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Kommentierte Linkliste
Staatliche Investitionen, Steuersenkungen, Kapitalspritzen - Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft sind in Zeiten der Rezession hochaktuell. Die europäische Presse hat sich mit den nationalen und europäischen Ansätzen zur konjunkturellen Wiederbelebung beschäftigt.

Europa:
Der europäische Konjunkturplan sei nur teilweise europäisch und habe nicht die ausreichenden Dimensionen, um wirklich etwas bewirken zu können, kritisierte die portugiesische Tageszeitung Diário de Notícias am 27. November 2008.
» Diário de Notícias (portugiesisch)
Der von der EU-Kommission vorgelegte Konjunkturplan verdiene Vertrauen, schrieb die belgische Tageszeitung De Tijd am 27. November 2008. Die europäische Koordination sei unverzichtbar, um die negative Spirale der nationalen Reaktionen zu stoppen.
» De Tijd (flämisch)
Das Wochenmagazin Le Nouvel Observateur betonte am 6. Oktober 2008 die Notwendigkeit einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik der Europäischen Union. Nicolas Sarkozy müsse seiner ersten großen Krise als EU-Präsident die Stirn bieten.
» Le Nouvel Observateur (französisch)
Die irische Tageszeitung The Irish Times kritisierte am 8. Dezember 2008 Deutschlands ablehnende Haltung gegenüber einem EU-weiten Konjunkturprogramm. Deutschland solle seine Optionen offen halten und das Programm nicht blockieren.
» The Irish Times (irisch)
Deutschland:
Deutschland handele als größte europäische Volkswirtschaft in der Wirtschaftskrise richtig, lobte die deutsche Tageszeitung Süddeutsche Zeitung am 14. Januar 2009 die beiden nationalen Konjunkturpakete im Gesamtvolumen von 75 Milliarden Euro.
» Süddeutsche Zeitung (deutsch)
In der französischen Wirtschaftszeitung La Tribune meinte die Chefökonomin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) am 16. Dezember 2008, dass die Konjunkturmaßnahmen der Wirtschaft in Deutschland zu schwach seien.
» La Tribune (französisch)
Großbritannien:
Die deutsche Tageszeitung Frankfurter Rundschau lobte am 24. November 2008 die angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer in Großbritannien.
» Frankfurter Rundschau (deutsch)
Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times begrüßte am 13. November 2008 fiskalische Stimuli zur Bekämpfung der Rezession in Großbritannien.
» Financial Times (englisch)
Mit Blick auf die Debatte über Steuersenkungen zur Wiederbelebung der Wirtschaft, forderte die britische Tageszeitung The Daily Telegraph am 12. November, dass diese über Ausgabenkürzungen und nicht über zusätzliche Verschuldung finanziert werden sollten.
» The Daily Telegraph (englisch)
Frankreich:
Les Echos (France) | 21.10.2008
Die französische Wirtschaftszeitung Les Echos schrieb am 21. Oktober 2008, dass Konjunkturmaßnahmen oft dazu benutzt werden, strukturelle Reformen aufzugeben, obwohl diese nötig seien.
» Les Echos (französisch)
Auf Investition anstatt auf Konsum zu setzen, sei eine intelligente Strategie, schrieb die französische Wirtschaftszeitung Les Echos am 5. Dezember 2008 über die Konjunkturmaßnahmen in Frankreich.
» Les Echos (französisch)
Dänemark:
Die Maßnahmen der dänischen Regierung zur Unterstützung der Banken und Stimulierung der Konjunktur gingen der dänische Tageszeitung Information am 21. Januar 2009 nicht weit genug. Das Konjunkturpaket erfüllte nicht die Forderungen nach einer größeren Verantwortung und langfristiger Stabilität.
» Informatíon (dänisch)
Steuererleichterungen allein reichten nicht aus, um die dänische Konjunktur wieder in Schwung zu bringen, meinte die dänische Tageszeitung Politiken am 16. Dezember 2008. Die bürgerliche Regierung habe eine rückwärts gewandte Strategie gewählt, in der jegliche Form von Stimulus vermieden wird.
» Politiken (dänisch)
Belgien:
Keiner könne mit Sicherheit sagen, dass Konjunkturmaßnahmen zu einer schnellen Lösung führten, schrieb die belgische Tageszeitung De Standaard am 16. Januar 2009. Es sei paradox, dass die Krise, die entstanden sei, weil zu schnell zu billige Kredite vergeben wurden, durch die Aufnahme von Schulden beendet werden solle.
» De Standaard (flämisch)
In Belgien sei besonders die Bauindustrie von der Wirtschaftskrise betroffen, schrieb die belgische Tageszeitung La Libre Belgique am 16. Dezember 2008. Es sei verständlich, warum der Wiederbelebungsplan der Regierung dem Sektor ein ganzes Kapitel widme.
» La Libre Belgiqu (französisch)
Niederlande:
Die Regierung fahre zurecht einen behutsamen Kurs in Sachen Konjunkturprogramm, meinte die niederländische Zeitung De Volkskrant am 16. Januar 2009. Schließlich seien die Niederlande im Vergleich etwa zu Deutschland und Frankreich ein kleines Land mit einer relativ offenen Ökonomie.
» De Volkskrant (niederländisch)
Schweden:
Eine "Keynesianische Nachfragesteuerung im alten Stil" forderte die schwedische Tageszeitung Dagens Nyeter am 26. November 2008. Sie erkenne aber an, dass es nicht einfach sei, die Konjunktur anzukurbeln.
» Dagens Nyheter (schwedisch)
Irland:
Die irische Tageszeitung The Irish Times schrieb am 25. November 2008, die Senkung der britischen Mehrwertsteuer stelle für die Briten ein annehmbares Risiko dar, benachteilige aber die irische Wirtschaft.
» The Irish Times (irisch)
Finnland:
Die finnische Tageszeitung Kymen Sanomat war am 9. Januar 2009 der Meinung, dass die finnische Regierung derglobale Konjunkturabschwächung in Finnland mit wirkungsvollen Maßnahmen entgegentreten müsse. Der Staat müsse sich am Risiko beteiligen, damit der wirtschaftliche Niedergang nicht zu stark ausfalle.
» Kymen Sanomat (finnisch)
Spanien:
Die französische Wirtschaftszeitung Les Echos war am 4. Februar 2009 der Ansicht, dass Spanien mit seiner derzeitigen Politik die schwere Wirtschaftskrise nicht lösen könne. Zum schlimmsten Zeitpunkt des Sturmes erscheine Ministerpräsident José Luis Zapatero geschwächt. Seine wirtschaftliche Strategie sei schwer zu durchschauen.
» Les Echos (französisch)
Ungarn:
Die österreichische Tageszeitung Der Standard wunderte sich am 29. Oktober 2008 darüber, dass Ungarn Sozialausgaben kürze, um einen IWF-Kredit zu bekommen. Während Regierungen weltweit große Konjunkturpakete schnürten, gehe Ungarn den umgekehrten Weg. Weniger Staat laute die Devise.
» Der Standard (deutsch)
Original in Deutsch
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