", stellt der Journalist Duncan Campbell fest. Es geht um die 200.000 in Großbritannien registrierten Polen. "Die Gründung von polnischen Gewerkschaftsablegern in Southampton und Glasgow und die Tatsache, dass weitere Gründungen im gesamten Land in den nächsten Wochen folgen werden, könnten einen großen und belebenden Einfluss auf die britische Gewerkschaftsbewegung haben. Es könnte auch dazu beitragen, Schranken zwischen Zugewanderten und Einheimischen aufzuheben, die den Verdacht hatten, die Einwanderer würden dazu missbraucht, die Rechte der Arbeiterschaft auszuhöhlen. ... Es ist klar, dass polnische Arbeiter die neuen polnischsprachigen Webseiten der Gewerkschaft anschauen, wenn sie ihre Gehaltsabrechnungen mit denen ihrer britischen Kollegen vergleichen. Ist die Freude darüber, dass das Einkommen fünfmal so hoch ist wie der Durchschnittslohn in Polen, abgeflaut, stellen viele fest, dass die Lebenshaltungskosten in Großbritannien den Großteil ihres Lohns auffressen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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The Independent - Großbritannien | Mittwoch, 30. August 2006
Roland Rudd, Vorsitzender der New Europe Group (BNE), die sich für Integration einsetzt, fordert die britische Regierung auf, ihre Politik der offenen Tür beizubehalten, auch ... » mehr
Roland Rudd, Vorsitzender der New Europe Group (BNE), die sich für Integration einsetzt, fordert die britische Regierung auf, ihre Politik der offenen Tür beizubehalten, auch wenn Bulgarien und Rumänien der EU beitreten. "Es stimmt, dass man sich nicht nur auf die Vorteile der Immigration konzentrieren kann, ohne von den Kosten zu sprechen. Doch sollten wir uns in dieser Debatte von der Geschichte leiten lassen. Die Befürworter der Immigration können sich darauf stützen, dass die überwältigende Mehrheit der Forschungen die Vorteile herausstellt. Laut einer Studie zum Beispiel kann ein Bevölkerungswachstum durch Migration von einem Prozent ein Wachstum des BIP von 1,5 Prozent auslösen... Anders als die hässliche Karikatur einiger Viertel glauben macht, wollen nur Wenige Sozialleistungen. Nur 1,3 Prozent der Immigranten beantragen Einkommenshilfen und Unterstützung bei der Arbeitssuche."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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The Independent - Großbritannien | Montag, 21. August 2006
Die Tageszeitung kommentiert die Äußerungen Damian Greens, der bei den Konservativen für Immigrationsangelegenheiten zuständig ist und sich für eine Begrenzung der Zahl der Arbeitskräfte aus ... » mehr
Die Tageszeitung kommentiert die Äußerungen Damian Greens, der bei den Konservativen für Immigrationsangelegenheiten zuständig ist und sich für eine Begrenzung der Zahl der Arbeitskräfte aus Rumänien und Bulgarien nach dem EU-Beitritt beider Länder ausgesprochen hat. "Alle Versuche Großbritanniens, Bulgarien und Rumänien Restriktionen aufzuerlegen, die die anderen zehn neuen Mitgliedsländer nicht bekommen haben, müssen von diesen Ländern als beleidigend und diskriminierend empfunden werden... Mobilität ist einer der größten Werte der EU und sie hat der britischen Wirtschaft schon viele Dienste erwiesen. Vor zwei Jahren gehörte Großbritannien – neben Irland und Schweden – zu den einzigen Ländern, die keine Quoten für arbeitssuchende Europäer aus den neuen Mitgliedsstaaten eingeführt haben. Das war eine mutige und kluge Entscheidung. Es stimmt, dass die Zahl der nach Großbritannien drängenden Arbeitskräfte aus dem 'neuen' Europa frühe Schätzungen weit überstiegen hat, aber die große Mehrheit ist erfolgreich im Wirtschaftsprozess aufgegangen. Zu ihrem und zu unserem Vorteil."
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Irland
The Irish Times - Irland | Freitag, 30. März 2007
Die Zeitung analysiert die Resultate der jüngsten irischen Volkszählung, die am 29. März veröffentlicht wurden. "Die irische Bevölkerung ist mit 4,2 Millionen Menschen heute fast ... » mehr
Die Zeitung analysiert die Resultate der jüngsten irischen Volkszählung, die am 29. März veröffentlicht wurden. "Die irische Bevölkerung ist mit 4,2 Millionen Menschen heute fast doppelt so groß wie in den 1950er Jahren... Ganz deutlich wird, dass die Komplexität der irischen Gesellschaft in jeder Hinsicht zugenommen hat. Jeder Zehnte, der hier lebt, wurde nicht hier geboren. (Die Zahl der polnischen Einwohner hat sich zum Beispiel von 2002 bis 2006 verdreißigfacht.) Die religiöse Vielfalt nimmt zu, vor allem die Zahl der Menschen muslimischen und orthodoxen Glaubens sowie der Menschen ohne Glaubensbekenntnis, die schon die zweitgrößte Gruppe ausmachen... Es ist allerdings überhaupt nicht klar, ob unser politisches System mit dieser sich wandelnden Gesellschaft Schritt hält. Die Daten zeigen eine wachsende und dynamische Gesellschaft, aber auch die Herausforderungen, die diese Entwicklung mit sich bringt."
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The Irish Times - Irland | Mittwoch, 25. Januar 2006
Mary Harney, Irlands Gesundheitsministerin und stellvertretende Premierministerin, wendet sich gegen Forderungen, die Arbeitserlaubnis für EU-Bürger in Irland zu beschränken. Irland ist eines der wenigen "alten" ... » mehr
Mary Harney, Irlands Gesundheitsministerin und stellvertretende Premierministerin, wendet sich gegen Forderungen, die Arbeitserlaubnis für EU-Bürger in Irland zu beschränken. Irland ist eines der wenigen "alten" EU-Länder, die ihren Arbeitsmarkt nach der Erweiterung im Mai 2004 für die zehn neuen Mitglieder geöffnet haben. "Wo ist das offene, selbstbewusste, nach außen blickende Irland, für das wir mehr als 20 Jahre lang so sehr gekämpft haben und mit dem es uns so gut gegangen ist?... Wenn wir die Tür, die wir gerade erst geöffnet haben, jetzt wieder zuschlagen, dann wäre das missgünstig und irrational. Nicht zuletzt deshalb, weil wir sie ein paar Jahre später ohnehin wieder aufmachen müssten. Weder eine Festung Europa noch eine Festung Irland sind gut... Wir würden unsere besten Traditionen aufgeben und den Erfolg unserer wirtschaftlichen und sozialen Renaissance aufs Spiel setzen."
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Litauen
Lietuvos Rytas - Litauen | Mittwoch, 26. September 2007
In den vergangenen Jahren haben viele Litauer ihr Land verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Lange wurde dieses Thema totgeschwiegen, nun kommt es langsam in ... » mehr
In den vergangenen Jahren haben viele Litauer ihr Land verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Lange wurde dieses Thema totgeschwiegen, nun kommt es langsam in den litauischen Medien an, stellt Monika Bonckute fest, allerdings meist negativ. "Wer Litauen zu anderen Zwecken verlässt als für Urlaubsreisen, wird als Verräter betrachtet. Emigranten werden in der Regel nicht als Individuen gesehen, sondern als einheitliche Masse, die ihre Liebe zum Vaterland nicht hinreichend unter Beweis stellt. Als sei das Leben in Litauen etwas Heiliges."
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Postimees - Estland | Donnerstag, 11. Oktober 2007
In allen drei baltischen Staaten gibt es infolge von Auswanderung und einer gleichzeitig boomenden Wirtschaft zu wenig Arbeitskräfte. Nun versucht Litauen, mit einer Werbeaktion Bürger ... » mehr
In allen drei baltischen Staaten gibt es infolge von Auswanderung und einer gleichzeitig boomenden Wirtschaft zu wenig Arbeitskräfte. Nun versucht Litauen, mit einer Werbeaktion Bürger ins Land zurückzuholen. "Litauen hat ebenso hohe Wachstumsraten wie Estland, und der Arbeitskräftemangel ist dort so stark fühlbar, dass die politischen Führer endlich von Worten zu Taten übergegangen sind und einen Appell an die Hunderttausende von Wirtschaftsemigranten richteten. Die Informationsstellen, die nun in Westeuropa eingerichtet werden, sind vermutlich nicht genau das, was den im Ausland lebenden Litauern fehlt. Aber der Schritt zeigt zumindest, dass die Regierung ihre Bürger nicht vergessen hat. Noch wichtiger freilich wäre, mehr Wert auf die Schaffung menschenwürdiger Lebens- und Arbeitsbedingungen im eigenen Land zu legen."
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Estland
SL Õhtuleht - Estland | Dienstag, 25. September 2007
Estlands Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves hat im Ausland lebende Esten zur Rückkehr aufgefordert. In Estland herrscht Arbeitskräftemangel. Die Zeitung sieht das kritisch: » mehr
Estlands Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves hat im Ausland lebende Esten zur Rückkehr aufgefordert. In Estland herrscht Arbeitskräftemangel. Die Zeitung sieht das kritisch: "Seien wir ehrlich: Der Appell von Ilves ist nur rhetorisches Geplänkel. Wer es gewollt hätte, wäre schon längst nach Estland zurückgekommen. Dass dem nicht so ist, allen Reformen zum Trotz, ist eine Tatsache. Es bestand sogar die Möglichkeit, sein altes Eigentum zurückzuerhalten. Estland war offen für alle, die kommen wollten. Aber wer kam, waren Glückssucher und Abenteurer. Nur wenige sind wirklich geblieben und haben sich Estland angepasst... Man sollte sich lieber darum kümmern, dass keine qualifizierten Arbeitnehmer mehr aus Estland abwandern."
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Postimees - Estland | Montag, 21. August 2006
Während der Amtszeit des estnischen Premierministers Mart Laar wurde der Begriff vom "estnischen Wirtschaftswunder" und dem "baltischen Tiger" geprägt. Diese Erfolgsgeschichte sei mittlerweile gefährdet, meint Vambola Paavo. "Die Produktion in Estland lohnt sich nicht mehr für Unternehmen: » mehr
Während der Amtszeit des estnischen Premierministers Mart Laar wurde der Begriff vom "estnischen Wirtschaftswunder" und dem "baltischen Tiger" geprägt. Diese Erfolgsgeschichte sei mittlerweile gefährdet, meint Vambola Paavo. "Die Produktion in Estland lohnt sich nicht mehr für Unternehmen: Die Arbeitskräfte werden immer teurer, und die am besten Qualifizierten gehen ins Ausland zum Arbeiten. Trotzdem spricht Premierminister Ansip nach wie vor davon, dass alles gut geht und die jährliche Wachstumsrate bei elf Prozent liegt. Man mag ihm das verzeihen, schließlich ist er ursprünglich Chemiker, kein Finanzspezialist. Aber die Entwicklung verläuft im Augenblick eher zu Gunsten unserer südlichen Nachbarn in Lettland und Litauen. Das lettische Ventspils ist die Transitstrecke, über die das Öl von Ost nach West geht..."
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Postimees - Estland | Freitag, 4. August 2006
In Estland herrscht praktisch Vollbeschäftigung, immer mehr Branchen beklagen einen Mangel an Arbeitskräften und fordern verstärkte Zuwanderung. Ene-Margit Tiit ruft dagegen dazu auf, die vorhandenen ... » mehr
In Estland herrscht praktisch Vollbeschäftigung, immer mehr Branchen beklagen einen Mangel an Arbeitskräften und fordern verstärkte Zuwanderung. Ene-Margit Tiit ruft dagegen dazu auf, die vorhandenen Arbeitskräfte effektiver einzusetzen. "Arbeitskräftemangel ist bei uns kein neues Problem. Das gab es schon zu Sowjetzeiten, als die Effizienz gering war - und es wurde auf einfache Weise gelöst, denn Arbeitskräfte konnten aus anderen Sowjetrepubliken geholt werden. Die Masseneinwanderung war vor allem politisch gewollt, aber die Auswirkungen spüren wir bis heute... Heute wäre es sehr kurzsichtig, den Mangel wieder mit dem Import von Arbeitskräften lösen zu wollen, denn dies würde den sozialen Zusammenhalt und die Sicherheit der Gesellschaft überfordern... Vielmehr sollte Estland die Auswanderung von Arbeitskräften stoppen. Vorübergehende Auslandsaufenthalte von jungen Spezialisten mögen sinnvoll sein, aber die Massenflucht von Busfahrern, Krankenschwestern und Bauarbeitern, die im Ausland besser bezahlt werden, zeigt die Unfähigkeit der estnischen Wirtschafts- und Sozialpolitik."
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Postimees - Estland | Montag, 24. Juli 2006
Die estnische Wirtschaft wächst kräftig, nicht aber der Wohlstand der Bevölkerung, beklagt die Zeitung. "Der Grund, warum sich das Wirtschaftswachstum nicht in den Geldbeuteln bemerkbar macht, ist leicht zu erraten: » mehr
Die estnische Wirtschaft wächst kräftig, nicht aber der Wohlstand der Bevölkerung, beklagt die Zeitung. "Der Grund, warum sich das Wirtschaftswachstum nicht in den Geldbeuteln bemerkbar macht, ist leicht zu erraten: Der Erfolg der estnischen Firmen beruht nicht auf neuen Geschäftsideen, sondern auf der billigen Arbeitskraft. Und dann hören wir auch noch, dass es nicht möglich sei, das estnische Unternehmertum weiter zu entwickeln, weil es (infolge der starken Auswanderung) an Arbeitskräften fehle. Wenn aber die Leute nur die Wahl haben, ob sie einfache Arbeiten für einen niedrigen Lohn erledigen oder dieselbe Arbeit für mehr Geld anderswo machen, kann man ihnen keinen Vorwurf machen, wenn sie sich für die zweite Möglichkeit entscheiden."
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Lettland
Diena - Lettland | Dienstag, 12. September 2006
In Lettland herrscht in vielen Branchen Arbeitskräftemangel, weshalb verstärkt über Vor- und Nachteile von Zuwanderung debattiert wird. Aivars Ozolins plädiert dafür, den lettischen Arbeitsmarkt für Bulgaren und Rumänen zu öffnen, die in Kürze der EU beitreten. Aber wollen sie überhaupt nach Lettland kommen? "Höhere Löhne sind nur einer von vielen Faktoren, die Arbeitnehmer dazu bringen, ins Ausland zu gehen. Von großer Bedeutung sind auch Sprachkenntnisse, geografische Nähe und kulturelle Verbundenheit. Schon heute gibt es große bulgarische und rumänische Bevölkerungsgruppen in Italien, Spanien und Griechenland, und es ist unwahrscheinlich, dass sich der Strom nach dem EU-Beitritt nach Norden umleiten lässt. In jedem Fall ist legale Zuwanderung besser als illegale, die durch Beschränkungen entsteht. Lettland braucht keine Angst vor einem Massenzustrom bulgarischer Automechaniker und Bauarbeiter zu haben, ganz im Gegenteil: » mehr
In Lettland herrscht in vielen Branchen Arbeitskräftemangel, weshalb verstärkt über Vor- und Nachteile von Zuwanderung debattiert wird. Aivars Ozolins plädiert dafür, den lettischen Arbeitsmarkt für Bulgaren und Rumänen zu öffnen, die in Kürze der EU beitreten. Aber wollen sie überhaupt nach Lettland kommen? "Höhere Löhne sind nur einer von vielen Faktoren, die Arbeitnehmer dazu bringen, ins Ausland zu gehen. Von großer Bedeutung sind auch Sprachkenntnisse, geografische Nähe und kulturelle Verbundenheit. Schon heute gibt es große bulgarische und rumänische Bevölkerungsgruppen in Italien, Spanien und Griechenland, und es ist unwahrscheinlich, dass sich der Strom nach dem EU-Beitritt nach Norden umleiten lässt. In jedem Fall ist legale Zuwanderung besser als illegale, die durch Beschränkungen entsteht. Lettland braucht keine Angst vor einem Massenzustrom bulgarischer Automechaniker und Bauarbeiter zu haben, ganz im Gegenteil: Wir können nicht einmal darauf hoffen, dass sich unser immer stärker spürbarer Arbeitskräftemangel durch den Zuzug aus anderen EU-Ländern verringert."
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Diena - Lettland | Montag, 4. September 2006
Immer stärker macht sich in Lettland, vor allem in der Hauptstadt Riga, ein Mangel an Arbeitskräften bemerkbar. Anders als in Estland und Litauen, wo inzwischen nahezu Vollbeschäftigung herrscht, gibt es in Lettland aber noch rund sieben Prozent Arbeitslosigkeit. Angesichts eines ohnehin hohen nicht-lettischen Bevölkerungsanteils von über 30 Prozent wird eine Anwerbung von Gastarbeitern, beispielsweise aus der Ukraine, daher höchst kontrovers debattiert. Für Mareks Niklass ist Einwanderung nicht das geeignete Instrument: » mehr
Immer stärker macht sich in Lettland, vor allem in der Hauptstadt Riga, ein Mangel an Arbeitskräften bemerkbar. Anders als in Estland und Litauen, wo inzwischen nahezu Vollbeschäftigung herrscht, gibt es in Lettland aber noch rund sieben Prozent Arbeitslosigkeit. Angesichts eines ohnehin hohen nicht-lettischen Bevölkerungsanteils von über 30 Prozent wird eine Anwerbung von Gastarbeitern, beispielsweise aus der Ukraine, daher höchst kontrovers debattiert. Für Mareks Niklass ist Einwanderung nicht das geeignete Instrument: "Wir haben durchaus andere Möglichkeiten, die wir bekanntlich noch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen haben. Lettland hat eine niedrige Produktivität, die bei rund einem Drittel des Wertes in den alten EU-Staaten liegt. In Bereichen wie der Landwirtschaft und der Holzverarbeitung können wir nur durch niedrige Lohnkosten konkurrieren, und je mehr die Gehälter steigen, desto härter wird die Konkurrenz für die Unternehmer. Eine Erhöhung der Produktivität könnten wir dadurch erreichen, dass Unternehmer darauf verzichten, Arbeitskräfte extensiv zu nutzen und weniger auf Handarbeit, sondern mehr auf Anlagen setzen."
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Polen
Wprost Online - Polen | Samstag, 25. August 2007
Die deutsche Bundesregierung hat wegen Fachkräftemangels beschlossen, den Arbeitsmarkt ab 1. November 2007 für Maschinenbau- und Elektroingenieure aus den zwölf neuen EU-Ländern zu öffnen. Małgorzata ... » mehr
Die deutsche Bundesregierung hat wegen Fachkräftemangels beschlossen, den Arbeitsmarkt ab 1. November 2007 für Maschinenbau- und Elektroingenieure aus den zwölf neuen EU-Ländern zu öffnen. Małgorzata Zdziechowska fordert, Deutschland sollte darüber hinaus wie Großbritannien die Hürden für alle Berufsgruppen abschaffen. "Der Mangel an Arbeitskräften wird zu einer ernsthaften Bremse für die wirtschaftliche Entwicklung. Die daraus resultierenden Verluste werden auf 20 Milliarden Euro im Jahr geschätzt. Trotzdem entscheiden sich unsere westlichen Nachbarn nur zu einer begrenzten und kontrollierten Öffnung des Arbeitsmarktes... Die Deutschen sehen in Arbeitskräften aus dem Osten vor allem eine Bedrohung und keine Chance - entgegen aller Logik und trotz wirtschaftlicher Fakten. Die britische Wirtschaft blüht heute dank der Arbeitskräfte aus dem Osten, die deutsche entwickelt sich langsamer als sie könnte, wegen des Mangels an Arbeitskräften."
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Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Donnerstag, 19. Juli 2007
Die britische Buchhandelskette Borders hat polnischsprachige Bücher in ihr Sortiment aufgenommen. Literaturkritikerin Magdalena Miecznicka nimmt das zum Anlass, über die heutige Generation polnischer Auswanderer nachzudenken: » mehr
Die britische Buchhandelskette Borders hat polnischsprachige Bücher in ihr Sortiment aufgenommen. Literaturkritikerin Magdalena Miecznicka nimmt das zum Anlass, über die heutige Generation polnischer Auswanderer nachzudenken: "Die Polen im Ausland sind nicht mehr eine Nation der Sparer, die jeden verdienten Cent in den Strumpf stecken, um ihn dann nach Polen zu schicken. Wenn Borders in Birmingham, Dublin und in der Oxford Street in London polnische Bücher anbietet, ist das ein Zeichen dafür, dass sich die polnischen Emigranten eingelebt haben und sich mehr leisten können als Dosenfleisch. Ihre Mentalität hat sich verändert. Sie wollen im fremden Land das Leben genießen und nicht nur arbeiten, so wie die armen Ukrainerinnen in Polen, die hier noch nie im Kino waren."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Samstag, 5. Mai 2007
Der Journalist Witold Gadomski beklagt die europäische Kleinstaaterei und plädiert für mehr Flexibilität in der EU. "Eines der grundlegenden Prinzipien der EU ist die Freizügigkeit, ... » mehr
Der Journalist Witold Gadomski beklagt die europäische Kleinstaaterei und plädiert für mehr Flexibilität in der EU. "Eines der grundlegenden Prinzipien der EU ist die Freizügigkeit, die das Recht auf freie Wahl des Wohn- und Arbeitsortes in einem anderen Land einschließt. Warum machen so wenige Europäer davon Gebrauch? Der Grund sind die Vielfalt der Sprachen und Kulturen, das Gefühl der Fremdheit und die schlechteren Chancen auf beruflichen Aufstieg in einem anderen Land. Die EU ist immer noch ein Sammelsurium von 27 Staaten, deren Regierungen eine Politik betreiben, die auf die Verwirklichung von Partikularinteressen abzielt. Politische Parteien machen sich nationalistische Ressentiments zu Nutze. Die größten europäischen Nationen – Frankreich und Deutschland – sehen nicht ein, dass sie von den kleineren und ärmeren Nachbarn etwas Neues lernen könnten. Zu einer wirklichen Integration der EU kommt es erst, wenn eine große Wanderung der europäischen Völker beginnt - in einem viel größerem Ausmaß als die heutige Arbeitsmigration aus Mitteleuropa."
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Rumänien
Revista 22 - Rumänien | Montag, 13. August 2007
Schätzungen zufolge leben zwischen 1,2 Millionen und 3,4 Millionen Rumänen im Ausland, schreibt Ilie Serbanescu und kommentiert die Folgen für den heimischen Arbeitsmarkt. "Für ein Land, das an seine Zukunft denkt, gleicht die Zahl einem Weltuntergang: » mehr
Schätzungen zufolge leben zwischen 1,2 Millionen und 3,4 Millionen Rumänen im Ausland, schreibt Ilie Serbanescu und kommentiert die Folgen für den heimischen Arbeitsmarkt. "Für ein Land, das an seine Zukunft denkt, gleicht die Zahl einem Weltuntergang: Von den 4,5 Millionen Rumänen, die einer vertraglich geregelten Arbeit nachgehen, sind 75 Prozent im Ausland tätig. Vorläufig jauchzt die politische Klasse vor Glück, dass es in Rumänien keine Probleme mit der Arbeitslosigkeit gibt, und dass das Geld, das die im Ausland arbeitenden Rumänen nach Hause schicken, das grotesk hohe und gefährliche Außenhandelsdefizit teilweise deckt. Wie lange das noch funktioniert, kann niemand genau voraussagen. Eins aber ist klar, die Blase wird platzen, ... und dann wird der Jammer groß sein."
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Evenimentul Zilei - Rumänien | Mittwoch, 14. März 2007
In den kommenden Monaten will die rumänische Regierung Maßnahmen ergreifen, die Auswanderer zur Rückkehr ins Land bewegen sollen. Marius Draghici empfiehlt den Ausgewanderten jedoch, sich eine Rückkehr reiflich zu überlegen: » mehr
In den kommenden Monaten will die rumänische Regierung Maßnahmen ergreifen, die Auswanderer zur Rückkehr ins Land bewegen sollen. Marius Draghici empfiehlt den Ausgewanderten jedoch, sich eine Rückkehr reiflich zu überlegen: "Die Politiker, die in den vergangenen 17 Jahren das Land ruiniert haben, die Oligarchen, die die Wirtschaft und die Macht in ihren Händen halten, die Funktionäre, die uns gedemütigt haben, kommen nun mit der Rechnung zu uns... Kommt nicht nach Hause! Rumänien ist fern jeder europäischen Normalität. Es ist immer noch arm und korrupt. Ich weiß, wie schwer es für euch ist. Ich weiß, dass ihr fern eurer Kinder und Familien seid. Helft euren Eltern mit Geld. Nehmt eure Kinder und bringt sie auf Schulen in Europa. Spart Geld für euer Alter. Bleibt draußen, ihr habt es verdient... Ihr solltet erst in dem Augenblick zurückkommen, wenn ihr überzeugt seid, dass dieses Land euch gehört, euren Kindern und Enkeln, aber nicht einer Mafia-Bande!"
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Ungarn
Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 6. März 2007
In Ungarn sorgte kürzlich ein öffentlich gewordenes internes Regierungspapier zur Migrationspolitik für Aufregung. Politiker der rechtskonservativen Opposition warnten daraufhin, "eine Million Asiaten" wollten nach Ungarn einwandern. Der Soziologe Attila Melegh kommentiert: » mehr
In Ungarn sorgte kürzlich ein öffentlich gewordenes internes Regierungspapier zur Migrationspolitik für Aufregung. Politiker der rechtskonservativen Opposition warnten daraufhin, "eine Million Asiaten" wollten nach Ungarn einwandern. Der Soziologe Attila Melegh kommentiert: "Derzeit leben mehrere hunderttausend Ausländer legal in Ungarn, meist Mitglieder der ungarischen Minderheit aus den Nachbarländern, aber auch Menschen anderer Herkunft. Doch wenn man die Migrationsbewegungen betrachtet, stellt man fest, dass Ungarn zu den europäischen Ländern mit der niedrigsten Migrationsquote gehört. Ungarn ist kein begehrtes Ziel für Migranten, obwohl es in der EU ist. Verschiedene Faktoren erschweren die Einwanderung: der Arbeitsmarkt, unsichere Arbeitsplätze und die Sprache. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Bevor wir also – egal ob liberal oder national eingestellt – über künftige Migranten reden, sollten wir das Geschehen beobachten und fragen, was wir für das Wohl der ungarischen und ausländischen Mitbürger in unserem Land tun können."
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Heti Világgazdaság - Ungarn | Donnerstag, 16. November 2006
Noch haben sich nicht alle 25 EU-Staaten entschieden, ob sie ihren Arbeitsmarkt ab 2007 für rumänische und bulgarische Arbeitnehmer öffnen. Ungarn sollte das unbedingt tun, ... » mehr
Noch haben sich nicht alle 25 EU-Staaten entschieden, ob sie ihren Arbeitsmarkt ab 2007 für rumänische und bulgarische Arbeitnehmer öffnen. Ungarn sollte das unbedingt tun, findet Györgyi Kocsis. "Polen hat bereits Offenheit signalisiert, aber auch Finnland, Tschechien, Schweden und die Slowakei fürchten sich nicht vor den bulgarischen Klempnern... Deutschland und Österreich verschließen sich komplett, und Ungarn schweigt... Die bislang veröffentlichten halboffiziellen Stellungnahmen lassen darauf schließen, dass es Beschränkungen bei der Arbeitsaufnahme rumänischer und bulgarischer Staatsbürger geben wird. Das wäre aber für Ungarn wirtschaftlich schädlich, politisch nicht vertretbar und gänzlich überflüssig. Ungarn wird vom EU-Haushalt unterstützt, und es ist nicht zu erwarten, dass das Land bald zum Nettoeinzahler wird. Folglich kann es die noch ärmeren neuen Mitglieder kaum finanziell unterstützen. Doch mit der Öffnung des Arbeitsmarktes könnte Ungarn sein moralisches Verantwortungsgefühl unter Beweis stellen."
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Népszabadság - Ungarn | Freitag, 23. Dezember 2005
Der ehemalige Bildungsminister Zoltan Pokorni denkt besorgt an die Zeit nach 2011, wenn die Freizügigkeit ungarischer Arbeitnehmer von den alten EU-Mitgliedsstaaten nicht mehr beschränkt werden darf: » mehr
Der ehemalige Bildungsminister Zoltan Pokorni denkt besorgt an die Zeit nach 2011, wenn die Freizügigkeit ungarischer Arbeitnehmer von den alten EU-Mitgliedsstaaten nicht mehr beschränkt werden darf: "Das ist einerseits erfreulich, es kann aber auch gefährlich werden. Der Staat wird keine administrativen Mittel mehr in der Hand haben, die Abwanderung seiner besten Arbeitnehmer zu verhindern, kein Visum und keine Landesgrenzen im herkömmlichen Sinne mehr... Ist es nicht schädlich für Ungarn, wenn plötzlich Hunderttausende der ambitioniertesten, erfolgsorientierten, hoch qualifizierten jungen Menschen das Land verlassen?"
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Bulgarien
Sme - Slowakei | Donnerstag, 26. Oktober 2006
Die bulgarische Chefunterhändlerin für den EU-Beitritt und künftige EU-Kommissarin ihres Landes, Maglena Kuneva, äußert sich enttäuscht darüber, dass sich die meisten alten EU-Länder gegen Arbeitskräfte aus Bulgarien abschotten wollen. Im Interview mit Stefan Hudec sagt sie: » mehr
Die bulgarische Chefunterhändlerin für den EU-Beitritt und künftige EU-Kommissarin ihres Landes, Maglena Kuneva, äußert sich enttäuscht darüber, dass sich die meisten alten EU-Länder gegen Arbeitskräfte aus Bulgarien abschotten wollen. Im Interview mit Stefan Hudec sagt sie: "Die Freizügigkeit der Menschen gehört zu den Grundpfeilern der EU. Auf der einen Seite wollen wir höhere Konkurrenzfähigkeit und auf der anderen Seite schlagen wir uns gegenseitig die Türen vor der Nase zu. Die Großzügigkeit der Briten, Iren und Schweden gegenüber den zehn letzten Beitrittsländern war für mich in Bulgarien ein gern benutztes Argument für die EU. Ich habe erwartet, dass man sich uns gegenüber genauso verhält. Bulgarien ist für niemanden eine Bedrohung."
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Tschechien
Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 15. März 2006
Nach Spanien, Portugal und Finnland hat jetzt auch Frankreich angekündigt, seinen Arbeitsmarkt schrittweise für Osteuropäer der EU öffnen zu willen. Jan Machacek begrüßt das: » mehr
Nach Spanien, Portugal und Finnland hat jetzt auch Frankreich angekündigt, seinen Arbeitsmarkt schrittweise für Osteuropäer der EU öffnen zu willen. Jan Machacek begrüßt das: "Für die freiheitsliebenden Tschechen ist das wichtiger als alle Subventionen aus Brüsseler Fonds. Der EU-Beitritt hatte bislang einen unangenehmen Beigeschmack, wurde uns doch die grundlegende Freiheit genommen, zu arbeiten und uns niederzulassen, wo wir wollen... Die jetzige Öffnung des französischen Arbeitsmarktes ist ein psychologischer Wendepunkt... Jetzt werden auch die Schutzargumente von Österreich und Deutschland für ihre Arbeitsmärkte unhaltbar. Aber statt die Nachbarn zu kritisieren, sollten wir uns fragen, ob wir selbst bereit sind, unseren Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren zu öffnen."
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Slowakei
La Tribune - Frankreich | Dienstag, 24. Oktober 2006
Den Statistiken der slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAIA) zufolge hat die Hälfte der slowakischen Studenten vor, nach Abschluss ihres Studiums das Land zu verlassen. "Dieses ... » mehr
Den Statistiken der slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAIA) zufolge hat die Hälfte der slowakischen Studenten vor, nach Abschluss ihres Studiums das Land zu verlassen. "Dieses Ausbluten, das seit dem slowakischen EU-Beitritt im Mai 2004 noch zugenommen hat, beginnt schon jetzt, sich auf das Wirtschaftswachstum auszuwirken", bemerkt der Journalist Damien Leteiller. "Der derzeitige slowakische Premierminister Robert Fico, der seinem ultraliberalen Vorgänger vorgeworfen hat, die 'Flucht der Gehirne' und die Abwanderung von 400 000 Menschen – meist in EU-Länder – zugelassen zu haben, hofft, eine Trendwende herbeiführen zu können. Vier Monate nach seinem Amtsantritt... geschieht eher das Gegenteil... Und das Phänomen hat sich dadurch verstärkt, dass zahlreiche junge Slowaken zum Studieren ins Ausland gehen, vor allem nach Tschechien oder nach Ungarn."
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Spanien
El País - Spanien | Freitag, 24. August 2007
Mehr als eine Million Briten leben in Spanien. Joseba Elola ist diesem Phänomen in dem kleinen Ort San Fulgencio nachgegangen: » mehr
Mehr als eine Million Briten leben in Spanien. Joseba Elola ist diesem Phänomen in dem kleinen Ort San Fulgencio nachgegangen: "Sonnenbräune und Shorts, in Flipflops arbeiten. E-Mails checken, einen Espresso schlürfen, ein paar Telefonate machen, eine Bahn im Pool schwimmen... Colin Samlley hat es schnell kapiert: Hoch lebe das Internet, es lebe Spanien. Adieu ihr tristen Wolken in Middlesbrough, herzlich Willkommen in San Fulgencio. Seit zweieinhalb Jahren bewohnt der 55jährige englische Unternehmer ein Haus mit Swimmingpool in dem neuen Wohnbereich La Marina, der innerhalb von zehn Jahren das Dörfchen San Fulgencio eingekesselt hat. Nach Angaben des spanischen Statistikamtes ist die Bevölkerung des Ortes zu 48,8 Prozent britisch, so dass die jungen Menschen dort ihn bereits 'Klein-England' getauft haben."
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Portugal
Diário de Notícias - Portugal | Freitag, 3. August 2007
Die Zeitung kommentiert das neue portugiesische Einwanderungsgesetz. Ausländische Unternehmer können nun automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. "Das Gesetz spricht von 'unternehmerischen Immigranten'. Doch das ist irreführend... ... » mehr
Die Zeitung kommentiert das neue portugiesische Einwanderungsgesetz. Ausländische Unternehmer können nun automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. "Das Gesetz spricht von 'unternehmerischen Immigranten'. Doch das ist irreführend... Der Chinese, der bei uns einen Laden aufmacht, wird keine Regulierung beantragen können. Der Grundgedanke des Gesetzes ist es, Großunternehmen, die in Portugal investieren wollen und bereits über Kapital oder einen Kredit verfügen, anzulocken... Er lässt alle 'Bauunternehmer' außen vor. Auf diese Bezeichnung greifen die meisten Einwanderer zurück, wenn sie in Portugal ankommen. Es ist aber interessant, dass uns dieses Gesetz den Ländern annähert, denen es gelungen ist, die Energie von Einwanderern zu nutzen, um ihr Land zu entwickeln. Mit dieser Energie sind die USA, Brasilien, Großbritannien oder Frankreich aufgebaut worden."
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Diário de Notícias - Portugal | Montag, 19. März 2007
Am 15. März hat die spanische Polizei 71 Portugiesen befreit, die in der nordspanischen Provinz Navarra wie Sklaven gehalten wurden. Joana Amaral Dias schreibt dazu: » mehr
Am 15. März hat die spanische Polizei 71 Portugiesen befreit, die in der nordspanischen Provinz Navarra wie Sklaven gehalten wurden. Joana Amaral Dias schreibt dazu: "Der Staat hilft den fünf Millionen portugiesischen Auswanderern wenig. Wenn er sich nun überrascht gibt von dem, was in Navarra passiert ist, ist das zynisch. Man weiß seit langem, dass tausende von portugiesischen Arbeitskräften im Ausland drangsaliert werden... Man muss sich aber auch der Tatsache bewusst sein, dass diese Dinge auch hier passieren - mit ausländischen Mitbürgern. Portugal empört sich, wenn es sich um Landsleute handelt, und protestiert nicht, wenn es um die Ausbeutung afrikanischer Einwanderer oder Migranten aus dem Osten geht. Das Land ist zunehmend überzeugt, dass es nicht mehr Auswanderungs-, sondern Einwanderungsland ist. Portugal steckt den Kopf in den Sand: Es bestreitet, dass es Einwanderer ausbeutet und dass es im Ausland portugiesische Auswanderer gibt. Mit dem Ergebnis, dass so etwas wie in Navarra passiert."
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Niederlande
Trouw - Niederlande | Montag, 14. August 2006
"Die zentrale Statistikbehörde hat vergangene Woche mitgeteilt, dass die Niederlande europaweit das größte Einwanderungsdefizit haben", beklagt die Zeitung. "Im ersten Halbjahr hat das Land 63.000 ... » mehr
"Die zentrale Statistikbehörde hat vergangene Woche mitgeteilt, dass die Niederlande europaweit das größte Einwanderungsdefizit haben", beklagt die Zeitung. "Im ersten Halbjahr hat das Land 63.000 Menschen verloren... Das ist eine beunruhigende Nachricht. Die Niederlande sind offensichtlich nicht attraktiv. Das liegt auch an der Politik, denn die Niederlande werden von Angst und Beklommenheit regiert. Wir haben in den vergangenen Jahren alles in unseren Kräften Stehende getan, dieses Land für Wirtschaftsflüchtlinge unattraktiv zu machen, was allerdings dazu geführt hat, dass das auch die Arbeiter abschreckt, die wir in Zukunft brauchen. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung Immigration nicht nur als ein Phänomen sieht, das man bekämpfen muss, sondern auch als etwas, was notwendig und gut ist."
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Wprost Online - Polen | Donnerstag, 29. Juni 2006
Die niederländische Arbeitsvermittlungsagentur Axidus, die polnische Arbeitnehmer nach Holland holt, will für diese eine eigene Siedlung bauen, mit Wohnhäusern, polnischen Geschäften und einer Kirche. Das soll die Polen vor zunehmender Ablehnung der Niederländer schützen. Anna Pajak kommentiert: » mehr
Die niederländische Arbeitsvermittlungsagentur Axidus, die polnische Arbeitnehmer nach Holland holt, will für diese eine eigene Siedlung bauen, mit Wohnhäusern, polnischen Geschäften und einer Kirche. Das soll die Polen vor zunehmender Ablehnung der Niederländer schützen. Anna Pajak kommentiert: "Die Niederlande sind ein Vorreiter, aber nur wenn es um die Toleranz gegenüber Prostitution, Euthanasie, Abtreibung und leichten Drogen geht... Ist die niederländische Toleranz und Gastfreundschaft Vergangenheit? Wohl ja, wenn dort Ideen entstehen, wie der Bau einer Extra-Siedlung für Polen... Sie erinnert an ein Ghetto. Es fehlt nur noch eine Mauer drumherum."
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Österreich
Der Standard - Österreich | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Noch vor Jahresende sollen die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien, Polen, der Slowakei, Slowenien und Ungarn wegfallen - die 2004 beigetreten EU-Mitgliedstsstaten gehören dann dem Schengenraum an. Österreichisches Bundesheer soll dennoch einige Kilometer weiter im Landesinneren patrouillieren. Außerdem bleibt der österreichische Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus Osteuropa gesperrt. Alexandra Föderl-Schmid ist empört: » mehr
Noch vor Jahresende sollen die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien, Polen, der Slowakei, Slowenien und Ungarn wegfallen - die 2004 beigetreten EU-Mitgliedstsstaten gehören dann dem Schengenraum an. Österreichisches Bundesheer soll dennoch einige Kilometer weiter im Landesinneren patrouillieren. Außerdem bleibt der österreichische Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus Osteuropa gesperrt. Alexandra Föderl-Schmid ist empört: "Bei der Umsetzung der Arbeitsmarktregelung ab 2009 dürfte Österreich auch mit der EU-Kommission Schwierigkeiten bekommen. Die Kommission will eine Begründung dafür, dass die Schutzklauseln weiter in Kraft bleiben können... Die Vorteile des Fallens des Eisernen Vorhangs werden auf ökonomischem Gebiet genutzt, aber im politischen Bereich hat es Österreich nicht geschafft, sich in Mitteleuropa als integrative Kraft zu profilieren."
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Luxemburg
Le Jeudi - Luxemburg | Montag, 29. Mai 2006
"Das geplante Einwanderungsgesetz gibt Anlass darüber nachzudenken, wie das Großherzogtum in der Vergangenheit und in der Zukunft mit seinen Einwanderern umgeht", schreibt die Wochenzeitung. "Ein ... » mehr
"Das geplante Einwanderungsgesetz gibt Anlass darüber nachzudenken, wie das Großherzogtum in der Vergangenheit und in der Zukunft mit seinen Einwanderern umgeht", schreibt die Wochenzeitung. "Ein neues Gesetz solle erst gemacht werden, wenn man über Immigration nach Luxemburg und über die Schwierigkeit des Zusammenlebens gründlich nachgedacht habe, meint der für Integration zuständige Minister Nicolas Schmit. Glücklicherweise sind wir ein Einwanderungsland. Ohne Einwanderer hätten wir schwerwiegende Probleme - wirtschaftlich und mit unseren Sozialsystemen. Wir müssen eine gezieltere Politik betreiben, in verschiedenen Bereichen... Justizminister Luc Frieden bereitet ein Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft vor. Wer zehn Jahre im Lande lebt, kann sie bekommen, aber das ist schwieriger als eingebürgert zu werden. Und man muss einen Sprachtest bestehen... Um 'gesteuerte Einwanderung', von der man derzeit in Frankreich so gern spricht, kann es nicht gehen. Dieser Begriff ist politisch zu überladen, auch wenn wir in gewisser Weise gesteuerte Einwanderung durch Verträge zur Anwerbung von Arbeitskräften praktiziert haben."
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Schweiz
24 heures - Schweiz | Freitag, 1. Juni 2007
In einem gestern vorgelegten Bericht über Arbeitnehmerfreizügigkeit stellen die Schweizer Behörden einen positiven Effekt fest. Caroline Zuercher erinnert daran, dass "die Freizügigkeit zwischen der Schweiz ... » mehr
In einem gestern vorgelegten Bericht über Arbeitnehmerfreizügigkeit stellen die Schweizer Behörden einen positiven Effekt fest. Caroline Zuercher erinnert daran, dass "die Freizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU, zudem die Ausdehnung auf die neuen Mitgliedsstaaten, schlimmste Befürchtungen erzeugt hatte. Man fürchtete, dass der Ansturm von Arbeitskräften aus dem Osten den Markt kaputt machen würde. Das ist nicht der Fall... Die Deutschen stellen die größte Einwanderungsgruppe in die Schweiz - weit vor den Portugiesen und Franzosen... Die Wirtschaft braucht vor allem gut bis sehr gut ausgebildete Arbeiter. Für die Unternehmen sind diese Einwanderer also keine schlechte Sache. Doch vor allem das Schreckgespenst des polnischen Klempners erscheint heute erledigt, denn nach den ersten Erfahrungen ist die Zuwanderung aus dem Osten 'moderat'. Der 'Feind', den viele haben kommen sehen, kommt nicht von dort, wo man ihn vermutet hat."
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Belgien
La Libre Belgique - Belgien | Dienstag, 10. April 2007
Belgien gehört zu den Ländern, die 2004 die Aufnahme von Arbeitskräften aus den neuen EU-Beitrittsländern begrenzt hat. Für Vincent Rocour "deutet nichts darauf hin, dass ... » mehr
Belgien gehört zu den Ländern, die 2004 die Aufnahme von Arbeitskräften aus den neuen EU-Beitrittsländern begrenzt hat. Für Vincent Rocour "deutet nichts darauf hin, dass die Ankunft ganzer Kohorten von polnischen Maurern oder rumänischen Krankenschwestern auf dem wallonischen Arbeitsmarkt bevorsteht". Er kritisiert "das widersprüchliche Signal an die neuen europäischen Länder, die ihren Markt vollständig für unsere Unternehmen öffnen und umgekehrt Einreisebeschränkungen für ihre Arbeitnehmer in unsere Länder hinnehmen müssen. 2009 müssen die Mitgliedsländer entscheiden, ob sie an der Einschränkung der Freizügigkeit festhalten wollen, die die meisten bis heute haben. Es wäre wünschenswert, wenn Belgien bei dieser Gelegenheit aufhören würde, ein Europa zu akzeptieren, in dem die einen erster Klasse reisen dürfen und die anderen in der zweiten Klasse bleiben müssen."
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Deutschland
taz - Deutschland | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Vor einem Jahr hat sich Deutschland ein Zuwanderungsgesetz gegeben, Lukas Wallraff zieht eine erschütternde Bilanz: » mehr
Vor einem Jahr hat sich Deutschland ein Zuwanderungsgesetz gegeben, Lukas Wallraff zieht eine erschütternde Bilanz: "Das erste deutsche Zuwanderungsgesetz hat sich schon jetzt als grandioser Erfolg erwiesen - für die USA, Großbritannien und alle anderen Länder, die weltweit nach Spitzenkräften suchen. Im Wettbewerb um die besten Köpfe sind sie einen Konkurrenten los, Deutschland ist so gut wie ausgeschieden. Ganze 900 Fachleute verirrten sich in diesem Jahr noch hierher - ein bemerkenswerter Rückgang. Bevor das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft trat, waren jährlich immerhin 2.200 ausländische Experten mit einer Greencard ins Land gekommen."
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