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Notwendige Aufklärung oder Instrumentalisierung?


Die Zeitungen diskutieren über den richtigen Umgang mit den Akten der ehemaligen kommunistischen Geheimdienste, veröffentlichen Enthüllungen über prominente Spitzel und fordern politische Konsequenzen.


euro|topics-Dossiers zum Thema ehemalige kommunistische Geheimdienste

Top-Thema vom Mittwoch, 23. Mai 2007

Die Geheimdienst-Vergangenheit von Ryszard Kapuscinski

Die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Polen schlägt neue Wellen. Ein polnisches Wochenmagazin hat nun aufgedeckt, dass der international bekannte Starreporter Ryszard Kapuscinski Berichte für ... » mehr


Top-Thema vom Dienstag, 15. Mai 2007

Diskussion über Geheimdienstakten in Polen

Das polnische Verfassungsgericht hat am Freitag, den 11. Mai 2007 das umstrittene Lustrations-Gesetz in mehreren Punkten für verfassungswidrig erklärt, wonach große Teile der Gesellschaft ihre ... » mehr


Top-Thema vom Donnerstag, 26. April 2007

Bronislaw Geremek fordert die polnische Regierung heraus

Der polnische Europaparlamentarierer Bronislaw Geremek verweigert es, sich nach dem neuen polnischen Lustrationsgesetz erneut auf Geheimdienstmitarbeit überprüfen zu lassen und gefährdet damit sein europäisches Mandat. ... » mehr


Top-Thema vom Donnerstag, 15. März 2007

Die Durchleuchtung der polnischen Gesellschaft

Seit heute gilt in Polen ein Gesetz, das Journalisten, Hochschuldozenten, Lehrer, Anwälte und Politiker verpflichtet, offen zu legen, ob sie während des Kommunismus mit dem ... » mehr


Top-Thema vom Freitag, 12. Januar 2007

Polen arbeitet seine Vergangenheit auf

Bisher hat sich Polen nur zögerlich an die Aufarbeitung seiner kommunistischen Vergangenheit gemacht. Doch nach dem Amtsverzicht des Warschauer Erzbischofs Stanislaw Wielgus ist die Debatte ... » mehr


Top-Thema vom Montag, 8. Januar 2007

Die Kirche und der kommunistische Geheimdienst

Die katholische Kirche in Polen steckt in einer dramatischen Krise: » mehr



Allgemein

Dnevnik - Bulgarien | Freitag, 1. Juni 2007

Renaissance der KGB-Ideologie

In Rumänien bestimmen ehemalige Securitate-Leute aktiv die politische Tagesordnung, und in Bulgarien kandidieren ehemalige Stasi-Mitarbeiter für das Europaparlament. Ist in Europa eine Renaissance der KGB-Ideologie im Gange, fragt Kommentator Alexander Andreew und meint: » mehr


The Irish Times - Irland | Freitag, 13. April 2007

Die Geheimdienstvergangenheit von Zygmunt Bauman

Die irische Tageszeitung berichtet über einen Artikel des polnischen Historikers Bogdan Musial, der in der deutschen Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. März 2007 die Geheimdienst-Vergangenheit ... » mehr


L'Hebdo - Schweiz | Donnerstag, 22. März 2007

Jaques Pilet über das polnische Lustrationsgesetz

Jacques Pilet kommentiert das polnische Lustrationsgesetz, das am 15. März in Kraft getreten ist und mehrere hunderttausend Polen dazu zwingt offenzulegen, ob sie mit dem kommunistischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben. "Kein anderes osteuropäisches Land ist so weit gegangen. Aus gutem Grund: » mehr


România Liberă - Rumänien | Dienstag, 20. März 2007

Vergangenheitsbewältigung in Osteuropa

Der Politikexperte Cristian Pirvulescu kommentiert das polnische Gesetz zur Pflicht zur Offenlegung der Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst, das so genannte "Lustrationsgesetz", das seit einer Woche in Kraft ist, mit Blick auf die Vergangenheitsbewältigung in anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks. "In den osteuropäischen Ländern steht, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, der Antikommunismus auf der Tagesordnung. Dort wo Regierungen auf der Basis von Koalitionen entstanden sind, denen frühere kommunistische Parteien angehören, ist die Leidenschaft für die Lustration eher gering (Ungarn und Bulgarien), in anderen Fällen ist die Situation diametral entgegengesetzt (Polen und Tschechien). In Rumänien hat der Enthusiasmus zur Vergangenheitsbewältigung mit dem EU-Beitritt nachgelassen. Die politische Krise hat ihr den Rest gegeben: » mehr



Polen

Gazeta Wyborcza - Polen | Dienstag, 12. Juni 2007

Wałęsas Stasi-Akte im Internet

500 Seiten seiner Geheimdienst-Akte hat der frühere polnische Präsident und Arbeiterführer Lech Wałęsa am Sonntag auf einer eigenen Homepage veröffentlicht. Seit zwei Jahren erhält er die Dokumente vom Institut für nationales Gedenken (IPN). 70 Bände hatte der frühere polnische Geheimdienst über Wałęsa gesammelt, die wichtigsten von August 1980 wurden jedoch vernichtet. Im Interview mit Krzysztof Katka erklärt Wałęsa seinen Schritt: » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Samstag, 12. Mai 2007

Polnisches Lustrationsgesetz teilweise verfassungswidrig

Das polnische Verfassungsgericht hat am Freitag das so genannte Lustrationsgesetz zur Aufdeckung der Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst in weiten Teilen aufgehoben. Zudem darf dem linksliberalen Europa-Abgeordneten Bronislaw Geremek sein Abgeordnetenmandat nicht aberkannt werden. In der Gazeta Wyborcza, die von Anfang an gegen das Gesetz gekämpft hatte, kommentiert Jaroslaw Kurski: » mehr


Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Freitag, 11. Mai 2007

Polnische Regierung attackiert das Verfassungsgericht

Der Streit um das polnische Lustrationsgesetz, nach dem 700.000 Polen eine Erklärung über ihre mögliche Geheimdienstmitarbeit abgeben müssen, eskaliert. Einen Tag bevor das Verfassungsgericht sein Urteil über das Gesetz verkünden wollte, berief die Regierung am Donnerstag zwei Verfassungsrichter mit der Begründung ab, sie seien früher Geheimdienst-Mitarbeiter gewesen. Chefredakteur Robert Krasowski empört sich über diesen "Lustrationskrieg": » mehr


Le Monde - Frankreich | Freitag, 27. April 2007

Bronislaw Geremek plädiert für das demokratische Polen

"Ich musste mehrmals Erklärungen unterschreiben, dass ich nicht mit den kommunistischen Geheimdiensten zusammengearbeitet habe", schreibt Bronislaw Geremek in einem Text, den die Tageszeitung publiziert. "2004, ... » mehr


Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 21. März 2007

Polen wehrt sich gegen ausländische Kritik am Lustrationsgesetz

Die Zeitung zitiert das fast durchgängig negative europäische Presseecho auf das neue polnische Gesetz zur Pflicht zur Offenlegung der Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst, das so genannte "Lustrationsgesetz". Rafal Ziemkiewicz kommentiert sarkastisch: » mehr


El Periódico de Catalunya - Spanien | Freitag, 16. März 2007

Ist Polen ein zweites Haider-Österreich?

Für die Zeitung gleicht das gestern in Kraft getretene Lustrationsgesetz in Polen einer "Hexenjagd". "Diese beispiellose Maßnahme widerspricht dem europäischen Menschrechtsverständnis und der individuellen Freiheit, ... » mehr


Polityka Online - Polen | Mittwoch, 28. Februar 2007

Ein Buch über die Geheimdienstverstrickungen der polnischen Kirche

Auf das 600 Seiten starke Buch des Priesters Tadeusz Isakowicz-Zaleski "Die Priester angesichts des Geheimdienstes" hat Polen mit Spannung gewartet. Gestern ist es erschienen und dokumentiert, wie sich einerseits vier spätere Bischöfe auf eine Zusammenarbeit mit der polnischen Staatssicherheit einließen, wie sich anderseits aber auch zwei heutige Kardinäle trotz Repressalien einer Mitarbeit verweigerten. Adam Szostkiewicz misst dem Werk große Bedeutung bei: » mehr


Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Freitag, 19. Januar 2007

Die Geheimdienst-Verstrickung polnischer Schriftsteller

In Polen wird derzeit viel über die Bespitzelung durch den ehemaligen kommunistischen Geheimdienst SB debattiert. Die Autorin Joanna Siedlecka beschreibt in ihrem 2005 erschienen Buch ... » mehr


Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Freitag, 5. Januar 2007

Stasi-Vorwürfe gegen neuen Warschauer Erzbischof

An diesem Sonntag soll Stanislaw Wielgus von Primas Jozef Glemp das Amt des Warschauer Erzbischofs übernehmen. In dieser Woche haben mehrere Medien die alte Geheimdienst-Akte, die im Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) über Wielgus liegt, veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Wielgus jahrelang als Informant für den kommunistischen Geheimdienst seine Amtsbrüder bespitzelt hat. Wielgus, bisher Bischof von Plock, bestreitet die Vorwürfe. Chefredakteur Robert Krasowski kommentiert: » mehr


Rzeczpospolita - Polen | Freitag, 30. Juni 2006

Der Umgang mit den Stasi-Akten in Polen

Vor einer Woche trat die parteilose polnische Finanzministerin Zyta Gilowska zurück. Ihr wurde vorgeworfen, früher für die kommunistische Geheimpolizei gearbeitet zu haben, was sie stets bestritt. Das Lustrationsgericht, das gegen sie ermittelt hatte, stellte die Ermittlungen nach ihrem Rücktritt ein, weil nach polnischem Recht nur amtierende Politiker durchleuchtet werden müssen. Der Fall hat eine lebhafte Diskussion über den Umgang mit der Geheimdienst-Vergangenheit ausgelöst. Der ehemalige Außenminister Wladyslaw Bartoszewski kommentiert: » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Dienstag, 27. Juni 2006

Durchleuchtung von Journalisten

Die rechts-nationalistische polnische Regierung plant ein Gesetz, mit dem Journalisten auf eine mögliche Stasi-Vergangenheit untersucht werden sollen. Bisher unterliegen nur Politiker und führende Staatsangestellte der Lustrationspflicht. Künftig sollen alle, die älter als Jahrgang 1972 sind und mehr als die Hälfte ihrer Einkünfte mit journalistischer Tätigkeit erzielen, nur noch in diesem Beruf arbeiten dürfen, wenn sie durchleuchtet wurden. Krzysztof Lozinski, Chefredakteur des Internetmagazins Kontrateksty, protestiert scharf: » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Samstag, 25. Februar 2006

Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit

Im Mittelpunkt der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit stehen in Polen gegenwärtig die Spitzeldienste katholischer Priester. Bischof Tadeusz Pieronek kritisiert im Interview mit Michal Olszewski und Malgorzata Skowronska, es würden falsche Prioritäten gesetzt. "In Polen herrscht eine Durchleuchtungs-Hysterie. Sie betrifft die ganze Gesellschaft, und man konnte schlecht annehmen, dass die Geistlichen davon unberührt bleiben... Am schlimmsten ist, dass nicht diejenigen Schuld bekennen, die es tun sollten: » mehr


Heti Válasz - Ungarn | Donnerstag, 12. Januar 2006

Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit

"Polen wird vielleicht das erste Land in Osteuropa sein, in dem es einen echten Systemwechsel gibt", kommentiert Kolumnist Istvan Baba die Pläne der neuen polnischen Regierung, die Staatssicherheitsdienste neu zu organisieren und konsequent alle alten Kader zu verdrängen: » mehr


Tribune de Genève - Schweiz | Dienstag, 9. Januar 2007

Georges Mink über die Lustration in Polen

Der Politologe Georges Mink, der am Europa-Kolleg Natolin in Warschau lehrt, erläutert im Interview mit Jean-François Verdonnet Polens Umgang mit seiner Vergangenheit. "Die Machthaber haben ihre Wahl der Forderung nach entschiedener 'Entkommunisierung' zu verdanken. Polen war das erste Land Osteuropas, das sich vom sowjetischen Lager losgesagt hat. Damals wurde der Austritt unter der Bedingung ausgehandelt, im Gegenzug Milde gegenüber denen walten zu lassen, die dem kommunistischen Regime gedient hatten. Heute jedoch übt die Mehrheit Kritik an dieser Übereinkunft. Die lange verschleppte Lustration wird nun von Funktionären vor allem deshalb verteidigt, weil sie sich so einen Platz auf der politischen Bühne sichern wollen. Das birgt ein Risiko, wie Jacek Kuron einst sagte: » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 24. Juli 2006

Neues Lustrationsgesetz in Polen

In Polen müssen künftig deutlich mehr Menschen nachweisen, dass sie während des Kommunismus nicht mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet haben. Das Parlament hat ein neues Lustrationsgesetz ... » mehr


Rzeczpospolita - Polen | Freitag, 20. Oktober 2006

Jan Zaryn über die Vergangenheitsbewältigung der polnischen Kirche

In Polen wird darüber gestritten, wie die katholische Kirche mit ihrer Vergangenheit im Kommunismus und der Spitzeltätigkeit von Priestern für den Geheimdienst umgehen soll. Dem Krakauer Priester Tadeusz Isakowicz-Zaleski wurden nun Recherchen über Verfehlungen von Geistlichen durch Primas Jozef Glemp verboten. Glemp setzte stattdessen eine Historikerkommission ein, die sich mit dem Thema befassen soll. Die Kirche habe das Thema falsch eingeschätzt, kommentiert Jan Zaryn vom Institut für Nationales Gedenken (IPN), das für die Strafverfolgung kommunistischer Verbrechen zuständig ist, im Interview mit Ewa K. Czaczkowska. "Nicht nur Historiker erforschen das Material, sondern auch die Opfer selbst. Das Vorgehen der Opfer ist weniger vorhersehbar als das der Historiker, aber auch sie bewegen sich im Rahmen des Gesetzes. Man hätte die Historikerkommission schon vor ein oder zwei Jahren einsetzen sollen. Damals hätten sie sich die Materialien in Ruhe ansehen können. Jetzt wird Druck ausgeübt: » mehr


Rzeczpospolita - Polen | Freitag, 30. Dezember 2005

Neuausrichtung des Instituts für Nationales Gedenken

Das polnische Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) wird seine Ziele wahrscheinlich neu ausrichten, glaubt Andrzej Kaczyński, da gestern Janusz Kurtyka den bei der neuen konservativen Parlamentsmehrheit unbeliebten Begründer Leon Kieres abgelöst hat. "Unklar ist die Zukunft des IPN: » mehr



Deutschland

Die Zeit - Deutschland | Donnerstag, 8. November 2007

Brigitte Fehrle über die Erinnerung an die deutsche Einheit

Achtzehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 soll der Bundestag über ein Denkmal für "Einheit und Freiheit" entscheiden. Brigitte Fehrle fragt, warum man eigentlich in den Jahren nach der Wende alles, was tatsächlich daran erinnerte, getilgt hat: » mehr


Die Presse - Österreich | Freitag, 15. Dezember 2006

Stasi-Spitzel in der Stasi-Aufklärungsbehörde

Ausgerechnet "jene Behörde, die für die Aufarbeitung des DDR-Geheimdienstes zuständig ist, ist mit ehemaligen Stasi-Genossen durchsetzt", skandalisiert Gastkommentator Detlef Kleinert. "Mit anderen Worten: » mehr


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 3. August 2006

Keine neuen Stasi-Enthüllungen in den "Rosenholz"-Dateien

Die "Rosenholz"-Dateien, eine Datensammlung über die Stasi, gelangte nach der Wende 1989 in die USA und wurde 2003 der deutschen Stasi-Unterlagenbehörde übergeben. Eine Forschungsgruppe begann mit der Entschlüsselung, nun wurden Teile der aufgearbeiteten Daten freigegeben. Hans Leyendecker kommentiert: » mehr


Frankfurter Rundschau - Deutschland | Donnerstag, 20. Juli 2006

Museum zur DDR-Alltagskultur in Berlin

In Berlin wurde das privat finanzierte Museum zur DDR-Alltagskultur eröffnet. Harry Nutt sieht die Ausstellung im Zusammenhang mit der derzeitigen Debatte um die Aufarbeitung der ... » mehr


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 6. Februar 2006

Stasi und Doping im Sport

Thomas Kistner analysiert, warum der deutsche Sport immer wieder von Stasi-Akten und Doping-Affären eingeholt wird. "Die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik ist mit hinreichender Akribie ... » mehr



Ungarn

Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 27. April 2007

Stasi-Skandal des rechtskonservativen Politikers Martonyi

Ungarn hat einen neuen Stasi-Skandal: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 20. Februar 2007

Verschwundene Geheimdienstakten in Ungarn

In Ungarn darf bis heute geheime Akten aus der Zeit des Kommunismus nur der Geheimdienst selber einsehen. Das sei besonders problematisch, berichtet Ulrich Schmid, weil ... » mehr


Magyar Hírlap - Ungarn | Dienstag, 30. Januar 2007

Ungarn will Zugang zu Stasi-Akten öffnen

Gestern begannen die ungarischen Parteien Sondierungsgespräche über ein neues Stasi-Unterlagengesetz, das uneingeschränkten Zugang zu den Akten sichern und zugleich die Rechte der Bespitzelten berücksichtigen soll. Das jetzige Gesetz sei "pathologisch" und "voller Kompromisse", meint Balázs Stépán und hält eine Reform für dringend notwendig: » mehr


Magyar Hírlap - Ungarn | Dienstag, 22. August 2006

Ehemalige Beamte der Stasi in öffentlichen Ämtern

György Petö, Bürgermeister des Budapester Bezirks Obuda, hat öffentlich erklärt, von 1979 bis 1983 Mitarbeiter der Spionageabwehr der ungarischen Staatssicherheit gewesen zu sein. Andras Schiffer, Sprecher der Gesellschaft für Freiheitsrechte (TASZ), fordert Petös Rücktritt, auch wenn dieser nicht unmittelbar mit Stasi-Spitzeln zu tun hatte: » mehr


Magyar Hírlap - Ungarn | Donnerstag, 17. August 2006

Shocking Grass

Julianna R. Szekely vergleicht die Debatte um Günter Grass mit der Entlarvung des ungarischen Regisseurs Istvan Szabo als Stasi-Spitzel und verteidigt beide Künstler: » mehr


Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 26. Mai 2006

Laszlo Verga über die ungarische Stasi-Vergangenheit

Die ungarischen Stasi-Unterlagen sollten wie in Deutschland frei zugänglich werden, fordert der ungarische Historiker Laszlo Varga: » mehr


Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 19. Mai 2006

Stasi-Vergangenheit von Wissenschaftlern

Entlarvte Stasi-Spitzel entschuldigen sich meist damit, sie seien zur Mitarbeit gezwungen wurden. Der Historiker Krisztian Ungvary zeigt am Beispiel renommierter Wissenschaftler, dass sie doch relativ große Spielräume hatten. Als die Historiker György Ranki, Ferenc Glatz und der Literaturwissenschaftler Mihaly Szegedy-Maszak die Mitarbeit mit der Stasi einfach ablehnten, habe das keine ernsten Konsequenzen für ihre Karriere gehabt. Dagegen bespitzelte der Historiker Karoly Vigh den berühmten Kollegen Domokos Kosary sogar freiwillig. "Die Archive verbergen zahlreiche Geschichten, die zeigen: » mehr


Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 3. März 2006

Die katholische Kirche und die Stasi

Vor einigen Wochen entlarvte der Historiker Krisztian Ungvary Bischof Paskai als ehemaligen Stasi-Spitzel und löste damit eine heftige Debatte aus. Er resümiert: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 10. Februar 2006

Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit

Fast täglich werden in Ungarn die Spitzeltätigkeiten bekannter Persönlichkeiten aufgedeckt, schreibt Susi Koltai. Betroffen sind unter anderen der Kardinal Laszlo Paskai, der populäre Fußballreporter György ... » mehr


Népszabadság - Ungarn | Samstag, 4. Februar 2006

Szabos neuer Film

Die junge Schriftstellerin Eszter Babarczy hat den neuen Film von Istvan Szabo "Rokonok" ("Verwandte") gesehen, mit dem die Ungarische Filmwoche in Budapest eröffnet wurde. Wenige ... » mehr


Heti Válasz - Ungarn | Freitag, 3. Februar 2006

Filmemacher Peter Rudolf über die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit

Nach der Veröffentlichung von Istvan Szabos Stasi-Vergangenheit hat die Wochenzeitung "Elet es Irodalom" heute zwei weitere Prominente als ehemalige Stasi-Spitzel entlarvt: » mehr


Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 2. Februar 2006

Vergangenheitsbewältigung

Ungarn scheint es schwer zu fallen, sich kritisch mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, stellt der Historiker Róbert Braun fest und entdeckt Parallelen zwischen dem Umgang mit dem Fall István Szabó und dem Holocaust: » mehr


Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 31. Januar 2006

Istvan Szabos Stasivergangenheit

Am Sonntag hat der ungarische Regisseur Istvan Szabo die Erklärung für seine Spitzeltätigkeit revidiert. Er habe sich selbst und sein Studium retten wollen, als er sich vom Geheimdienst anwerben ließ, nicht einen Freund, wie er zuerst erklärt hatte. Der Schriftsteller György Fekete setzt sich mit der moralischen Verantwortung Szabós auseinander: » mehr


Népszabadság - Ungarn | Montag, 30. Januar 2006

Szabos Stasivergangenheit

"Am besten wäre es, nicht zu erfahren, wer die Spitzel waren – doch auch der Arzt kann die Diagnose nicht verheimlichen, und sei sie noch so schmerzlich; denn was einmal geschehen ist, wirkt im Organismus, ob es bekannt wird oder nicht" – meint der Publizist Péter Nagy zum Fall des Filmregisseurs István Szabó, von dem vor einigen Tagen bekannt wurde, dass er als Student die Staatssicherheit mit Informationen beliefert hat: » mehr


Népszabadság - Ungarn | Freitag, 27. Januar 2006

Istvan Szabo zu Stasi-Vorwürfen

Der Filmregisseur István Szabó ("Mephisto") war von 1957 bis 1963 informeller Mitarbeiter der ungarischen Staatssicherheit. Als Student der Budapester Filmhochschule war er mit kompromittierendem Material unter Druck gesetzt worden. Im Interview reagiert er auf das Bekanntwerden seiner Vergangenheit: » mehr


Der Standard - Österreich | Montag, 23. Januar 2006

Bewältigung der Stasi-Vergangenheit

Auf die Vorwürfe des Publizisten Paul Lendvai, der mehrere ungarische Auslandskorrespondenten beschuldigt, ihn in Wien für die Staatssicherheit bespitzelt zu haben, antwortet einer der Beschuldigten, ... » mehr


Magyar Hírlap - Ungarn | Dienstag, 17. Januar 2006

Stasi-Skandal

Der seit 1957 in Wien lebende Fernsehjournalist und Osteuropaexperte Paul Lendvai hat öffentlich mehrere ehemalige Wien-Korrespondenten ungarischer Medien beschuldigt, ihn für die ungarische Stasi bespitzelt zu haben. Die Zeitung meint zu den vermeintlichen Stasiverstrickungen der Korrespondenten: » mehr



Tschechien

Respekt - Tschechien | Dienstag, 15. Januar 2008

Streit um tschechische Behörde zur Erforschung des Totalitarismus

57 sozialdemokratische und kommunistische Abgeordnete des tschechischen Parlaments haben Verfassungsbeschwerde gegen die Gründung einer Behörde zur Erforschung totalitärer Regime eingereicht. Ihre Begründung: » mehr


Lidové noviny - Tschechien | Mittwoch, 30. Mai 2007

Stasi-Vergangenheit zweier Ex-Minister

Zwei Minister aus der tschechoslowakischen Nachwendezeit, Ex-Innenminister Richard Sacher und Ex-Verteidigungsminister Miroslav Vacek, sind als ehemalige Mitarbeiter des kommunistischen Geheimdienstes StB enttarnt worden. Akten über ... » mehr


Pražský deník - Tschechien | Montag, 26. Februar 2007

Schwierige Vergangenheitsbewältigung in Tschechien

Das Thema Geheimdienstmitarbeit wird in Tschechien durch aktuelle Enthüllungen über die Verstrickung von Ex-Premier Josef Tosovsky oder des Liedermachers Jaroslav Nohavica wieder neu diskutiert. Innenminister Ivan Langer will jetzt alle Akten freigeben und die Namen der ehemaligen Informanten ins Internet stellen. Dalibor Dostal kommentiert: » mehr


Respekt - Tschechien | Mittwoch, 7. Februar 2007

Geheimdienst-Vergangenheit tschechischer Katholiken

Der Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk will untersuchen lassen, ob tschechische Geistliche mit dem kommunistischen Geheimdienst StB kollaboriert haben. Vlk vereinbarte mit dem tschechischen Innenministerium, hierfür eine Historikerkommission einzurichten. Anlass war der Skandal um die Spitzelvergangenheit seines Warschauer Amtsbruders Stanislaw Wielgus. Kommentator Petr Tresnak unterstützt Vlk: » mehr


Talaljuk ki Közep-Europat? - Ungarn | Sonntag, 13. August 2006

Die Mängel der tschechischen Lustration

Judit Hamberger, Mitarbeiterin des Instituts Laszlo Teleki in Ungarn, beobachtet, wie tschechische Sozialdemokraten und Kommunisten gegen das sogenannte Lustrationsgesetz kämpfen, das einstige Funktionäre und Geheimdienstmitarbeiter von öffentlichen Ämtern ausschließt: » mehr


Mladá fronta Dnes - Tschechien | Mittwoch, 21. Dezember 2005

Geheimdienstmission in Polen

Mehrere hundert Freiwillige der ehemaligen tschechoslowakischen Geheimpolizei StB waren 1981 bereit, auf Geheimmission nach Polen zu gehen, um dort gegen die demokratischen Kräfte im Umfeld der unabhängigen Gewerkschaft Solidarnosc aktiv zu werden. "Das Regime in Prag wollte auf diese Weise verhindern, dass Freiheitsideen aus Polen auf die Tschechoslowakei überschwappen", berichtet die Zeitung. Der Historiker Petr Blazek, der die Dokumente einschließlich des Namensverzeichnisses der StB-Leute aufgetrieben hat, erzählt: » mehr



Slowakei

Pravda - Slowakei | Donnerstag, 15. Februar 2007

Stasi-Verstrickung der slowakischen katholischen Kirche

In der Slowakei sind neue Akten bekannt geworden, laut derer Jan Sokol, der Erzbischof von Trnava und Bratislava, enge Kontakte zum einstigen kommunistischen Geheimdienst der Tschechoslowakei unterhalten hat. Unter anderem soll er 1988 der Staatssicherheit vertrauliche Details über einen im Vatikan im Exil lebenden slowakischen Priester verraten haben. Kommentator Marius Kopcsay nimmt kein Blatt vor den Mund: » mehr


Hospodářské noviny - Tschechien | Donnerstag, 22. Juni 2006

Geschichtsaufarbeitung in Tschechien und der Slowakei

Wie einige seiner Nachbarstaaten soll auch Tschechien eine Behörde bekommen, die sich mit den Verbrechen des Kommunismus befasst. Einen entsprechenden Vorschlag unterstützte gestern die zweite ... » mehr



Rumänien

România Liberă - Rumänien | Montag, 4. Februar 2008

Neuregelung des Zugangs zu den Securitate-Akten?

Mehrere hundert Menschen protestierten am Sonntag in Bukarest gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts, das die Aufarbeitung der Securitate-Akten in der bisherigen Form für verfassungswidrig erklärt hatte. Bislang entschied ein elfköpfiger Leitungsrat der Aktenaufarbeitungsbehörde CNSAS, der dem Parteiproporz des Parlaments entspricht, welche Akten veröffentlicht werden. Andreea Pora meint: » mehr


Evenimentul Zilei - Rumänien | Freitag, 1. Februar 2008

Gericht stoppt Aufarbeitung der Securitate-Akten

Die rumänische Behörde zur Aufarbeitung der Akten des früheren Geheimdienstes Securitate (CNSAS) steht vor dem Aus. Das Verfassungsgericht entschied gestern, dass das Gesetz, das die Arbeit der Behörde seit acht Jahren regelt, teilweise verfassungswidrig sei. Ioana Lupea kommentiert: » mehr


Evenimentul Zilei - Rumänien | Donnerstag, 3. Januar 2008

Einschränkung der Securitate-Aufarbeitungsbehörde?

Die oppositionellen Sozialdemokraten (PSD) in Rumänien wollen die Unabhängigkeit der Aufarbeitungsbehörde der Akten des früheren rumänischen Geheimdienstes Securitate (CNSAS) erheblich beschränken. So soll die Behörde lediglich über die Veröffentlichung von Akten bestimmen, aber nicht mehr offen legen dürfen, wer mit der Securitate zusammengearbeitet hat. Iona Lupea erklärt: » mehr


Cotidianul - Rumänien | Freitag, 25. Mai 2007

Ein Lustrationsgesetz für Rumänien?

Der rumänische Staatschef Traian Basescu will am Montag bei einem Treffen mit allen Parlamentsparteien über ein Lustrationsgesetz beraten. Danach sollen rumänische Persönlichkeiten - nach polnischem Vorbild - auf eine mögliche Geheimdienstzusammenarbeit während der kommunistischen Diktatur durchleuchtet werden. Ein solches Gesetz wird sich aber nach Meinung von Mirela Corlatan nur schwer durchsetzen lassen: » mehr



Finnland

Hufvudstadsbladet - Finnland | Dienstag, 14. August 2007

Finnland debattiert über Stasi-Akten

Geheimdienstakten und Namenslisten sorgen in Schweden und Finnland für eine Debatte über Landsleute, die als Zuträger für die Staatssicherheit der DDR gearbeitet hatten. Björn Sundell ... » mehr



Schweden

Svenska Dagbladet - Schweden | Dienstag, 14. August 2007

Namensliste schwedischer Stasi-Informanten

Die schwedische Geheimpolizei Säpo hat die Existenz von Akten über rund 50 schwedische Stasi-Informanten bestätigt. Die Namen der Betroffenen werden aber nicht veröffentlicht. Lisa Bjurwald fragt: » mehr



Spanien

Rzeczpospolita - Polen | Samstag, 24. März 2007

Polnische Kämpfer im spanischen Bürgerkrieg

Zwischen Polen und Spanien gibt es derzeit Irritationen, weil der spanische Senat die spanische Regierung dazu aufgerufen hat, sich für die rund zwei Dutzend noch lebenden Polen einzusetzen, die im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco gekämpft haben. Die Senatoren hatten argumentiert, die ehemaligen Kämpfer seien vom polnischen Lustrationsgesetz betroffen, das die Offenlegung einer Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst verlangt, und hätten Rentenkürzungen zu befürchten. Igor Janke kommentiert: » mehr

 

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