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Die letzte Erweiterung der EU?


Seit dem 1. Januar 2007 zählt die Europäische Union 27 Mitglieder. In den alten Mitgliedsstaaten wächst aber der Euroskeptizismus.


Hat die EU den letzten großen Erweiterungsschub von 2004 überhaupt schon verkraftet? Wäre es besser, den Erweiterungsprozess auszusetzen oder zu stoppen? Kritische Stimmen plädieren für eine Denkpause und fordern zunächst eine institutionelle Reform der EU. Qualität statt Quantität, Vertiefung statt Erweiterung lauten die Schlagwörter. Doch was ist mit den Ländern des westlichen Balkans, denen der Beitritt versprochen oder in Aussicht gestellt worden ist? Ganz Europa hat von der Erweiterung wirtschaftlich profitiert, sagen die Erweiterungsbefürworter. Dennoch scheint die unbegrenzte Erweiterung politisch zur Zeit nicht durchsetzbar zu sein.

Positive Stimmen

Lietuvos rytas - Litauen | Mittwoch, 4. Oktober 2006

Europas Integration als Vorbild

"Jede EU-Erweiterung entfacht wieder eine Debatte, wo die Grenzen Europas eigentlich liegen", schreibt Egidijus Vareikis zur Aufnahme Rumäniens und Bulgariens und gibt zu bedenken: » mehr


Financial Times - Großbritannien | Montag, 13. November 2006

EU-Erweiterung und Wirtschaftswachstum

Die Zeitung fragt, welche Rolle die EU-Erweiterung für das europäische Wachstum spielt. "Mit der Erweiterung von 2004 hat die EU Zugang zu einem riesigen Pool ... » mehr


Pravda - Slowakei | Donnerstag, 20. April 2006

Bronislaw Geremek über die Erweiterung der EU

Der frühere polnische Außenminister und jetzige EU-Abgeordnete Bronislaw Geremek befürwortet im Interview mit Michal Havran jr. eine Erweiterung der EU: » mehr


Eine Perspektive für den westlichen Balkan

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 27. September 2006

Die letzte Erweiterung der EU?

Cyrill Steiger begrüßt die Aufnahme der beiden – so unterschiedlichen – Länder in die EU und warnt vor einem völligen Aufnahmestopp. "Sowohl in den ostmitteleuropäischen ... » mehr


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 29. Dezember 2005

EU-Perspektive für den Balkan

"Trotz schöner Worte der EU laufen die Balkanländer Gefahr, in eine gefährliche Ghetto-Situation zu geraten", glaubt die Südosteuropa-Historikerin Marie-Janine Calic und plädiert dafür, auch dem Balkan eine Beitrittsperspektive zu bieten: » mehr


Negative Stimmen

Le Monde - Frankreich | Montag, 29. Mai 2006

Paul Thibaud über ein Europa der Nationen

"Auf die Fragen Europas müssen nationale Antworten gefunden werden, denn Europa ist mangels gemeinsamer politischer Kultur kein unmittelbar relevanter Raum für Entscheidungen", schreibt der Philosoph Paul Thibaud in einem Plädoyer für die Rückbesinnung auf die Nationen in Europa. Für ihn zeigt das Scheitern des Verfassungsreferendums in Frankreich 2005 die Grenzen der herkömmlichen "gemeinschaftlichen Herangehensweise". "Die Neudefinition von Staatsbürgerschaft legitimierte die europäische Dynamik und äußerte sich in der Ausweitung des übernationalen Rechts, in der gegenseitigen Neutralisierung der Staaten, in der Öffnung des Marktes und in der Angleichung der Lebensweisen... Jetzt haben wir uns [an das Gefühl, ein Volk zu sein] erinnert, die Geschichte hat uns eingeholt und hat unsere Titanic angegriffen: » mehr


Magyar Lettre Internationale - Ungarn | Sonntag, 1. Januar 2006

EU-Erweiterung und kulturelle Traditionen

Gabor Csordas, einer der wichtigsten ungarischen Verleger, ist überzeugt, dass die EU nicht erweiterungsfähig ist, "solange die Integration verschiedener gesellschaftlicher Erfahrungen nicht stattfindet... Die EU ... » mehr


Alternatives économiques - Frankreich | Freitag, 17. März 2006

Gebremste EU-Erweiterung

Josep Borell, Präsident des EU-Parlaments, behauptet in einem noch vor dem Votum des Parlaments geführten Interview, das europäische Projekt sei insgesamt "defekt". "Das Projekt einer ... » mehr


Le Point - Frankreich | Mittwoch, 11. Januar 2006

Die christliche Wurzeln Europas

"Europa steht auf einem christlichen Sockel", erklärt der Historiker und ehemalige israelische Botschafter in Frankreich, Élie Barnavi, im Interview mit Elizabeth Lévy. "Das Substrat, der ... » mehr


Der Ruf nach Verlangsamung und Vertiefung

Berliner Zeitung - Deutschland | Dienstag, 16. Mai 2006

Die EU und das Dilemma der Erweiterung

Wann Rumänien und Bulgarien der EU beitreten, ist unerheblich, wichtig ist, dass sie aufgenommen werden, findet Frank Herold. Doch was kommt danach? "Derzeit wird diskutiert, ob nach der Aufnahme Bulgariens und Rumäniens der Erweiterungsprozess ausgesetzt werden sollte. So vernünftig es wäre - das wird nicht einfach. Kroatien und die Türkei stecken bereits im Verhandlungsprozess, Mazedonien hat einen Antrag gestellt. Auch für Bosnien-Herzegowina, Serbien, Georgien oder die Ukraine würde sich strategisch begründen lassen, warum es besser ist, sie im Klub zu haben, als unzufrieden vor der Tür. Institutionen, sagt Montesquieu, gehen an ihren Erfolgen zu Grunde. Wenn die EU diesem Schicksal entgehen will, muss sie lernen, dem Beitritts-Drängen immer neuer Länder zu widerstehen. Nicht durch brüske Ablehnung, sondern mit einer Auflösung der Formel: » mehr


Die Presse - Österreich | Dienstag, 7. März 2006

Euroskeptizismus

Erich Reiter, sicherheitspolitischer Experte im Verteidigungsministerium, analysiert die Ursachen für zunehmenden Euroskeptizismus. "Der große Fehler war, dass die Osterweiterung viel zu schnell erfolgte und die Union dadurch heterogener wurde, was die Identifizierung mit ihr erschwert. Der andere Fehler war die Abgehobenheit der 25 Staats- und Regierungschefs, die die grundsätzlichen Entscheidungen treffen. Sie betreiben die EU-Politik im Stile eines aufgeklärten Absolutismus: » mehr


Der Standard - Österreich | Donnerstag, 9. November 2006

Erweiterung und europäische Identität

Michael Moravec bezeichnet das am Mittwoch von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn vorgelegte Strategiepapier zur künftigen Erweiterungspolitik der EU als unklar und widersprüchlich: » mehr


Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 27. September 2006

Die letzte Erweiterung der EU?

"Was für die einen eine gute Nachricht bedeutet, kann für die anderen eine schlechte sein", kommentiert Adam Cerny die Entscheidung, Bulgarien und Rumänien ab 2007 ... » mehr


Abgestufte Integration und graduelle Mitgliedschaft

Die Welt - Deutschland | Donnerstag, 23. November 2006

Katrin Bastian über das Modell gradueller EU-Mitgliedschaft

Die Verhandlungen zwischen der EU und der Türkei um eine Mitgliedschaft sind ins Stocken geraten. Für die Berliner Politikwissenschaftlerin Katrin Bastian gibt es eine gute Alternative: » mehr


Die Welt - Deutschland | Donnerstag, 15. Juni 2006

Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten?

Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker erkärt Hannelore Crolly und Christoph B. Schiltz im Interview, wie er zur Idee eines Kerneuropas steht: » mehr


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 17. März 2006

Weitere EU-Erweiterung gebremst

"Die Diskussion über die Erweiterungspolitik ist da gelandet, wo die Regierungen sie nur noch schwer kontrollieren können: » mehr

 

© Bundeszentrale für politische Bildung

 

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