Süden gegen Norden?
Welche Bedeutung hat das Mittelmeer politisch und wirtschaftlich für Europa? Wie soll die Zusammenarbeit mit den Nicht-EU-Ländern an seinen Ufern aussehen?
Mittelmeerunion
Berliner Zeitung - Deutschland | Freitag, 28. März 2008
Barbara Klimke analysiert die Gründe für Nicolas Sarkozys "Charmeoffensive" in Großbritannien: » mehr
Barbara Klimke analysiert die Gründe für Nicolas Sarkozys "Charmeoffensive" in Großbritannien: "Frankreich ist auf die Allianz mit Großbritannien angewiesen, wenn es seine militärstrategischen Pläne umsetzen will. Für dieses Vorhaben reicht die alte, erprobte, hoch institutionalisierte Achse zu Deutschland tatsächlich nicht mehr aus, zumal die Beziehungen zu Deutschland nach dem Streit um eine Mittelmeerunion derzeit nicht gerade die besten sind. Denn die Zusammenarbeit zweier Staaten mag heute beim Bau von Atomkraftwerken noch zeitgemäß sein; globale Probleme wie Klimawandel oder Terrorismus aber sind weder nationalstaatlich noch bilateral zu lösen. Sarkozy... will deshalb mit einem nationalen Tabu brechen und sein Land wieder stärker militärisch in die Nato einbinden, was seit de Gaulles Zeiten unvorstellbar war und in Frankreich hoch umstritten ist. Im Gegenzug wird Sarkozy eine stärkere Rolle der EU bei künftigen Verteidigungsaufgaben verlangen müssen. Dabei wird bei dem eher euroskeptischen Briten Brown im Zweifel mehr Überzeugungsarbeit nötig sein als bei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » EU-Politik, » Frankreich, » Großbritannien
Alle verfügbaren Texte von » Barbara Klimke
taz - Deutschland | Donnerstag, 20. März 2008
Brüssel-Korrespondentin Daniela Weingärtner blickt skeptisch auf die von Nicolas Sarkozy gewünschte Mittelmeer-Union: » mehr
Brüssel-Korrespondentin Daniela Weingärtner blickt skeptisch auf die von Nicolas Sarkozy gewünschte Mittelmeer-Union: "Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass der französische Präsident mit seiner Neugründung scheitern wird. Die EU hat zwar auch im Süden ein starkes Interesse daran, dass ihre Nachbarn wirtschaftlich auf die Beine kommen, die rechtsstaatlichen Spielregeln einhalten und gleichzeitig bereit sind, Flüchtlinge, Menschenhändler, Drogen und andere Unbill von Europa fernzuhalten. Doch diese Nachbarn sind kulturell und ökonomisch zu unterschiedlich, als dass man ihnen mit einer gemeinsamen Mittelmeerpolitik gerecht werden könnte. Stattdessen müsste die EU-Kommission eine auf jedes Land maßgeschneiderte eigene Verhandlungsstrategie ausarbeiten, die gleichzeitig die einstimmige Billigung von den 27 EU-Mitgliedern finden kann. Ein mühsamer, aber erfolgversprechender Weg."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Afrika, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Daniela Weingärtner
Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 14. März 2008
Die neuen Pläne für eine Mittelmeerunion hätten zwar ein Zerwürfnis der EU verhindert, meint Peter Winkler. Warum aber der Barcelona-Prozess, der zuvor die Zusammenarbeit mit ... » mehr
Die neuen Pläne für eine Mittelmeerunion hätten zwar ein Zerwürfnis der EU verhindert, meint Peter Winkler. Warum aber der Barcelona-Prozess, der zuvor die Zusammenarbeit mit den südlichen Mittelmeerländer verstärken sollte, so erfolglos war, sei bei der Diskussion nicht angesprochen worden. "Da wäre man auf heikle Probleme gestossen, etwa darauf, dass einige der Angesprochenen sich untereinander im Kriegszustand befinden, während andere zwar vor diesem letzten Schritt zurückschreckten, zu ihren Nachbarn aber dennoch äußerst schwierige Beziehungen haben. Natürlich stützt sich der Einfluss der EU auf die 'sanfte Gewalt' des Geldes, im Gegensatz etwa zu militärischer Macht. Doch es hätte auch Sarkozy auffallen müssen, dass das Interesse der Mittelmeeranrainer an den milliardenschweren Angeboten der EU über die Jahre erlahmte. Statt über Wege nachzudenken, wie neue Milliarden südwärts über das Meer geworfen werden könnten, müssten wohl die Ursachen für dieses Desinteresse untersucht werden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » EU-Politik, » Afrika, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Peter Winkler
ABC - Spanien | Donnerstag, 13. März 2008
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will bei dem heute beginnenden Treffen aller Staats- und Regierungschefs der EU seinen umstrittenen Plan einer Mittelmeerunion vorstellen. Die deutsche ... » mehr
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will bei dem heute beginnenden Treffen aller Staats- und Regierungschefs der EU seinen umstrittenen Plan einer Mittelmeerunion vorstellen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte diplomatisch interveniert. Sie will, dass alle EU-Mitglieder in dieser Union Mitglied werden können. Für die spanische Tageszeitung ist das Projekt "eine Totgeburt". "In den letzten zehn Jahren hat der Barcelona-Prozess, der einen 'Dialog der Mittelmeerländer' fördern sollte, nie das Stadium der guten Absichten und politisch korrekten Ansichten verlassen... Sarkozy wollte eine Struktur schaffen, innerhalb derer die Mittelmeeranrainer von den Europäern hätten profitieren können - außerhalb der Einflusszone der nord- und westeuropäischen Länder. Klar, dass dieser Anspruch nicht akzeptabel war, weil er einen institutionellen Keil in die Union getrieben hätte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Frankreich, » Europa, » Südeuropa
La Vanguardia - Spanien | Dienstag, 15. Januar 2008
Der türkische Premierminister Recep Tyyip Erdogan nimmt derzeit in Madrid am ersten Forum der Initiative Allianz der Kulturen teil, die die Missverständnisse zwischen der westlichen ... » mehr
Der türkische Premierminister Recep Tyyip Erdogan nimmt derzeit in Madrid am ersten Forum der Initiative Allianz der Kulturen teil, die die Missverständnisse zwischen der westlichen und der islamischen Welt überwinden helfen will. Die Beziehungen zwischen Spanien und der Türkei seien gut, meint die Zeitung, könnten sich aber "noch verbessern, wenn dieses große Mittelmeer-Land, wie Spanien es wünscht, in die EU aufgenommen wird... Die spanischen Regierungen, egal ob konservativ oder sozialistisch, haben immer denen widersprochen, die meinten, ein EU-Beitritt der Türkei sei aufgrund ihrer muslimischen Identität nicht möglich. Als sei Europa ein christlicher Klub. Die spanischen Regierungen haben immer betont, und werden das auch weiter tun, dass die muslimischen Wurzeln der Türkei, wenn sie die von der EU gesetzten Kriterien erfüllt, keinerlei Hindernis sind. Viel mehr sind sie für ganz Europa eine Bereicherung."
» zur Homepage (externer Link, La Vanguardia)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » EU-Politik, » Innenpolitik, » Spanien, » Global, » Türkei
Diario Sur - Spanien | Freitag, 21. Dezember 2007
"Das Treffen des spanischen Premierministers José Luis Rodríguez Zapatero mit seinem italienischen Amtskollegen Romano Prodi und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat das Projekt einer Mittelmeerunion in den Schoß der EU zurückgeführt", freut sich die spanische Tageszeitung. "Die Idee des französischen Präsidenten, die Initiative nur am Rande der EU umzusetzen und auf die Anrainer des Mittelmeers zu begrenzen, ist problematisch... Vor allem Deutschland fühlte sich durch den französischen Präsidenten in ungerechter Weise an den Rand gedrängt, was dazu geführt hat, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrem Missfallen öffentlich Ausdruck verlieh. Die deutschen Argumente sind die gleichen wie die der italienischen und der spanischen Regierung: » mehr
"Das Treffen des spanischen Premierministers José Luis Rodríguez Zapatero mit seinem italienischen Amtskollegen Romano Prodi und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat das Projekt einer Mittelmeerunion in den Schoß der EU zurückgeführt", freut sich die spanische Tageszeitung. "Die Idee des französischen Präsidenten, die Initiative nur am Rande der EU umzusetzen und auf die Anrainer des Mittelmeers zu begrenzen, ist problematisch... Vor allem Deutschland fühlte sich durch den französischen Präsidenten in ungerechter Weise an den Rand gedrängt, was dazu geführt hat, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrem Missfallen öffentlich Ausdruck verlieh. Die deutschen Argumente sind die gleichen wie die der italienischen und der spanischen Regierung: Das, was am Mittelmeer geschieht, geht alle Europäer an, deshalb sollte die Mittelmeerpolitik mit allen anderen europäischen Aktivitäten koordiniert werden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa
La Vanguardia - Spanien | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Die Regierungschefs Italiens und Spaniens, Romano Prodi und José Luis Rodríguez Zapatero, haben am 5. Dezember in Neapel über das Projekt einer Mittelmeerunion beraten. Die ... » mehr
Die Regierungschefs Italiens und Spaniens, Romano Prodi und José Luis Rodríguez Zapatero, haben am 5. Dezember in Neapel über das Projekt einer Mittelmeerunion beraten. Die Zeitung erklärt, dies sei eine Reaktion auf die jüngsten Initiativen von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. "Der französische Präsident hat nicht nur die Idee einer Mittelmeerunion aufgebracht, es ist ihm auch innerhalb weniger Monate gelungen, wichtige Abkommen mit Marokko, Libyen und Algerien zu unterzeichnen. Der neue politische Vorstoß von Prodi und Zapatero sollte nicht als konkurrierendes Projekt gesehen werden, sondern als Kooperation... Die Initiativen der drei Länder sollten so koordiniert werden, dass sie zu einer Wiederbelebung des Mittelmeerraums und zur Verringerung der Unterschiede zwischen Nord und Süd führen."
» zur Homepage (externer Link, La Vanguardia)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Afrika, » Europa
Libération - Frankreich | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy war in Algerien, zahlreiche Wirtschaftsabkommen wurden unterzeichnet, doch die Atmosphäre war gespannt, berichtet Laurent Joffrin. Er findet, Sarkozy hätte sich offiziell für Frankreichs Kolonial-Vergangenheit in Algerien entschuldigen sollen: » mehr
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy war in Algerien, zahlreiche Wirtschaftsabkommen wurden unterzeichnet, doch die Atmosphäre war gespannt, berichtet Laurent Joffrin. Er findet, Sarkozy hätte sich offiziell für Frankreichs Kolonial-Vergangenheit in Algerien entschuldigen sollen: "Reue? Dieses Wort hat eine religiöse, ja schon fast aufopfernde Dimension, und ist deshalb unangebracht. Aber die Sache selbst ist legitim und notwendig. Eine Geste, eine deutliche Erklärung wäre nötig, um endlich das koloniale Erbe aus dem Weg zu räumen, das noch nach vierzig Jahren die französisch-algerischen Beziehungen vergiftet... Die Franzosen müssten den Anfang machen. Aber die Algerier sollten ihrem Beispiel folgen. Andernfalls wird die schmerzhafte Erinnerung an die französisch-algerische Vergangenheit die notwendigen Beziehungen zwischen beiden Seiten des Mittelmeers weiter belasten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Geschichte, » Frankreich, » Afrika
Alle verfügbaren Texte von » Laurent Joffrin
Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 30. Juli 2007
Martin Winter kritisiert die Alleingänge einzelner Mitgliedstaaten, die eine gemeinsame EU-Außenpolitik verhinderten: » mehr
Martin Winter kritisiert die Alleingänge einzelner Mitgliedstaaten, die eine gemeinsame EU-Außenpolitik verhinderten: "Die EU hatte einmal den Anspruch, Schulter an Schulter mit den wirklich Großen, mit den USA und Russland, die Welt wieder in ruhigeres Gewässer zu bringen. Doch daraus wird nichts, solange nationale Alleingänge an der Tagesordnung sind. So schwächt der französische Außenminister Bernard Kouchner Europas Einfluss im Nahen Osten, indem er ohne Rückendeckung durch die anderen EU-Staaten eine Kehrtwende der europäischen Palästina-Politik propagiert; so machen Polen und Tschechen die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU lächerlich, indem sie hinter dem Rücken ihrer europäischen Partner mit den USA eine eigene Raketenpolitik betreiben; und so schlagen sich mehrere EU-Länder in der Kosovo-Frage auf die Seite der USA, weshalb die eigenständige Stimme der Europäer am Verhandlungstisch kaum noch Gewicht hat. Auch Frankreichs unabgestimmter Vorstoß für eine Mittelmeerunion hinterlässt innerhalb und außerhalb der Europäischen Union vor allem eines: Konfusion."
» zur Homepage (externer Link, Süddeutsche Zeitung)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Russland, » Europa, » USA, » Naher und Mittlerer Osten
Alle verfügbaren Texte von » Martin Winter
Gândul - Rumänien | Freitag, 27. Juli 2007
Andreea Bratosin wundert sich über den Besuch Sarkozys: » mehr
Andreea Bratosin wundert sich über den Besuch Sarkozys: "Warmes Händeschütteln am Mittwoch in Tripolis zwischen Präsident Nicolas Sarkozy und dem libyschen Staatsoberhaupt Gaddafi, dem großen Verbündeten von Nicolae Ceausescu im 'Kampf gegen den Imperialismus'. Große Worte über die Rückkehr Libyens in die Mitte der internationalen Gemeinschaft, Zustimmung zur Zusammenarbeit mit der EU, möglicher Eintritt in die Mittelmeer-Union. Gaddafi, das frühere 'Oberhaupt der Terroristen', 'Mitglied der Achse des Bösen', wie er jahrelang offiziell von amerikanischer und europäischer Seite genannt wurde, der Bin Laden der 70er Jahre, lächelte breit und war sich seines Sieges bewusst. Es hat nicht einmal viel gekostet. Es war der Gewinn aus dem Verkauf der bulgarischen Krankenschwestern."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Europa, » USA, » Naher und Mittlerer Osten, » Rumänien, » Bulgarien
Alle verfügbaren Texte von » Andreea Bratosin
Dnevnik - Slowenien | Montag, 9. Juli 2007
Der Vorschlag des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Gründung einer Mittelmeerunion bekommt neuen Auftrieb. Dies könnte Kritikern zufolge ein Trostpflaster für die Türkei sein, falls diese nicht Mitglied der Europäischen Union werden sollte. Bojana Rozic kommentiert: » mehr
Der Vorschlag des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Gründung einer Mittelmeerunion bekommt neuen Auftrieb. Dies könnte Kritikern zufolge ein Trostpflaster für die Türkei sein, falls diese nicht Mitglied der Europäischen Union werden sollte. Bojana Rozic kommentiert: "Für Ankara ist es eine schlechte Nachricht, dass Paris noch in diesem Jahr über die Grenzen der EU und infolgedessen auch über den Beitritt der Türkei abstimmen möchte - obwohl die portugiesische Ratspräsidentschaft dem Thema nicht allzu zugeneigt ist... Will Frankreich jedoch alternative Verbindungen wie eine Mittelmeerunion schaffen, müsste die gesamte EU früher oder später zu einer klaren Entscheidung kommen. Eine wirkliche Debatte wäre nur noch eine Frage der Zeit. In Anbetracht der ablehnenden Haltung Portugals ist es nicht ausgeschlossen, dass es erst zum Zeitpunkt der slowenischen Ratspräsidentschaft dazu käme. Eine solche Debatte würde sich mit den Prioritäten Sloweniens überschneiden: der EU-Erweiterung und dem interkulturellen Dialog. Statt eine Integration des Westbalkans müsste unser Land dann vielleicht die Annäherung an die Türkei betreiben."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowenisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Erweiterung, » Frankreich, » Slowenien, » Portugal, » Türkei
Alle verfügbaren Texte von » Bojana Rozic
Diario Sur - Spanien | Freitag, 1. Juni 2007
Der neue französische Präsident Nicolas Sarkozy ist am 31. Mai nach Madrid gereist, um dort den spanischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero zu treffen. Die Tageszeitung kommentiert Sarkozys Idee einer Mittelmeerunion: » mehr
Der neue französische Präsident Nicolas Sarkozy ist am 31. Mai nach Madrid gereist, um dort den spanischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero zu treffen. Die Tageszeitung kommentiert Sarkozys Idee einer Mittelmeerunion: "Der Vorschlag zur Gründung einer Mittelmeerunion gibt der Zusammenarbeit zwischen Spanien und Frankreich eine neue Dimension. Beide Regierungschefs sehen die Notwendigkeit, in der Immigrationspolitik an einem Strang zu ziehen... So können sie Strategien entwerfen, um das Mittelmeer in einen Raum zu verwandeln, in dem die Nachbarländer in Sachen Weiterentwicklung und Sicherheit zusammenarbeiten. Kurzfristig bedeutet dies ein gemeinsames und solidarisches Handeln in Hinsicht auf die enormen Probleme, denen Spanien zurzeit ausgesetzt ist - ausgelöst durch das massenhafte Eintreffen von illegalen Immigranten aus Afrika sowie der vielen anderen, die über Frankreich zu uns kommen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Migration, » Frankreich, » Spanien, » Europa
Le Monde - Frankreich | Freitag, 1. Juni 2007
"In einem erweiterten Europa, das sich schwer tut, die Interessen seiner Mitglieder unter einen Hut zu bringen, versuchen die meisten Staaten, die Zusammenarbeit mit ihren ... » mehr
"In einem erweiterten Europa, das sich schwer tut, die Interessen seiner Mitglieder unter einen Hut zu bringen, versuchen die meisten Staaten, die Zusammenarbeit mit ihren direkten Nachbarn zu verstärken", beobachtet Thomas Ferenczi. "Nicolas Sarkozy hat die Idee einer Mittelmeerunion aufgebracht, in der die Länder Südeuropas mit den Ländern auf der anderen Seite des Mittelmeers zusammenkommen sollen. Im Norden haben die baltischen Staaten zueinander gefunden. Im Osten demonstrieren die ehemaligen Länder des Ostblocks Solidarität untereinander. Der Zentraleuropäischen Initiative (CEI) – eine Organisation, die 1989, zwei Tage nach dem Fall der Mauer gegründet wurde, um den ex-kommunistischen Ländern bei der Transition zu helfen - gehören heute 18 Staaten an, darunter neun EU-Länder... Die zentraleuropäischen Staaten haben eine gemeinsame Geschichte, die sie dazu gebracht hat, den einst von der Sowjetunion verkörperten euro-asiatischen Sicherheitsraum links liegen zu lassen und sich in das euro-atlantische System zu integrieren."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Thomas Ferenczi
Diário de Notícias - Portugal | Dienstag, 22. Mai 2007
Die Zeitung befürchtet, dass die Lage im Nahen Osten zum Albtraum der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft werden könnte, die am 1. Juli beginnt. "Wenn die schlimmsten Szenarien ... » mehr
Die Zeitung befürchtet, dass die Lage im Nahen Osten zum Albtraum der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft werden könnte, die am 1. Juli beginnt. "Wenn die schlimmsten Szenarien wahr werden, dann wird Lissabon gezwungen sein, dem israelisch-palästinensischen Konflikt und dem Libanon besondere Aufmerksamkeit zu widmen - zu Lasten anderer Regionen, in denen Portugal eher prädestiniert wäre zu handeln, etwa im Mittelmeerraum, in Afrika oder Lateinamerika... Was den israelisch-palästinensischen Konflikt betrifft, so ist ohne die USA keine Lösung denkbar. Und wenn man weiß, dass die Präsenz Washingtons immer dann abnimmt, wenn Präsidentschaftswahlen anstehen wie im Jahr 2008, dann scheint es fast unmöglich, dass die USA noch einmal einen Dialog anstoßen. Portugal oder die EU werden daran nichts ändern können."
» zum ganzen Artikel (externer Link, portugiesisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Europa, » USA, » Naher und Mittlerer Osten
The Economist - Großbritannien | Mittwoch, 13. Dezember 2006
"Für viele Eurokraten war 2006 das Jahr, in dem Osteuropäer gefährlich gelebt haben. Es gab Unruhen in Budapest, Furcht erregende Populisten kamen sowohl in Polen als auch in der Slowakei an die Regierung, und in der tschechischen Republik gibt es überhaupt keine Regierung", führt das Magazin aus. "Allerdings beweisen diese Vorgänge das Gegenteil dessen, was Unkenrufe behaupten: » mehr
"Für viele Eurokraten war 2006 das Jahr, in dem Osteuropäer gefährlich gelebt haben. Es gab Unruhen in Budapest, Furcht erregende Populisten kamen sowohl in Polen als auch in der Slowakei an die Regierung, und in der tschechischen Republik gibt es überhaupt keine Regierung", führt das Magazin aus. "Allerdings beweisen diese Vorgänge das Gegenteil dessen, was Unkenrufe behaupten: Selbst in solch einem schlechten Jahr haben die Probleme der neuen Mitglieder die Union nicht gesprengt. Aber Kritiker beschweren sich noch immer, dass der Erweiterungsprozess, selbst nachdem (oder besonders seitdem) die Kandidaten Mitglieder der EU geworden sind, noch immer Schwierigkeiten bereite... Die EU hat enorm von der Erweiterung profitiert: weil der Markt größer geworden ist und effizientere multilaterale Bündnisse zustande gekommen sind. Das Scheitern des Erweiterungsprozesses würde diese positive Entwicklung beeinträchtigen, was im östlichen Mittelmeerraum und auf dem westlichen Balkan schnell außenpolitische Ängste hervorrufen könnte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » EU-Politik, » Europa
Le Monde - Frankreich | Montag, 21. August 2006
"Angesichts der Verschärfung des israelischen Militarismus, der auf Partisanen-Aktionen und terroristische Anschläge mit Kriegsverbrechen antwortet, darf Europa kein Entgegenkommen zeigen", schreiben der Philosoph Etienne Balibar ... » mehr
"Angesichts der Verschärfung des israelischen Militarismus, der auf Partisanen-Aktionen und terroristische Anschläge mit Kriegsverbrechen antwortet, darf Europa kein Entgegenkommen zeigen", schreiben der Philosoph Etienne Balibar und der Physiker Jean-Marc Levy-Leblond. "Europa muss aktiv dazu beitragen, dass ein Mittelmeerraum entsteht, der auf Kooperation und Verhandlung basiert. Die USA, Russland oder Iran können dabei eine Beobachterrolle einnehmen. Die natürlichen Mitglieder sind aber die Mittelmeeranrainer, die die Geschichte dieses Raumes geprägt haben. Solch ein ständiger regionaler Rat würde zwar sicher nicht automatisch Frieden garantieren. Doch er ist die einzige Möglichkeit, der Logik des Kampfes der Kulturen etwas entgegenzusetzen. Er könnte den Fundamentalismus zurückdrängen, aber gleichzeitig auch postkolonialen Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Südeuropa, » Naher und Mittlerer Osten
Alle verfügbaren Texte von » Etienne Balibar, » Jean-Marc Lévy-Leblond
Die Kultur des Mittelmeerraumes
La Stampa - Italien | Dienstag, 1. August 2006
Der italienische Theologe Enzo Bianchi schreibt über die Gegensätze und Paradoxien des Mittelmeerraumes, der für menschliche Dramen und Kriege, aber auch für Ferienlaune und Sorglosigkeit ... » mehr
Der italienische Theologe Enzo Bianchi schreibt über die Gegensätze und Paradoxien des Mittelmeerraumes, der für menschliche Dramen und Kriege, aber auch für Ferienlaune und Sorglosigkeit stehe. "Das Mittelmeer, das Meer umgeben von Land, Mare Nostrum, das Meer, das eine Brücke zwischen den Ländern, Kulturen und unterschiedlichen Religionen sein könnte... Dieses Mittelmeer wimmelt von Ferien-Touristen, von der türkischen Küste bis zu den Küsten Spaniens, Marokkos, Ägyptens. Während die Urlauber, die Touristen in blindem Konsumrausch versinken, verdursten und verhungern arme Menschen, weil sie sich auf den Weg gemacht haben, einen Ort zu finden, der ihnen erlaubt, ein lebenswertes Leben zu führen. Der Mittelmeerraum ist im Libanon aber auch Zeuge eines grässlichen, ungerechten Krieges - wie alle unrechtmäßigen Kriege. Aber kann ein Krieg überhaupt rechtmäßig sein?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Südeuropa, » Naher und Mittlerer Osten
Alle verfügbaren Texte von » Enzo Bianchi
Libération - Frankreich | Montag, 26. Juni 2006
Seit dem 24. Juni läuft das Festival Montpellier Danse, das Künstlern des Mittelmeerraumes gewidmet ist. Direktor Jean-Paul Montanari spricht mit Marie-Christine Vernay über die politischen Implikationen dieses Ereignisses. "Dieses Festival ist eine Nothilfe für das Entstehen einer 'neuen' Art des Tanzes, die mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt... Ich bin mir mehr denn je bewusst, wie wichtig der Austausch von Werken und Künstlern ist. Für den Aufbau Europas ist das unerlässlich. Man sollte sich vor allem darum kümmern, dass Visa ausgestellt werden... Im Vergleich zu 1992, als das Festival schon einmal dem Mittelmeerraum gewidmet war, haben sich die Dinge verschlechtert. Alles gleitet ab: » mehr
Seit dem 24. Juni läuft das Festival Montpellier Danse, das Künstlern des Mittelmeerraumes gewidmet ist. Direktor Jean-Paul Montanari spricht mit Marie-Christine Vernay über die politischen Implikationen dieses Ereignisses. "Dieses Festival ist eine Nothilfe für das Entstehen einer 'neuen' Art des Tanzes, die mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt... Ich bin mir mehr denn je bewusst, wie wichtig der Austausch von Werken und Künstlern ist. Für den Aufbau Europas ist das unerlässlich. Man sollte sich vor allem darum kümmern, dass Visa ausgestellt werden... Im Vergleich zu 1992, als das Festival schon einmal dem Mittelmeerraum gewidmet war, haben sich die Dinge verschlechtert. Alles gleitet ab: Die Linke zur Rechten, die Rechte zur Rechtsextremen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, finnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Bühne, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Jean-Paul Montanari
Le Figaro - Frankreich | Montag, 13. Februar 2006
Der Architekt Rudy Ricciotti schlägt vor, ein neues Gebäude in der Nähe des alten Hafens von Marseilles zu bauen und dort ein Museum der Kulturen ... » mehr
Der Architekt Rudy Ricciotti schlägt vor, ein neues Gebäude in der Nähe des alten Hafens von Marseilles zu bauen und dort ein Museum der Kulturen Europas und des Mittelmeerraums (Mucem) unterzubringen. "Es ist sehr schwer, im Angesicht des Meeres zu bauen. Es klagt uns an. Ich habe das Gebäude mit großer Angst konzipiert, denn die es umgebende Landschaft ist voller Leidenschaft, eine tartarische Stein- und Sandwüste, getaucht in blendendes Licht, erfüllt von Stille und Einsamkeit." Laut der Zeitung gleicht das Gebäude, "das Rudy Ricciotti ersonnen hat, einem Glaskasten mit 52 Metern Seitenlänge... Das Material der Fassade spielt mit den Formen des Muscharabieh, von Korallenriffen, von Spitze, mit Grautönen, die an Mineralien denken lassen".
» weiterführende Informationen (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Kultur, » Frankreich
Alle verfügbaren Texte von » Anne-Marie Romero
Élet és Irodalom - Ungarn | Dienstag, 3. Januar 2006
Der letzte Wunsch des 2002 verstorbenen ungarischen Schriftstellers Miklos Meszöly war es, seine Asche in Triest über das Meer verstreuen zu lassen, die Teilnehmer der Zeremonie sollen in ein Kaffeehaus gehen und sich nicht über ihn unterhalten. Warum ausgerechnet Triest? Sein Kollege und Freund Laszlo R. Hollos gibt in einer Hommage auf die Stadt die Antwort: » mehr
Der letzte Wunsch des 2002 verstorbenen ungarischen Schriftstellers Miklos Meszöly war es, seine Asche in Triest über das Meer verstreuen zu lassen, die Teilnehmer der Zeremonie sollen in ein Kaffeehaus gehen und sich nicht über ihn unterhalten. Warum ausgerechnet Triest? Sein Kollege und Freund Laszlo R. Hollos gibt in einer Hommage auf die Stadt die Antwort: "Triest liegt an der Grenze zwischen Norden und Süden, wie Mesölys Geburtsstadt Szekszard. Es ist eine unsichtbare Grenze zwischen zwei Landschaften, an der man zwei Welten gleichzeitig erleben kann. An der Küste in Triest sind Frohsinn, Lärm und Düfte des Mittelmeerraums zu spüren, aber zwischen den Häusern flattert keine aufgehängte Wäsche im Wind. Die Stadt ist kälter, geschlossener als andere italienische Städte. Durch die blendenden Farben der Adria schlendert der Geist Wittgensteins."
» weiterführende Informationen (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Kultur, » Italien
Alle verfügbaren Texte von » Laszlo Hollos
Die Allianz der Kulturen
Top-Thema vom Mittwoch, 16. Januar 2008
Vertreter aus 80 Ländern nehmen derzeit am ersten Forum der "Allianz der Zivilisationen" in Madrid teil. Auf Anregung Spaniens, unterstützt von der Türkei und der ... » mehr
Vertreter aus 80 Ländern nehmen derzeit am ersten Forum der "Allianz der Zivilisationen" in Madrid teil. Auf Anregung Spaniens, unterstützt von der Türkei und der Uno, soll diese Initiative dazu beitragen, Wege der Zusammenarbeit zwischen der islamischen und der westlichen Welt zu finden.
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Religion, » Spanien, » Europa
Top-Thema vom Dienstag, 8. Mai 2007
Der künftige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat bereits am Wahlabend angekündigt, Europa werde zu einer Priorität. Die Zeitungen fragen, was sich in der französischen Europapolitik ... » mehr
Der künftige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat bereits am Wahlabend angekündigt, Europa werde zu einer Priorität. Die Zeitungen fragen, was sich in der französischen Europapolitik ändern wird.
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Frankreich, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Arnaud Leparmentier
ABC - Spanien | Donnerstag, 16. November 2006
Die spanische Politologin Edurne Uriarte widerspricht der Idee einer "Allianz der Kulturen" zwischen dem Orient und dem Westen, die der spanische Ministerpräsident José Luis Zapatero ... » mehr
Die spanische Politologin Edurne Uriarte widerspricht der Idee einer "Allianz der Kulturen" zwischen dem Orient und dem Westen, die der spanische Ministerpräsident José Luis Zapatero angeregt hatte und die mittlerweile auch von der Uno unterstützt wird. "Eine Allianz der Kulturen impliziert, dass der Fundamentalismus überall in der Welt in gleichem Maß zunimmt. Des Weiteren geht sie davon aus, dass es Anstrengungen im Kampf gegen den Fundamentalismus gleichermaßen in demokratischen und undemokratischen Ländern gibt. Als ob das Problem des Fanatismus im Orient und im Westen dasselbe wäre. Als ob es einen Zusammenstoß der Kulturen gäbe und nicht einen Kampf zwischen Demokraten und Fundamentalisten. Das Binom Demokratie und Freiheit ist nicht mehr der Anhaltspunkt... Was die Allianz als Gegenmittel zum islamistischen Terrorismus angeht, ist der Vorschlag Zapateros schlicht inakzeptabel. Man weiß so gar nicht mehr, wer wirklich für den Terror verantwortlich ist - die weltweite Ungerechtigkeit oder die Terroristen. Ich verstehe, dass der ehemalige iranische Präsident Mohammed Chatami sich über so einen Text freut. Nicht aber ein spanischer Demokrat."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Global
Diario Sur - Spanien | Dienstag, 14. November 2006
Die 'Allianz der Kulturen', eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten, wurde vor zwei Jahren eingesetzt, um den Dialog zwischen dem Westen und der islamischen ... » mehr
Die 'Allianz der Kulturen', eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten, wurde vor zwei Jahren eingesetzt, um den Dialog zwischen dem Westen und der islamischen Welt voranzubringen. Am Montag hat das Bündnis UN-Generalsekretär Kofi Annan erste Vorschläge vorgelegt, die auf ein Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts dringen. "Die spanische Regierung hat in den vergangenen zwei Jahren einen Großteil seines internationalen politischen Ansehens in dieses Allianz-Projekt investiert. Es ist zu vermuten, dass der Bericht auf breite Unterstützung treffen wird, weil er grundlegende Prinzipien und Überlegungen anspricht, die von allen Seiten akzeptiert werden. Das Problem ist nur, dass er aufgrund seines allgemeinen Charakters von dem neuen Generalsekretär, der am 1. Januar antritt, nicht ernst genommen werden könnte oder im Gewimmel der Verfügungen und Verlautbarungen der internationalen Gemeinschaft untergehen könnte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Religion, » Weltanschauung, » Global
el semanal digital - Spanien | Montag, 6. Februar 2006
Die westliche Welt muss nach den gewalttätigen Reaktionen in muslimischen Ländern ihre Beziehungen zur islamischen Welt überdenken, schreibt die Online-Wochenzeitung. "Spanien, das traditionell von der ... » mehr
Die westliche Welt muss nach den gewalttätigen Reaktionen in muslimischen Ländern ihre Beziehungen zur islamischen Welt überdenken, schreibt die Online-Wochenzeitung. "Spanien, das traditionell von der christlichen Religion geprägt ist, verhält sich anderen Religionen gegenüber vollkommen tolerant. Diese eng an die Meinungsfreiheit gebundene Toleranz ist seit Jahrhunderten ein charakteristisches Zeichen unserer Kultur. Sie wird von Religionen wie dem Islam gern in Anspruch genommen, um an Boden zu gewinnen. Deshalb gibt es viele Europäer muslimischen Glaubens. Aber dort, wo der Islam in der Mehrheit ist und wo er die Kultur bestimmt, gibt es keine Toleranz. Es gibt verschiedene Kulturen, und man muss sich fragen, ob die 'Allianz der Kulturen', die Zapatero vorschlägt, sich tatsächlich all dieser Unterschiede bewusst ist."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gesellschaft, » Global
Die Initiative Sarkozys
Hospodářské noviny - Tschechien | Freitag, 4. Januar 2008
Zwar hat derzeit Slowenien den EU-Ratsvorsitz inne, doch die Europäer blicken schon jetzt auf den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, dessen Land im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, glaubt Radek Honzák: » mehr
Zwar hat derzeit Slowenien den EU-Ratsvorsitz inne, doch die Europäer blicken schon jetzt auf den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, dessen Land im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, glaubt Radek Honzák: "Nicht ein Gebiet der europäischen Politik lässt sich der hyperaktive Sarkozy entgehen. Sei es der Binnenmarkt, die Energiepolitik, die Migrationspolitik, die Finanzreform, die Landwirtschaft oder die Verteidigungspolitik – überall hat er seine Finger im Spiel... Die restlichen Länder beobachten das mit einer Mischung aus Furcht und Erleichterung... Sarkozy wird von den führenden Politikern der großen EU-Länder der stärkste werden. Für den Briten Gordon Brown ist Europa bislang nebensächlich, die Deutsche Angela Merkel wird vor den Wahlen 2009 durch die Spannungen in ihrer Koalition geschwächt und auch der Italiener Romano Prodi ist mit einheimischen Problemen beschäftigt. Sarkozy wird außerdem zugute kommen, dass vor und nach ihm zwei unerfahrene Länder die EU führen: erst Slowenien und anschließend Tschechien."
» zum ganzen Artikel (externer Link, tschechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Frankreich, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Radek Honzák
La Tribune - Frankreich | Donnerstag, 21. Juni 2007
Pascal Aubert meint, Nicolas Sarkozy sei ein "Hyperpräsident", der bereit sei, die Grenzen seines Amtes zu überschreiten. "Unser neuer Präsident hat ganz offensichtlich Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Die Rolle des republikanischen Monarchen im Élyséepalast, die seine Vorgänger gespielt haben, passt ihm nicht. Ohne sich von den institutionellen Gepflogenheiten beirren zu lassen, hat er nicht vor, dass jemand anders als er Handlungsfähigkeit verkörpert. Offenbar noch nicht einmal diejenigen, die das nach der geltenden Verfassung tun sollten, die Regierung und ihr Chef. Letzterer sah sich gerade einer Aufgabe entledigt, die traditionell dem Premierminister zukam: » mehr
Pascal Aubert meint, Nicolas Sarkozy sei ein "Hyperpräsident", der bereit sei, die Grenzen seines Amtes zu überschreiten. "Unser neuer Präsident hat ganz offensichtlich Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Die Rolle des republikanischen Monarchen im Élyséepalast, die seine Vorgänger gespielt haben, passt ihm nicht. Ohne sich von den institutionellen Gepflogenheiten beirren zu lassen, hat er nicht vor, dass jemand anders als er Handlungsfähigkeit verkörpert. Offenbar noch nicht einmal diejenigen, die das nach der geltenden Verfassung tun sollten, die Regierung und ihr Chef. Letzterer sah sich gerade einer Aufgabe entledigt, die traditionell dem Premierminister zukam: das Halten der politischen Grundsatzrede." Die hat Sarkozy selbst am 20. Juni vor den Parlamentariern seiner Partei gehalten. "All das sind die Vorboten eines institutionellen Bruchs, denn der Präsident will die Institutionen nach seinen Wünschen gestalten. Er will morgen das tun können, was die Verfassung ihm heute noch verbietet: Er will im Parlament das Wort ergreifen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Frankreich
Alle verfügbaren Texte von » Pascal Aubert
Ostsee, Mittelmeer oder Schwarzes Meer?
Berliner Zeitung - Deutschland | Montag, 31. März 2008
"Die Ostseeregion läuft dem Mittelmeerraum den Rang ab", schreibt Jan Brachmann anlässlich des Helsinkifestivals "Helsinkiss" in Berlin. "Alt-Europa japst nach Luft. Der letzte Schnappatmer, getan ... » mehr
"Die Ostseeregion läuft dem Mittelmeerraum den Rang ab", schreibt Jan Brachmann anlässlich des Helsinkifestivals "Helsinkiss" in Berlin. "Alt-Europa japst nach Luft. Der letzte Schnappatmer, getan von Nicolas Sarkozy, hieß 'Mittelmeerunion'. Aber vom Mittelmeerraum - mit Ausnahme von Katalonien und der Provence - gehen kaum noch wirtschaftliche oder intellektuelle Impulse aus. Allenfalls kulinarische. Selbst im Tourismus zieht es die Leute mit dem Klimawandel mehr und mehr in den Norden... Der geografische Mittelpunkt des Kontinents ist bei Vilnius, nicht weit von der Ostsee also, zu finden, auch wenn der lateinische Westen diese Region noch immer am Rand sieht... Und wenn man einmal kalt geräucherten Rentierschinken oder Walderdbeerkonfitüre gegessen und dazu noch Sekt aus Tannenzapfen getrunken hat (die Köstlichkeit ist alkoholfrei und nur in 12.000 Flaschen pro Jahr zu haben), hält man es für wahrscheinlich, dass der Ostseeraum auch kulinarisch dem Mittelmeer bald den Rang abläuft."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Architektur / Städte, » Ausstellung / Museen, » Bildende Kunst, » Alltagskultur, » Finnland
Alle verfügbaren Texte von » Jan Brachmann
Dnevnik - Slowenien | Donnerstag, 27. Dezember 2007
"Was wird aus der Trennlinie im Kopf, mit der wir aufgewachsen sind?", fragt Ervin Hladnik Milharcic angesichts der Erweiterung des Schengenraums und der Öffnung der ... » mehr
"Was wird aus der Trennlinie im Kopf, mit der wir aufgewachsen sind?", fragt Ervin Hladnik Milharcic angesichts der Erweiterung des Schengenraums und der Öffnung der Grenze zu Italien. "Wird sie sich als Fiktion erweisen, an die wir unnötigerweise geglaubt haben, oder als etwas Reales?... Hier treffen slawische und romanische Welten aufeinander, das hinterlässt Spuren, auf die ein doppelter Besitzanspruch erhoben wird. Kürzlich diskutierte ich vollkommen ernst mit Freunden die Frage, ob roter Bakalar mit Polenta nun zur italienischen oder zur slowenischen Tradition gehört, auf welchem Hügel in Brdo nun der beste graue Pinot wächst und wem er eigentlich gehört... Wenn das Mittelmeer die Mitte Europas ist, muss man ernsthaft darüber diskutieren, wer das beste Olivenöl herstellt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowenisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Alltagskultur, » Slowenien
Alle verfügbaren Texte von » Ervin Hladnik Milharcic
Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 28. August 2007
Burkhard Müller nimmt die Waldbrände in Griechenland zum Anlass, über die Bedeutung des Waldes in Europa nachzudenken: » mehr
Burkhard Müller nimmt die Waldbrände in Griechenland zum Anlass, über die Bedeutung des Waldes in Europa nachzudenken: "Wenn [Griechenland] nicht entschlossen anfängt, seinen Wald zu hegen, ihn als Wald, wie wir ihn kennen, allererst zu begreifen, wird es ihn ganz einbüßen, im Zug des Klimawandels und dann unausweichlicher weiterer Katastrophen verkarsten und erkahlen. Man rechnet mit dem Sprung der Sahara übers Mittelmeer und sieht sie zum Teil schon angelangt; hierin gleicht sie dem islamischen Fundamentalismus. Übrigens brennt es in der Türkei zur Zeit nicht - sollten die Türken insgeheim schon bessere Europäer sein als Griechen und Italiener, Spanier und Portugiesen? Das Mittelmeer hört auf, ein mittleres zu sein; für den mediterranen Sonderweg beginnt es eng zu werden. (Der Siesta geht es auch schon an den Kragen.) Europa, das wird in diesen Tagen des Schreckens deutlich, entwirft sich als die gemäßigte Region der Vernunft zwischen den Maßlosigkeiten der Wüste und der Taiga, als ein Kontinent des Waldes."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Umwelt, » Griechenland
Alle verfügbaren Texte von » Burkhard Müller
Le Monde - Frankreich | Freitag, 5. Januar 2007
"Die strategische Bedeutung des Schwarzen Meeres als Durchgangsort für Gas und Erdöl aus dem Kaspischen Meer und als Zufahrtsstraße zum Mittelmeer über die Meeresengen des Bosporus und der Dardanellen ist unumstritten. Sie erklärt die Begehrlichkeiten, die dieses Gebiet seit langem weckt", bemerkt Thomas Ferenczi nach dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens, die beide ans Schwarze Meer grenzen. "Dennoch fehlt es der EU gegenüber den Staaten in dieser Region an einer klaren Strategie. Genau genommen hat sie davon gleich drei, erklärt Marius Vahl, Forscher am Brüsseler Zentrum für europäische Studien (CEPS): » mehr
"Die strategische Bedeutung des Schwarzen Meeres als Durchgangsort für Gas und Erdöl aus dem Kaspischen Meer und als Zufahrtsstraße zum Mittelmeer über die Meeresengen des Bosporus und der Dardanellen ist unumstritten. Sie erklärt die Begehrlichkeiten, die dieses Gebiet seit langem weckt", bemerkt Thomas Ferenczi nach dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens, die beide ans Schwarze Meer grenzen. "Dennoch fehlt es der EU gegenüber den Staaten in dieser Region an einer klaren Strategie. Genau genommen hat sie davon gleich drei, erklärt Marius Vahl, Forscher am Brüsseler Zentrum für europäische Studien (CEPS): EU-Beitritt für Bulgarien, Rumänien und die Türkei, Nachbarschaftspolitik für die Ukraine und Georgien, eine neue strategische Partnerschaft mit Russland. Europa versucht, an seinen Grenzen sowohl eine 'nordische Dimension' und eine 'euromediterrane Dimension' zu entwickeln, eine 'Schwarzmeer-Dimension' jedoch, stellt der Experte mit Bedauern fest, gibt es noch nicht."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » EU-Politik, » Osteuropa
Alle verfügbaren Texte von » Thomas Ferenczi
Weitere Artikel zu den Themen » EU-Politik, » EU-Erweiterung, » Internationale Beziehungen, » Europa, » Naher und Mittlerer Osten, » Nordafrika
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » EU-Erweiterung, » Internationale Beziehungen, » Europa, » Naher und Mittlerer Osten, » Nordafrika