Die Unabhängigkeit des Kosovo
Seit dem 17. Februar existiert ein weiterer Staat in Europa, der jedoch ohne internationale Hilfe auf lange Sicht nicht lebensfähig sein wird. Welche Herausforderungen kommen auf die EU zu?
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Top-Thema vom Freitag, 22. Februar 2008
Die Regierung des Kosovo hat am 17. Februar einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Immer mehr Länder haben seither die Unabhängigkeit anerkannt. Die europäischen Zeitungen diskutieren kontrovers, ... » mehr
Die Regierung des Kosovo hat am 17. Februar einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Immer mehr Länder haben seither die Unabhängigkeit anerkannt. Die europäischen Zeitungen diskutieren kontrovers, ob dieser Schritt rechtlich oder moralisch gerechtfertigt ist.
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Top-Thema vom Montag, 18. Februar 2008
Am 17. Februar 2008 hat der Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt. Die Mitgliedsländer der EU haben sehr unterschiedliche Positionen zu der Frage, ob der neue Staat ... » mehr
Am 17. Februar 2008 hat der Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt. Die Mitgliedsländer der EU haben sehr unterschiedliche Positionen zu der Frage, ob der neue Staat anerkannt werden soll. Welche Folgen hat der Schritt für die Region und Europa?
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Top-Thema vom Donnerstag, 14. Februar 2008
Möglicherweise wird der Kosovo bereits am kommenden Sonntag, den 17. Februar seine Unabhängigkeit erklären. Was wären die Konsequenzen dieses Schritts? » mehr
Möglicherweise wird der Kosovo bereits am kommenden Sonntag, den 17. Februar seine Unabhängigkeit erklären. Was wären die Konsequenzen dieses Schritts?
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Alle verfügbaren Texte von » Thomas Fuster
Top-Thema vom Freitag, 28. Dezember 2007
Das serbische Parlament hat den Anspruch Serbiens auf den Kosovo bekräftigt und die Perspektive eines EU-Beitritts in Frage gestellt. Slowenien, das als erstes Land von ... » mehr
Das serbische Parlament hat den Anspruch Serbiens auf den Kosovo bekräftigt und die Perspektive eines EU-Beitritts in Frage gestellt. Slowenien, das als erstes Land von Jugoslawien unabhängig wurde und im Januar die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, kommt 2008 eine besondere Mittlerrolle im Kosovo-Konflikt zu.
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Alle verfügbaren Texte von » Adelheid Wölfl
Top-Thema vom Freitag, 7. Dezember 2007
Am kommenden Montag werden die Vermittler aus den USA, Russland und der EU UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ihren Abschlussbericht über die Zukunft des Kosovo vorlegen. ... » mehr
Am kommenden Montag werden die Vermittler aus den USA, Russland und der EU UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ihren Abschlussbericht über die Zukunft des Kosovo vorlegen. Sie erklären darin die Verhandlungen zwischen Serben und Kosovo-Albanern offiziell für gescheitert. Die serbische Provinz will nun ihre Unabhängigkeit erklären. Wie könnte die EU zur Stabilisierung der Region beitragen?
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Top-Thema vom Donnerstag, 29. November 2007
Die letzte Gesprächsrunde über die Zukunft des Kosovo ist ergebnislos zu Ende gegangen, die Vermittlung zwischen Serben und Kosovo-Albanern durch die internationale Diplomatie gescheitert. Folgt ... » mehr
Die letzte Gesprächsrunde über die Zukunft des Kosovo ist ergebnislos zu Ende gegangen, die Vermittlung zwischen Serben und Kosovo-Albanern durch die internationale Diplomatie gescheitert. Folgt nun die Unabhängigkeitserklärung der serbischen Provinz?
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Alle verfügbaren Texte von » Nicola Tietze, » Sonja Fercher
Top-Thema vom Montag, 19. November 2007
Die Demokratische Partei (PDK) des einstigen UCK-Kämpfers Hashim Thaçi ist mit voraussichtlich 34 Prozent als Sieger aus den Parlamentswahlen im Kosovo hervorgegangen. Die Wahlbeteiligung in ... » mehr
Die Demokratische Partei (PDK) des einstigen UCK-Kämpfers Hashim Thaçi ist mit voraussichtlich 34 Prozent als Sieger aus den Parlamentswahlen im Kosovo hervorgegangen. Die Wahlbeteiligung in der überwiegend von Albanern bewohnten serbischen Provinz war mit 45 Prozent niedrig, die serbische Minderheit boykottierte die Wahlen. Vor welchen Aufgaben steht die neue Regierung?
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Alle verfügbaren Texte von » Norbert Mappes-Niediek
Top-Thema vom Freitag, 16. November 2007
Am 17. November finden in der serbischen Provinz Kosovo Wahlen statt - kurz bevor am 10. Dezember die Frist für eine Entscheidung über den künftigen ... » mehr
Am 17. November finden in der serbischen Provinz Kosovo Wahlen statt - kurz bevor am 10. Dezember die Frist für eine Entscheidung über den künftigen Status des Kosovo abläuft. Sollten die Verhandlungen scheitern, will der Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit erklären.
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Alle verfügbaren Texte von » Denis Sieffert
Top-Thema vom Freitag, 5. Oktober 2007
Die Gespräche zwischen Regierungsvertretern Serbiens und des Kosovo, die vergangene Woche in New York stattgefunden haben, haben keine Einigung über den künftigen Status des Kosovo ... » mehr
Die Gespräche zwischen Regierungsvertretern Serbiens und des Kosovo, die vergangene Woche in New York stattgefunden haben, haben keine Einigung über den künftigen Status des Kosovo erreicht. Der serbische Premierminister Vojislav Koštunica hat sich seinerseits vor dem Europarat in Straßburg gegen eine Unabhängigkeit der serbischen Provinz ausgesprochen. Die Presse befürchtet langfristig eine Gefährdung des Friedens in den Balkanländern.
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Alle verfügbaren Texte von » Xavier Aldekoa
Top-Thema vom Mittwoch, 12. September 2007
Erweiterungskommissar Olli Rehn hat die Kosovo-Frage beim Außenministertreffen vergangene Woche als "Testfall für die EU-Außenpolitik" bezeichnet. Sollte der Kosovo sich einseitig unabhängig erklären, wollen die ... » mehr
Erweiterungskommissar Olli Rehn hat die Kosovo-Frage beim Außenministertreffen vergangene Woche als "Testfall für die EU-Außenpolitik" bezeichnet. Sollte der Kosovo sich einseitig unabhängig erklären, wollen die USA das anerkennen, Russland nicht. Die EU sucht noch nach einer eindeutigen gemeinsamen Linie.
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Alle verfügbaren Texte von » Ljubiša Tošic
Top-Thema vom Dienstag, 12. Juni 2007
Der amerikanische Präsident George Bush hat sich bei seinem Besuch in der albanischen Hauptstadt Tirana für eine Unabhängigkeit des Kosovo ausgesprochen und auf eine schnelle ... » mehr
Der amerikanische Präsident George Bush hat sich bei seinem Besuch in der albanischen Hauptstadt Tirana für eine Unabhängigkeit des Kosovo ausgesprochen und auf eine schnelle Entscheidung des UN-Sicherheitsrats gedrängt. Russland ist weiterhin gegen die Unabhängigkeit und droht, sein Veto einzulegen. Die europäischen Zeitungen analysieren die komplizierte Situation.
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Top-Thema vom Dienstag, 30. Januar 2007
Der noch amtierende Präsident Serbiens Vojislav Kostunica hat angekündigt, er werde Uno-Vermittler Martti Ahtisaari in Belgrad am Freitag nicht empfangen. Ahtisaari will dort seinen ... » mehr
Der noch amtierende Präsident Serbiens Vojislav Kostunica hat angekündigt, er werde Uno-Vermittler Martti Ahtisaari in Belgrad am Freitag nicht empfangen. Ahtisaari will dort seinen Plan für eine "überwachte Autonomie" der zu Serbien gehörenden Provinz Kosovo vorstellen. Wie stehen die Chancen für eine beschränkte Unabhängigkeit des Kosovo?
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Top-Thema vom Montag, 30. Oktober 2006
Die serbischen Wähler haben sich bei einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für eine neue Verfassung ausgesprochen, die die serbische Hoheit über die Provinz Kosovo bekräftigt. ... » mehr
Die serbischen Wähler haben sich bei einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für eine neue Verfassung ausgesprochen, die die serbische Hoheit über die Provinz Kosovo bekräftigt. Angesichts einer Wahlbeteiligung von weniger als 54 Prozent glaubt die europäische Presse jedoch nicht, dass Belgrad in der Lage sein wird, die Unabhängigkeit der Provinz zu verhindern.
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Länder
Bulgarien
ypern
Dnevnik - Bulgarien | Donnerstag, 14. Februar 2008
Bulgarien hat bislang zum Kosovo offiziell nicht Position bezogen, kritisiert Iwo Indjew: » mehr
Bulgarien hat bislang zum Kosovo offiziell nicht Position bezogen, kritisiert Iwo Indjew: "Die EU unterstützt die Unabhängigkeit des Kosovo und als Mitglied der EU hat Bulgarien damit indirekt Partei ergriffen. Aber stillschweigend... Die Regierung versucht der Öffentlichkeit ihre Profillosigkeit als Flexibilität zu verkaufen. Eigentlich hat sie Angst, geohrfeigt zu werden - nicht von den eigenen Bürgern, sondern von der wuchtigen Hand des Kremls. ... Wir sollten uns keine Neutralität vormachen. Als sich Bulgarien gegen die nationalistischen Tendenzen auf dem Balkan wandte und als erstes Land 1992 den Staat Mazedonien anerkannt hat, wurde es auf der geopolitischen Karte sichtbar. Die Außenpolitik ist aber eine Projektion der inneren Stimmungen. So gesehen verhielt sich Bulgarien 1992 und 1999 [als es eine pro-Nato-Position im Konflikt mit Serbien ergriff] als eigenständiges Land - jetzt führt es sich wie die 'untreue Ehefrau Russlands' auf."
» zum ganzen Artikel (externer Link, bulgarisch)
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Deutschland
Die Zeit - Deutschland | Freitag, 7. Dezember 2007
"Zweierlei scheint Brüssel undenkbar: » mehr
"Zweierlei scheint Brüssel undenkbar: ein solches Sorgenkind vor der Haustür der Europäischen Union sich selbst zu überlassen. Und, noch wichtiger, es langfristig nicht ins Haus Europa zu lassen", erklären Jochen Bittner und Andrea Böhm, wenden aber kritisch ein: "Wie lange es dauern mag, aus ihm ein Mitglied des europäischen Clubs zu machen – darauf will in Brüssel keiner Wetten abschließen. Wohl aber, glauben EU-Diplomaten, sei das Balkanproblem nur zu lösen, wenn alle Länder des ehemaligen Jugoslawiens unter einen neuen Schirm gebracht würden – eben den der europäischen Integration... Derlei Ambitionen sind nicht nur ein gewaltiger Kraftakt für eine ohnehin erweiterungsmüde Union. Sie sind auch eine Provokation für den verstimmten Nachbarn Russland. Aus Moskaus Sicht ist das Engagement der EU auf dem Balkan ein nassforsches Vordringen in traditionell russische Einflusszonen. Gut möglich also, dass sich im Kosovo auch ein frozen conflict zwischen Europa und Russland kristallisiert."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
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Griechenland
Kathimerini - Griechenland | Montag, 11. Februar 2008
"Jede Nation strebt nach Unabhängigkeit. Niemand kann den Kosovo-Albanern die Beharrlichkeit, mit der sie ihre Unabhängigkeit verfolgen, zum Vorwurf machen", kommentiert Nikos Konstandaras die ... » mehr
"Jede Nation strebt nach Unabhängigkeit. Niemand kann den Kosovo-Albanern die Beharrlichkeit, mit der sie ihre Unabhängigkeit verfolgen, zum Vorwurf machen", kommentiert Nikos Konstandaras die für den 17. Februar angekündigte Unabhängigkeitserklärung der südserbischen Provinz. "Weniger verständlich ist aber das frivole und gedankenlose Verhalten der EU, das die Spaltung Serbiens vertieft und dieses wichtige Land in die Isolation treibt... Es scheint den europäischen Politikern, die darauf beharren, dass die Serben den Verlust des Kosovo akzeptieren und im Gegenzug den EU-Beitritt in Aussicht stellen, egal zu sein, was mit den Serben passiert... Wenn den Europäern wirklich daran gelegen wäre, das komplizierteste Balkan-Problem zu lösen (und Serbien als festen Partner zu gewinnen), würden sie den EU-Beitritt Serbiens beschleunigen und den Kosovo-Albanern klar und deutlich sagen, dass sie ihre Unabhängigkeit an dem Tag erhalten werden, an dem Kosovo und Serbien EU-Mitglieder werden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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Großbritannien
Open Democracy - Großbritannien | Freitag, 5. Oktober 2007
Der Soziologe Eric Gordy meint, dass die "Rhetorik der serbischen Regierung in Bezug auf den Kosovo in den letzten Wochen drastischer geworden ist". Er glaubt allerdings nicht, dass es "um eine Beeinflussung der Verhandlungen geht. Es geht auch nicht darum, die noch im Kosovo verbliebenen Serben zu schützen: » mehr
Der Soziologe Eric Gordy meint, dass die "Rhetorik der serbischen Regierung in Bezug auf den Kosovo in den letzten Wochen drastischer geworden ist". Er glaubt allerdings nicht, dass es "um eine Beeinflussung der Verhandlungen geht. Es geht auch nicht darum, die noch im Kosovo verbliebenen Serben zu schützen: Läge der Regierung an ihrem Schicksal, so hätte sie die Möglichkeit, jedes erwünschte Thema auf die Gesprächsliste mit den Kosovo-Unterhändlern zu setzen – angefangen mit dem Schutz religiösen und kulturellen Erbes, dem Recht auf Bewegungsfreiheit und Rückkehr in die Heimat, über die Klärung von Eigentumskonflikten, dem Sicherstellen einer Minderheitenvertretung in den Kommunen bis hin zur Prävention wiederkehrender Gewaltausbrüche gegen die serbische Bevölkerung. Obwohl die Regierung von all diesen Aspekten rhetorisch Gebrauch macht, hat sie doch wenig dafür getan, die Details zu klären."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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Polen
Newsweek Polska - Polen | Montag, 25. Februar 2008
Aleksander Kaczorowski beklagt, dass die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei bestehende Visegrád-Gruppe keine gemeinsame Linie bei der Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos verfolgt. "Polen ... » mehr
Aleksander Kaczorowski beklagt, dass die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei bestehende Visegrád-Gruppe keine gemeinsame Linie bei der Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos verfolgt. "Polen gehört nicht zu den Staaten, die sofort die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt haben... Die polnischen Politiker müssen entscheiden, ob wir zu den Ländern gehören wollen, die in der europäischen Politik diesbezüglich den Ton angeben. Oder wollen wir die Unabhängigkeit erst später anerkennen, um die Beziehungen zu Belgrad so wenig wie möglich zu belasten? Diese Option bevorzugen zum Beispiel die Tschechen, die Serbien traditionell mit großer Sympathie betrachten, ebenso wie die Ungarn, die ihre Minderheit in der serbischen [Provinz] Vojvodina nicht gefährden wollen... Wenn die polnischen Politiker keinen optimalen Termin für die Anerkennung des Kosovo finden können, sollten sie ihre Partner in Prag und Budapest konsultieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
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Schweiz
Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Montag, 7. Januar 2008
Der serbische Schriftsteller Bora Cosic erinnert daran, dass die Kosovo-Albaner schon immer etwas ungleicher waren als die restlichen Jugoslawen - selbst unter Tito waren sie bolschewistischem Terror ausgesetzt: » mehr
Der serbische Schriftsteller Bora Cosic erinnert daran, dass die Kosovo-Albaner schon immer etwas ungleicher waren als die restlichen Jugoslawen - selbst unter Tito waren sie bolschewistischem Terror ausgesetzt: "Jetzt zeichnet sich das Ende dieser Geschichte ab, die mit jenen armen Leuten begonnen hat, die in Kellern Trauben und Sardinen gegessen haben und heute mit viel Mühe versuchen, auf ihrem Land zu leben, nach ihrem Wunsch und mit dem Recht auf Unabhängigkeit, bei einem behutsamen Umgang mit der eigenen Freiheit. Diese fleißigen, stolzen und harten Menschen haben schon mehrmals gezeigt, wie schwer es ist, mit dieser Freiheit umzugehen. Und haben es bisweilen geschafft, viele, die ihnen wohlgesinnt sind, zu enttäuschen: Müssen sie, aus welchen Gründen auch immer, die Gotteshäuser einer anderen Religion anzünden? Wohl auch deshalb habe ich es schwer, meine serbischen Landsleute zur Vernunft zu bringen, dass sie die Kosovo-Albaner in Frieden lassen und sich endlich mit ihrem eigenen Schicksal befassen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
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Slowakei
Sme - Slowakei | Donnerstag, 27. Dezember 2007
Der slowakische Jurist und Politologe Daniel Šmihula widerspricht den Argumenten der Kosovo-Albaner, sie hätten im serbischen Staatenverbund nicht genügend Minderheitenrechte. Šmihula warnt vielmehr, mit der Unabhängigkeit drohe die Bildung eines ethnischen Ghettos: » mehr
Der slowakische Jurist und Politologe Daniel Šmihula widerspricht den Argumenten der Kosovo-Albaner, sie hätten im serbischen Staatenverbund nicht genügend Minderheitenrechte. Šmihula warnt vielmehr, mit der Unabhängigkeit drohe die Bildung eines ethnischen Ghettos: "Realisieren wir nicht mit zeitlicher Verzögerung Milosevic' ethnisch reinen Kosovo - diesmal eben keinen serbischen, sondern einen albanischen Kosovo?... Die Slowakei hat 1999 den militärischen Einsatz gegen Jugoslawien als humanitäre Intervention unterstützt, um eine ethnische Säuberung zu verhindern. Es lag nicht in ihrer Absicht, den Separatismus der Kosovaren zu fördern und eine Abtrennung des Kosovo von Serbien auszulösen. Deshalb ist die Slowakei nicht begeistert vom Gedanken der Unabhängigkeit des Kosovo, so wie sie überhaupt einseitigen Schritten skeptisch gegenübersteht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
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Spanien
El País - Spanien | Montag, 25. Februar 2008
Die Uneinigkeit der EU-Mitglieder in Bezug auf die Anerkennung des Kosovo zeige erneut die Grenzen der EU, schreibt der spanische Politologe José Ignacio Torreblanca. "Der ... » mehr
Die Uneinigkeit der EU-Mitglieder in Bezug auf die Anerkennung des Kosovo zeige erneut die Grenzen der EU, schreibt der spanische Politologe José Ignacio Torreblanca. "Der Kosovo ist eine neue Herausforderung für die europäische Macht. Eine Macht, die es trotz ihrer immensen wirtschaftlichen, demographischen und politischen Basis nicht schafft, sich durchzusetzen. Da sich keine Veränderung abzeichnet, wird es immer häufiger solche Herausforderungen geben. So wie sich die Welt seit Beginn des Jahrhunderts entwickelt, verfolgt sie eine Richtung, die nicht mit den Interessen und Werten Europas vereinbar ist... Europas Problem ist nicht, dass es zu wenig Mächte hätte, sondern dass diese Mächte sich nicht einig sind. Das ist ineffektiv. Angesichts dieser Zersplitterung erklärt sich auch, warum Moskau glaubt, die Europäer so offen herauszufordern zu können, obwohl sie demographisch 3,5 Mal, bei den Militärausgaben zehn Mal und wirtschaftlich 15 Mal stärker sind als Russland."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
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El País - Spanien | Mittwoch, 20. Februar 2008
Die Unabhängigkeit des Kosovo habe bei ihr eine Mischung aus Hoffnung und Angst ausgelöst, erklärt die kroatische Schriftstellerin Slavenka Drakulic in einem Text, den heute ... » mehr
Die Unabhängigkeit des Kosovo habe bei ihr eine Mischung aus Hoffnung und Angst ausgelöst, erklärt die kroatische Schriftstellerin Slavenka Drakulic in einem Text, den heute mehrere europäische Zeitungen drucken. "Es war ein Exodus biblischen Ausmaßes. Die Albaner, diese 2,2 Millionen große Minderheit in Serbien, fielen der Brutalität ihrer serbischen Nachbarn zum Opfer, der Brutalität von Milosevic, seiner Polizei und seiner Armee, die zur ethnischen Säuberung eingesetzt wurde. Das gibt ihnen ein moralisches Anrecht auf einen eigenen Staat, auf Freiheit und Unabhängigkeit... Aber so legitim und gerechtfertigt dieser Anspruch sein mag, so schwer lässt er sich in positives Recht übertragen - hier beginnen die Probleme... Die Politiker werden nicht müde zu wiederholen, dass der Kosovo ein 'Sonderfall' sei - aber keiner kann erklären, wieso das eigentlich so sein sollte, oder wie irgendjemand diesen Status garantieren könnte... Es ist dies eine neue Saat der Angst und die traurige Folge einer Unabhängigkeitserklärung, die ansonsten nur verdient und gerecht ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
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ABC - Spanien | Dienstag, 19. Februar 2008
Spanien gehört zu den sechs EU-Ländern, die nicht vorhaben, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Sie fürchten Nachahmungstaten ihrer eigenen Minderheiten. Ignacio Camacho hält es für ... » mehr
Spanien gehört zu den sechs EU-Ländern, die nicht vorhaben, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen. Sie fürchten Nachahmungstaten ihrer eigenen Minderheiten. Ignacio Camacho hält es für unverantwortlich, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen, weil so "sezessionistische Tendenzen gefördert werden, die die Stabilität einiger europäischer Staaten gefährden, darunter Spanien... Die Westmächte akzeptieren die Entstehung einer Nation aus dem Nichts, wobei sie erstmal eine Infrastruktur aufbauen müssen, und schaffen so einen Präzedenzfall, den man mit einer einfachen theoretischen Erklärung nicht mehr rückgängig machen kann. Latente Nationalisten, von den fanatischen bis zu den gemäßigten, können sich nun sicher sein, dass, wenn sie ihre Unabhängigkeit erklären, Frankreich, Deutschland oder selbst die Amis aus strategischen Gründen wegschauen oder gar ihre Zustimmung oder ihren Segen geben werden."
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El País - Spanien | Mittwoch, 9. Januar 2008
Der Historiker und Osteuropaexperte Francisco Veiga aus Barcelona warnt davor, Katastrophenszenarien für den Kosovo auf den Leim zu gehen. "Wenn das Medienfeuer erst einmal erlöscht ... » mehr
Der Historiker und Osteuropaexperte Francisco Veiga aus Barcelona warnt davor, Katastrophenszenarien für den Kosovo auf den Leim zu gehen. "Wenn das Medienfeuer erst einmal erlöscht ist, werden sich die Kosovo-Albaner einerseits und die Serben und Russen andererseits in vielen Punkten gut verstehen... Die Medien und einige Politiker tun so, als befänden wir uns immer noch im Jahr 1991 [dem Jahr des Balkankrieges]. Aber ihre sensationsheischende Haltung spiegelt keinesfalls die Realität dort wider. Es wird keinen neuen Krieg geben, zumindest keinen von Serbien initiierten, aus dem einfachen Grund, dass Serbien weder über die militärische Kraft noch über politische Führer oder die notwendige Logistik verfügt. Und die lokalen Akteure haben nicht den Handlungspielraum, um einen Krieg zu organisieren, selbst wenn sie es wollten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
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Tschechien
Právo - Tschechien | Dienstag, 8. Januar 2008
Der ehemalige tschechoslowakische Außenminister Jiří Dienstbier, der viele Jahre UN-Menschenrechtsbeauftragter für den Balkan war, zeigt Verständnis für die Weigerung Serbiens, einen unabhängigen Kosovo zu akzeptieren: » mehr
Der ehemalige tschechoslowakische Außenminister Jiří Dienstbier, der viele Jahre UN-Menschenrechtsbeauftragter für den Balkan war, zeigt Verständnis für die Weigerung Serbiens, einen unabhängigen Kosovo zu akzeptieren: "Die internationalen Unterhändler haben nie ernsthaft einen Kompromiss gesucht, sondern nur versucht, Serbien zu nötigen, die Unabhängigkeit des Kosovo hinzunehmen. Nur Russland sah das stets als schlechteste Variante, den Balkan zu stabilisieren... Das Streben, die Anerkennung eines unabhängigen Kosovo zu begründen, führt zu bizarren Einfällen. Der Begriff 'Kosovaren' klingt multiethnisch. Aber im Kosovo bezeichnet sich niemand als Kosovare, sondern als Albaner, Serbe, Türke oder Roma."
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Zypern
Politis - Zypern | Mittwoch, 13. Februar 2008
"Die erste Runde der zyprischen Präsidentschaftswahlen findet in vier Tagen statt und die Kandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch die griechischen Zyprer interessieren sich vor ... » mehr
"Die erste Runde der zyprischen Präsidentschaftswahlen findet in vier Tagen statt und die Kandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch die griechischen Zyprer interessieren sich vor allem für den Kosovo", schreibt Lefteris Adinilis. "Denn am Wahltag wird sich vermutlich auch der Kosovo für unabhängig erklären. Das wichtigste Thema der Wahlen ist die Wiedervereinigung der Insel und deswegen wird die voraussichtliche Unabhängigkeitserklärung des Kosovo als düsteres Vorzeichen empfunden. Russland hat in dieser Woche eine diplomatische Bombe gezündet, indem es eine Parallele zwischen der Unabhängigkeit des Kosovo und der Nordzyperns gezogen hat... Russland ist das einzige ständige Mitglied im Weltsicherheitsrat, das offen gegen die Unabhängigkeit des Kosovo ist und sich weigert, sie anzuerkennen. Ist die Vereinigung Zyperns, die so nah schien, zum Scheitern verurteilt?"
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Cyprus Mail - Zypern | Donnerstag, 3. Januar 2008
Der emiritierte Politologe Raju G. C. Thomas, der früher unter anderem an der Universität Belgrad lehrte, wendet sich in einem Text für Project Syndicate gegen ... » mehr
Der emiritierte Politologe Raju G. C. Thomas, der früher unter anderem an der Universität Belgrad lehrte, wendet sich in einem Text für Project Syndicate gegen die Unabhängigkeit des Kosovo. "Für die Serben ist Serbiens Anspruch auf das Kosovo wesentlich stärker gerechtfertigt als Russlands Anspruch auf Tschetschenien, Chinas Anspruch auf Xinjiang, Indiens Anspruch auf Kaschmir (den Pakistan immer noch abstreitet) und der Anspruch der Philippinen auf die Insel Mindanao. Bei allen handelt es sich um Provinzen mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit, die Teil eines Staates mit nichtmuslimischer Mehrheit sind. Doch sind Russland, China und Indien große Staaten, die die Abtrennung ihrer Territorien nicht zulassen. Daher gibt es keine ernsthaften internationalen Bemühungen, sie dazu zu zwingen. Die Philippinen haben die Kontrolle über Mindanao effektiv verloren, genau wie Serbien die Kontrolle über das Kosovo verloren hat, dennoch hat niemand die einseitige Unabhängigkeitserklärung Mindanaos anerkannt. Warum sollte also die Erklärung des Kosovos akzeptiert werden?... Allgemeiner betrachtet, würde eine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo zeigen, dass gewalttätige Abspaltung funktioniert. "
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Alle verfügbaren Texte von » Raju G. C. Thomas
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