Sündenbock Europa?
François Bayrou, Ségolène Royal oder Nicolas Sarkozy - die europäische Presse verfolgte gespannt, wie sich die wichtigsten französischen Präsidentschaftskandidaten zu europäischen Fragen äußerten. Welche Chancen haben sie bei den Wahlen und wie wird sich Frankreich dann in Europa verhalten?
Cinco Días - Spanien | Montag, 5. März 2007
Der spanische Politologe Sebastián Royo kritisiert das Verhalten der Kandidaten im französischen Wahlkampf. "Die beiden Hauptkandidaten distanzieren sich von einem Regime, mit dem sie doch ... » mehr
Der spanische Politologe Sebastián Royo kritisiert das Verhalten der Kandidaten im französischen Wahlkampf. "Die beiden Hauptkandidaten distanzieren sich von einem Regime, mit dem sie doch aufgrund ihres politischen Werdegangs zutiefst verbunden sind. Sie präsentieren sich als Kandidaten gegen das System, um die Millionen von Franzosen anzusprechen, die von der Realität der fünften Republik befremdet sind. Doch wenn es darum geht, die Verantwortlichen für die Probleme des Landes zu benennen, dann geben sie der EU und der Europäischen Zentralbank die Schuld. Diese Strategie könnte leicht dazu führen, dass sich die französische Gesellschaft noch mehr polarisiert und es neue Spannungen in der EU gibt. Dieser Strategie fehlt es an Mut und Vision. Die Kandidaten verschenken eine Gelegenheit, die Wurzeln der Probleme klar zu benennen und realistische, innovative Ideen zu entwickeln, die es dem Land erlauben würden, sich den Herausforderungen des neuen Jahrtausends zu stellen."
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François Bayrou
Top-Thema vom Freitag, 9. März 2007
In den Umfragen zu den französischen Präsidentschaftswahlen am 22. April hat François Bayrou, der Mitte-Rechts-Kandidat, die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal mittlerweile eingeholt. Der Konservative Nicolas ... » mehr
In den Umfragen zu den französischen Präsidentschaftswahlen am 22. April hat François Bayrou, der Mitte-Rechts-Kandidat, die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal mittlerweile eingeholt. Der Konservative Nicolas Sarkozy liegt weiter auf Platz eins. Die europäische Presse versucht, den überraschenden Erfolg Bayrous zu verstehen.
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Ségolène Royal
Top-Thema vom Mittwoch, 21. Februar 2007
In einer Fernsehsendung zeigte sich Ségolène Royal, die sozialistische Kandidatin im Wahlkampf um das Präsidentenamt in Frankreich, überraschend souverän. Dort wurde sie von einer Gruppe ... » mehr
In einer Fernsehsendung zeigte sich Ségolène Royal, die sozialistische Kandidatin im Wahlkampf um das Präsidentenamt in Frankreich, überraschend souverän. Dort wurde sie von einer Gruppe ausgewähler Bürger befragt. Aber reicht dieser Auftritt, um den Vorsprung ihres Konkurrenten Nicolas Sarkozy aufzuholen? Der Kandidat der Rechten liegt bei den Umfragen vorne.
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Top-Thema vom Montag, 20. November 2006
Die französischen Sozialisten haben Ségolène Royal zu ihrer Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen im März 2007 gewählt. Europäische Kommentatoren fragen, wofür diese Politikerin steht - und ... » mehr
Die französischen Sozialisten haben Ségolène Royal zu ihrer Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen im März 2007 gewählt. Europäische Kommentatoren fragen, wofür diese Politikerin steht - und freuen sich auf ein spannendes Wahlkampfduell zwischen Royal und, aller Voraussicht nach, Nicolas Sarkozy.
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Tribune de Genève - Schweiz | Montag, 12. Februar 2007
Die französische Präsidentschaftskandidatin der Sozialisten, Ségolène Royal, hat am 11. Februar ihr Programm vorgelegt. Mathieu Van Berchem ist von ihrem Vorgehen nur halb überzeugt. "Dem ... » mehr
Die französische Präsidentschaftskandidatin der Sozialisten, Ségolène Royal, hat am 11. Februar ihr Programm vorgelegt. Mathieu Van Berchem ist von ihrem Vorgehen nur halb überzeugt. "Dem Spott der Elefanten in der Partei zum Trotz und ungeachtet aller Kritik, die in den partizipativen Debatten geäußert worden ist, ...die darauf zielten, die Welt zu verändern und so das Profil der Kandidatin zu schärfen, hat Royal sich gut gehalten. Die Phase des Zuhörens ist zu Ende. In ihrem Verlauf wurden die alten Muster der Sozialisten - subtile Kompromisse zwischen den Strömungen in der Partei - über den Haufen geworfen. Royals Methode, ein Auftakt mit Elementen partizpativer Demokratie, die auch ihren Stil als Präsidentin prägen sollen, ist interessanter als das Ergebnis. Wenn damit aus einem solchen Prozess wirklich viele ganz neue Vorschläge entstehen, bräuchte man vor allem Zeit und Offenheit für einen Dialog in der ganzen Gesellschaft."
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Correio da Manhã - Portugal | Freitag, 8. Dezember 2006
Manuel Queiroz kommentiert den Auftritt von Ségolène Royal beim Parteikongress der europäischen Sozialisten am Donnerstag in Porto. "Gestern wurde Ségolène Royal wie ein Star empfangen, ... » mehr
Manuel Queiroz kommentiert den Auftritt von Ségolène Royal beim Parteikongress der europäischen Sozialisten am Donnerstag in Porto. "Gestern wurde Ségolène Royal wie ein Star empfangen, auch wenn ihre Rede nicht gerade brillant war. Sie kritisierte die Europäische Zentralbank für die geplante Anhebung des Leitzinses und forderte, dass sich diese Institution offen für politische Entscheidungen zeige - obwohl die EU-Verträge das Gegenteil festschreiben. Aber ihr Lächeln ist fesselnd, und dass sie eine Frau ist, ist hilfreich für die, die auf ihre Andersartigkeit setzen... Allerdings mangelt es Ségolène Royal an Substanz, was man bereits bei den Wahlen der französischen Sozialisten beobachten konnte... Der Kampf gegen Nicolas Sarkozy in Frankreich wird interessant. Das komplizierteste Land Europas ist es gewohnt, Vorbild zu sein, aber heute steht es vor wirtschaftlichen, politischen und sozialen Problemen."
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Le Temps - Schweiz | Donnerstag, 23. November 2006
Die französischen Soziologen Zaki Laïdi und Gérard Grunberg fragen, was zum Aufstieg von Ségolène Royal geführt hat. Ihrer Einschätzung nach hat Royal verstanden, "dass man ... » mehr
Die französischen Soziologen Zaki Laïdi und Gérard Grunberg fragen, was zum Aufstieg von Ségolène Royal geführt hat. Ihrer Einschätzung nach hat Royal verstanden, "dass man sich, wenn man die Franzosen repräsentieren will, erst einmal mit ihnen identifizieren muss. Anders gesagt, bevor sie sich als potenzielle Staatschefin präsentieren konnte, die kompetent und kaltblütig über ihre Themen spricht, musste sie den Franzosen erst einen Beweis liefern, dass sie sie auch verkörpert - und das weit über alle Differenzen ihrer Anhänger hinaus. Die Fähigkeit, Franzosen zu verkörpern, besitzt Royal auf eine neue Art. Sie verkörpert die Franzosen und nicht Frankreich. Ihren Machtanspruch stellt sie nicht auf autoritäre Art her - 'Folgt mir, weil ich die Beste bin' -, sondern auf zwischenmenschliche - 'Folgt mir, denn ich bin eine von euch'. Ihr Machtanspruch basiert also nicht mehr auf dem autoritären Prinzip, sondern auf Interaktion."
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Le Monde - Frankreich | Freitag, 23. Juni 2006
In einem Interview mit Arnaud Leparmentier und Isabelle Mandraud erläutert Segolene Royal, die voraussichtlich für die Sozialistische Partei bei den Präsidentschaftswahlen 2007 kandidieren wird, ihre Ideen zu Europa. "Wir brauchen ein neues Abkommen, vor allem ein Sozialabkommen. Europa steht derzeit nur noch auf einem Bein, dem wirtschaftlichen. Mit seinem zweiten, dem sozialen Bein, geht nichts mehr. Ich glaube, man muss Europa vor allem neuen Atem und Sinn geben. Wie brauchen eine Idee, die so überzeugend ist, wie die zur Zeit der Gründerväter: » mehr
In einem Interview mit Arnaud Leparmentier und Isabelle Mandraud erläutert Segolene Royal, die voraussichtlich für die Sozialistische Partei bei den Präsidentschaftswahlen 2007 kandidieren wird, ihre Ideen zu Europa. "Wir brauchen ein neues Abkommen, vor allem ein Sozialabkommen. Europa steht derzeit nur noch auf einem Bein, dem wirtschaftlichen. Mit seinem zweiten, dem sozialen Bein, geht nichts mehr. Ich glaube, man muss Europa vor allem neuen Atem und Sinn geben. Wie brauchen eine Idee, die so überzeugend ist, wie die zur Zeit der Gründerväter: ein Europa des Friedens. Wir kommen nur voran, wenn Europa fähig ist, die Massenarbeitslosigkeit einzudämmen und eine glücklichere Zukunft zu verkörpern... Ein anderes Thema ist für mich, dass Europa sichtbar sein muss. Niemand verkörpert Europa: kein Präsident, kein Außenminister, kein Pressesprecher. Europa trägt zur Entwicklung der Welt nichts Bedeutendes bei."
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La Libre Belgique - Belgien | Freitag, 16. Juni 2006
Der belgische Publizist Gilles Dal fragt, warum die französische Sozialistin Segolene Royal ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich die Umfragen anführt. "Schon seit einigen Jahren kennen wir den unangefochtenen Führer der Rechten, Nicolas Sarkozy... Ein Rechter, den man mit ein paar Strichen skizzieren kann: » mehr
Der belgische Publizist Gilles Dal fragt, warum die französische Sozialistin Segolene Royal ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich die Umfragen anführt. "Schon seit einigen Jahren kennen wir den unangefochtenen Führer der Rechten, Nicolas Sarkozy... Ein Rechter, den man mit ein paar Strichen skizzieren kann: eine Vorliebe für die Verantwortung des Einzelnen, für die Belohnung von Erfolg und für Repression ohne Zugeständnisse. Segolene Royal hingegen entspricht nur wenigen Klischees einer Frau der Linken. Sicher, sie behauptet, dass ihr Projekt sozialistisch sein wird. Doch gleichzeitig spricht sie von vom Militär überwachten Maßnahmen gegenüber Straftätern, was auch die Anwälte einer starken Rechten nicht ablehnen würden. Damit erzeugt Segolene Royal eine subtile Mischung aus Radikalisierung und Verschleierung in der Debatte... Segolene Royal verwischt ihre Spuren und mischt so die Karten des politischen Spiels neu."
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Nicolas Sarkozy
Top-Thema vom Montag, 15. Januar 2007
Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy ist am 14. Januar zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der konservativen UMP gewählt worden. Mehr als 98 Prozent der anwesenden Parteimitglieder stimmten ... » mehr
Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy ist am 14. Januar zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der konservativen UMP gewählt worden. Mehr als 98 Prozent der anwesenden Parteimitglieder stimmten für ihn. Die Zeitungen kommentieren dieses überraschend einmütige Wahlergebnis und fragen, wofür Sarkozy steht.
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Delfi - Lettland | Montag, 26. Februar 2007
Im EU-Verfassungsprozess tut sich etwas, stellt Nils Jansons fest. Zwar sei der alte Text voraussichtlich nicht wiederzubeleben, aber es könnte zur Ratifizierung einer "Miniverfassung" kommen, ... » mehr
Im EU-Verfassungsprozess tut sich etwas, stellt Nils Jansons fest. Zwar sei der alte Text voraussichtlich nicht wiederzubeleben, aber es könnte zur Ratifizierung einer "Miniverfassung" kommen, auf Anregung Frankreichs. "Die bisherigen Äußerungen der beiden Präsidentschaftskandidaten – Ségolène Royal und Nicolas Sarkozy – lassen erahnen, dass es in Frankreich zwei unterschiedliche Standpunkte gibt, die mit 'mehr Verfassung' oder 'weniger Verfassung' umschrieben werden könnten. Royal steht für das Modell 'mehr Verfassung'. Es würde die Aufnahme großzügiger sozialer Garantien in den Text bedeuten, um den Euroskeptizismus der Wähler zu überwinden." Dagegen stünde die Idee eines Minivertrags, die von Sarkozy vertreten wird. "Wie immer seine Motive lauten, sie stoßen in anderen EU-Staaten auf offene Ohren. Großbritannien könnte diesen Vorschlag unterstützen."
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Le Nouvel Observateur - Frankreich | Donnerstag, 15. Februar 2007
Im Interview mit Claude Askolovitch kommt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy auf seinen Kollegen André Glucksmann zu sprechen, der als linker Intellektueller galt, nun aber für den Präsidenschaftskandidaten der Rechten, Nicolas Sarkozy, Partei ergriffen hat. "Ich verstehe ihn nicht richtig. Sarko ist zwar weder 'Schwein' noch 'Fascho' - wie es die Linke auszudrücken pflegt, wenn sie sonst nichts zu sagen hat. Aber was mich angeht, denke ich, dass das Engagement von Intellektuellen im Wahlkampf drei Prinzipien voraussetzt. Erstens macht man nicht mit, man latscht nicht einfach hinter jemandem her... Zweitens engagiert man sich nur aus der Not heraus, mangels eines Besseren, und mit Argwohn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sartre einem Kandidaten mit solcher Inbrunst gehuldigt hätte wie die, die heute Sarkozy erfreuen. Außerdem ist es eine Frage des Timings: » mehr
Im Interview mit Claude Askolovitch kommt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy auf seinen Kollegen André Glucksmann zu sprechen, der als linker Intellektueller galt, nun aber für den Präsidenschaftskandidaten der Rechten, Nicolas Sarkozy, Partei ergriffen hat. "Ich verstehe ihn nicht richtig. Sarko ist zwar weder 'Schwein' noch 'Fascho' - wie es die Linke auszudrücken pflegt, wenn sie sonst nichts zu sagen hat. Aber was mich angeht, denke ich, dass das Engagement von Intellektuellen im Wahlkampf drei Prinzipien voraussetzt. Erstens macht man nicht mit, man latscht nicht einfach hinter jemandem her... Zweitens engagiert man sich nur aus der Not heraus, mangels eines Besseren, und mit Argwohn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sartre einem Kandidaten mit solcher Inbrunst gehuldigt hätte wie die, die heute Sarkozy erfreuen. Außerdem ist es eine Frage des Timings: Intellektuelle sind Freibeuter, Wegelagerer, Menschen, die Bedingungen stellen, die maximalen Druck ausüben und die sich so spät wie möglich zu Wort melden müssen, nachdem sie ein Maximum an Beute gemacht haben: mit großen Gesten und Einsatz für das Wesentliche."
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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 15. November 2006
Der französische Soziologe Emmanuel Todd bezeichnet die französischen Präsidentschaftskandidaten Ségolène Royal und Nicolas Sarkozy in einem Interview als "inhaltsleere Gestalten". Sie weigerten sich, "die einfachen und sehr harten Probleme der Menschen zur Kenntnis zu nehmen, vor allem die wirtschaftliche Entwicklung, die von vielen als katastrophal und inakzeptabel empfunden wird... Seit dem Referendum über die europäische Verfassung gibt es etwas Neues, was auch den Erfolg des 'Nein' in Frankreich erklären könnte: » mehr
Der französische Soziologe Emmanuel Todd bezeichnet die französischen Präsidentschaftskandidaten Ségolène Royal und Nicolas Sarkozy in einem Interview als "inhaltsleere Gestalten". Sie weigerten sich, "die einfachen und sehr harten Probleme der Menschen zur Kenntnis zu nehmen, vor allem die wirtschaftliche Entwicklung, die von vielen als katastrophal und inakzeptabel empfunden wird... Seit dem Referendum über die europäische Verfassung gibt es etwas Neues, was auch den Erfolg des 'Nein' in Frankreich erklären könnte: ein guter Teil der Mittelschicht ist abtrünnig geworden... Es gibt ein zentrales Dogma im elitären Denken, das ist das Dogma des Freihandels. Niemand traut sich zu sagen, dass der Freihandel früher einmal funktioniert hat und jetzt nicht mehr... Wir stehen am Anfang einer Krise, die sich schnell entwickeln wird. Wir sehen – und das ist neu an der Situation - einem Riss im System entgegen."
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Le Soir - Belgien | Donnerstag, 20. Juli 2006
"Ein Politiker schläft nie. Vor allem nicht, wenn er Nicolas Sarkozy heißt. Der französische Innenminister nutzt die Sommerferien, um zehn Monate vor den Präsidentschaftswahlen den ... » mehr
"Ein Politiker schläft nie. Vor allem nicht, wenn er Nicolas Sarkozy heißt. Der französische Innenminister nutzt die Sommerferien, um zehn Monate vor den Präsidentschaftswahlen den Turbo einzulegen", bemerkt Joelle Meskens. "Seit Montag liegt sein jüngstes Buch 'Zeugnis' im Schaufenster aller Buchhandlungen aus. Was macht es schon, dass der Krieg im Libanon den beabsichtigten Widerhall verhindert hat. Die Öffentlichkeitsarbeit um dieses Buch ist so gut inszeniert, dass Nicolas Sarkozy sich in den Umfragen plötzlich um vier Punkte verbessern konnte. Und das, obwohl das Buch keinerlei aufsehenerregende Offenbarung enthält... Reicht es schon, einfach nur präsent zu sein?
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