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Die europäische Fähigkeit zur Selbstkritik


Bürgerfeste, Konferenzen und eine Berliner Erklärung - Die EU inszeniert den 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge als Jubiläum. Identifizieren sich die Bürger in den 27 Mitgliedsstaaten mit der heutigen Europäischen Union?


Dossiers

Top-Thema vom Freitag, 16. März 2007

Europa vor dem 50. Geburtstag

Am 25. März 1957 wurden die Römischen Verträge, die Gründungsakte der heutigen Europäischen Union, unterzeichnet. Während die offiziellen Feierlichkeiten vorbereitet werden, blickt die Presse zurück ... » mehr


Top-Thema vom Dienstag, 9. Mai 2006

Europa feiern?

Am 9. Mai wird der Europatag begangen - Anlass für viele Zeitungen, über die Zukunft der EU nachzudenken. Im Mittelpunkt steht die europäische Identitätskrise und ... » mehr


Stimmen zum Geburtstag

The Independent - Großbritannien | Mittwoch, 21. März 2007

50 Gründe, die EU zu lieben

Die britische Tageszeitung druckt heute auf ihrer Titelseite eine unterhaltsame Liste mit 50 Gründen, die EU zu lieben. Der 50. Jahrestag der Römischen Verträge ist Thema des Leitartikels: » mehr


Dagens Nyheter - Schweden | Mittwoch, 14. März 2007

50 Jahre Europa - eine Bilanz

Die Zeitung nimmt den bevorstehenden 50. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März zum Anlass, den Zustand Europas zu analysieren. Sie sieht dabei die Umsetzung der vom britischen Historiker Timothy Garton Ash aufgestellten Kriterien Freiheit, Frieden, Gesetz, Wohlstand, Vielfalt und Solidarität in den Mitgliedsstaaten kritisch: » mehr


Népszabadság - Ungarn | Dienstag, 13. Juni 2006

50 Jahre Römische Verträge - ein Grund zum Feiern?

"2007 wird der 50. Jahrestag der Römischen Verträge gefeiert. Zum Jubiläum versucht Brüssel das Fiasko des Integrationsprozesses mit fröhlichem Gesang vergessen zu machen", schreibt Brüssel-Korrespondent Laszlo Szöcs. "Mit leichtem Übergewicht (dann vielleicht 27 Mitgliedstaaten), weichen Knien und etwas kurzsichtig (nachdem die EU-Verfassung in eine Sackgasse geraten ist)" bereite sich Brüssel auf den runden Geburtstag vor. Die Idee eines europäischen Schlagerabends nach Vorbild des Eurovision Song Contest ist laut Szöcs umstritten: » mehr


Debatte über ein europäisches Geschichtsbuch

Delo - Slowenien | Dienstag, 20. März 2007

Eine europäische Geschichtsschreibung?

Die Vorsitzende der slowenischen Geschichtslehrervereinigung, Andreja Valic Zupan, greift die Idee eines gemeinsamen europäischen Geschichtsbuchs auf und merkt kritisch an: » mehr


Pravda - Slowakei | Mittwoch, 28. Februar 2007

Ein europäisches Geschichtslehrbuch?

Die deutsche Ratspräsidentschaft will auf einer EU-Bildungsministerkonferenz anregen, ein gesamteuropäisches Geschichtslehrbuch zu erarbeiten. Marius Kopcsay hat mit Blick auf entsprechende mehrjährige slowakisch-ungarische Bemühungen ernsthafte Zweifel: » mehr


Postimees - Estland | Mittwoch, 7. März 2007

Erkki Bahovski über die Idee eines europäischen Geschichtslehrbuchs

Die deutsche Bildungsministerin Annette Schavan hat angeregt, ein gesamteuropäisches Geschichtslehrbuch zu verfassen. Erkki Bahovski hält das für eine gute, aber unrealistische Idee. "Das größte Problem besteht darin, dass das alte und das neue Europa den Zweiten Weltkrieg so unterschiedlich sehen. In der westlichen Geschichtsschreibung wird der Standpunkt vertreten, dass die Invasion in der Normandie den Wendepunkt darstellt. Aber dabei wird gerne übersehen, dass an der Ostfront ungleich mehr Menschen kämpften – und es viel mehr Opfer gab... Und außerdem: » mehr


Diena - Lettland | Donnerstag, 8. Juni 2006

Sandra Kalniete für ein gemeinsames europäisches Geschichtsbild

Die ehemalige lettische Außenministerin Sandra Kalniete meint, Europa müsse zu einem gemeinsamen Geschichtsverständnis kommen. Auf der Leipziger Buchmesse 2004 hatte Kalniete die Verbrechen des Nationalsozialismus ... » mehr


Stimmen zur Identität

Prospect - Großbritannien | Dienstag, 30. Januar 2007

Timothy Garton Ash über einen neuen Europa-Mythos

Der britische Historiker Timothy Garton Ash denkt in einem Essay darüber nach, dass die EU "ihren Plot verloren hat" und eine "neue Erzählung" braucht. In einem Internetforum können Leser seine Idee diskutieren. "Ich schlage vor, dass unsere neue Geschichte aus sechs Handlungssträngen gewebt sein soll, von denen jeder ein gemeinsames europäisches Ziel repräsentiert. Diese Handlungsstränge sind Freiheit, Frieden, Gesetz, Wohlstand, Vielfalt und Solidarität." Ash verortet die 'Handlungsstränge' historisch und kommt zum Schluss, dass "diese Stränge miteinander verwoben eine Beschreibung davon geben, woher wir kommen und wohin wir gehen wollen. Die verschiedenen Stränge können wahrscheinlich für verschiedene Menschen je unterschiedliche Bedeutung erlangen. Für mich selbst sind die wichtigsten Geschichten diejenigen, die von Freiheit und Vielfalt erzählen. Mit meinem Kopf erkenne ich die Relevanz der anderen, aber diese beiden lassen mein Herz schneller schlagen. Sie sind der Grund, weshalb ich ohne Übertreibung sagen kann: » mehr


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 7. März 2007

Georg Kreis über die koloniale Seite der Römischen Verträge

Der Basler Historiker Georg Kreis erinnert daran, dass vier der sechs Vertragspartner der "Römischen Verträge" aus dem Jahr 1957, die als Grundsteinlegung der EU gelten, ... » mehr


Foreign Policy Edición Española - Spanien | Freitag, 9. Februar 2007

José Ignacio Torreblanca über Europas Konstruktionsfehler

Vor dem 50. Jahrestag der Römischen Verträge fragt der spanische Politologe José Ignacio Torreblanca, ob die Entwicklung Europas heute nach dem gleichen Muster verlaufen würde wie damals. "Wenn wir noch einmal bei Null anfangen könnten, würden wir zuerst die Ziele Europas definieren und nicht seine Mittel. Das heißt, wir würden uns zunächst fragen, was wir machen wollen (die politischen Entscheidungen), danach wie das umgesetzt werden soll (die Institutionen) und schließlich wie das finanziert werden soll (die Steuern). Man würde also zunächst die Prioritäten und Ziele identifizieren. Diese würden dann in der Öffentlichkeit und in den nationalen Parlamenten diskutiert, die man danach beauftragen würde, einen kurzen, eindeutigen und verständlichen Text zu verfassen, der die Kompetenzen der Union, ihre institutionellen Spielregeln und ihre finanziellen Ressourcen auflistet. Man hätte damit die aktuelle Falle umgangen: » mehr


Die Zeit - Deutschland | Donnerstag, 8. Februar 2007

Robert Menasse über Europas Hang zur Selbstkritik

Erst in Lateinamerika, so der österreichische Schriftsteller und Essayist Robert Menasse, habe er gemerkt, dass er Europäer sei: » mehr


Prospect - Großbritannien | Mittwoch, 31. Januar 2007

Francis Fukuyuma über Identität und Einwanderung

Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama meint, dass die modernen, liberalen Gesellschaften "schwache kollektive Identitäten" anzubieten hätten - angesichts von Ultra-Rechten und religiösen Fundamentalisten, "Menschen, die sich sicher sind, wer sie sind". "Das Dilemma von Einwanderung und Identität entspricht letztendlich dem größeren Problem der postmodernen Wertelosigkeit. Die Verbreitung des Relativismus hat es dem postmodernen Menschen viel schwerer gemacht, positive Werte zu behaupten und gemeinsame Überzeugungen vorzuschlagen, wie er sie von Migranten als Voraussetzung für die Staatsbürgerschaft fordert. Die postmodernen Eliten, vor allem in Europa, fühlen, dass sie eine von Religion und Nation geprägte Identität hinter sich gelassen haben und auf einer höheren Ebene angekommen sind. Aber neben ihrem Lob der unendlichen Vielfalt und Toleranz finden es postmoderne Menschen schwierig, sich über das Wesen des guten Lebens zu einigen, das sie gemeinsam anstreben. Einwanderung fordert von uns besonders akut eine Diskussion über die Frage: » mehr


Der Tagesspiegel - Deutschland | Mittwoch, 17. Januar 2007

Ilija Trojanow über kulturelle Differenz als beglückenden Naturzustand

Der Schriftsteller Ilija Trojanow bekommt heute den Berliner Literaturpreis. Im Interview mit Andreas Schäfer erklärt er den Erfolg seines Buches "Der Weltensammler" über den Abenteurer Richard Burton, der Indien, Arabien und Afrika bereiste. Das Buch habe "einen existenziellen Nerv" getroffen, so Trojanow: » mehr


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Montag, 15. Januar 2007

Josef Isensee über die gute Bürgerferne der EU

Der Jurist Josef Isensee stellt in einem Essay über das Wesen Europas fest, die EU sei trotz der Sehnsucht nach einer gemeinsamen Identität vor allem ... » mehr


Le Soir - Belgien | Dienstag, 2. Januar 2007

Régis Debray über das Erbe der Aufklärung

In seinem Werk 'Blendende Aufklärung' ('Aveuglantes Lumières') geht der französische Philosoph Régis Debray mit einigen Begriffen, die für das europäische Denken im 18. Jahrhundert grundlegend ... » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Samstag, 9. Dezember 2006

Juri Andruchowytsch über das subjektive Europa

Der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch hat Ende November bei einer Konferenz in Kiew eine Rede über die Grenzen Europas gehalten, die die Zeitung druckt. "Auch ... » mehr


Merkur - Deutschland | Dienstag, 5. Dezember 2006

Wolf Dieter Enkelmann über die Exzentrik der Europäer

Wolf Dieter Enkelmann, Direktor des Münchner Instituts für Wirtschaftsgestaltung, denkt darüber nach, was Europa ausmacht: » mehr


Le Figaro - Frankreich | Dienstag, 14. November 2006

Pascal Bruckner über das historische Gedächtnis Europas

Marie-Laure Germon und Stéphane Marchand moderieren ein Gespräch über das historische Gedächtnis zwischen dem französischen Philosophen Pascal Bruckner und dem Historiker Benjamin Stora. Für Bruckner "reicht es nicht, die Verbrechen der jüngeren Vergangenheit zu bereuen. Man muss sich für diese Verbrechen auch verantwortlich fühlen. Ich habe festgestellt, dass Europa lieber den bequemen Weg geht und Forderungen nach der Verantwortung für diese Gräueltaten verurteilt. Wir haben, um eine klassische Unterscheidung der Theologie wieder aufzugreifen, ein 'beruhigtes schlechtes Gewissen', was zur Untätigkeit führt. Europa kennt sich nicht mehr als Gegner, sondern nur noch als Partner. Europa würde sich gern auf Zehenspitzen aus dieser Geschichte schleichen. In so stürmischen Zeiten wie heute ist ein solches Verhalten selbstmörderisch. Man muss sich entscheiden: » mehr


Kölner Stadt-Anzeiger - Deutschland | Mittwoch, 8. November 2006

Erweiterung und europäische Identität

Der Philosoph Jürgen Habermas hat in einer Rede auf dem Petersberg den stockenden europäischen Prozess beklagt. Europaskeptikern, die meinen, die Vereinigten Staaten von Europa könne es niemals geben, da ein europäisches Volk fehle, hält er entgegen: » mehr


Télérama - Frankreich | Samstag, 4. November 2006

Michel Winock über die Rolle der Intellektuellen

Die Intellektuellen engagieren sich viel zu wenig für Europa, beklagt der französische Historiker Michel Winock im Gespräch mit Gilles Heuré. "Im 19. Jahrhundert wurde Europa ... » mehr


Le Nouvel Observateur - Frankreich | Donnerstag, 2. November 2006

Karol Modzelewski über die barbarischen Wurzeln Europas

"Als Historiker mit osteuropäischem Bewusstsein habe ich einen anderen Blick auf die Geschichte des barbarischen Europas und kann die Fallstricke einer einseitigen Sicht der europäischen ... » mehr


Gazeta Wyborcza - Polen | Dienstag, 9. Mai 2006

Das Kaff namens Europa

Der Sammelband "Last & Lost. Ein Atlas des verschwindenden Europas", in dem Schriftsteller ihre Suche nach Vergessenem und Verlorenem in Europa beschreiben, begeistert Aleksander Kaczorowski. "Es stellt sich heraus, dass 15 Schriftsteller aus mehreren europäischen Ländern, Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen, mit verschiedenen Erfahrungen, wie das nur in Europa möglich ist, auf der gleichen Welle empfangen können. Die oft in Frage gestellte europäische Identität wirkt trotz allem lebendig - und das dort, wo Ideen und Losungen am meisten geprüft werden, auf dem Gebiet der Kunst. Obwohl es manchmal so schwer fällt, es zu glauben: » mehr


Libération - Frankreich | Montag, 27. März 2006

Europäisches Bewusstsein durch Mobilität

"Migranten haben ein positives Bild von Europa", stellt der italienische Soziologe Ettore Recchi, zuständig für ein europäisches Forschungsprogramm zur Mobilität innerhalb der EU, im Interview ... » mehr


Die Welt - Deutschland | Montag, 13. März 2006

Geert Mak über europäische Identität

Der niederländische Schriftsteller Geert Mak erklärt im Interview mit Jan Kanter, dass "die Basis der europäischen Identität... der christliche Raum mit seinen Werten [ist], erweitert um die Renaissance mit Aufklärung und schließlich den Verfassungen und den darin enthaltenden Grundrechten." Die Frage, ob Europa und der Islam zusammenpassen, beantwortet Mak mit ja. "Allerdings gehört zu Europa auch die Verschiedenheit: » mehr


Les Echos - Frankreich | Montag, 6. Februar 2006

Gibt es einen europaspezifischen 'Ton'?

Unter österreichischer Ratspräsidentschaft fand kürzlich in Salzburg eine Konferenz über die Zukunft Europas mit dem Titel 'The Sound of Europe' statt."Wie könnte sich dieser 'Ton' ... » mehr


Le Monde - Frankreich | Freitag, 3. Februar 2006

Tomas Ferenczi über Europäische Vergangenheitsbewältigung

"Nun, da sich das in der Krise befindliche Europa Gedanken über seine Zukunft macht, befasst es sich eifrig mit seiner Vergangenheit. Es scheint, dass es, ... » mehr


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 4. April 2006

Andrzej Stasiuk über das westliche Desinteresse an Osteuropa

Enttäuscht von ausgebliebener westlicher Hilfe für die Opposition in Weißrussland greift der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk die Westeuropäer für ihr Desinteresse an den EU-Sehnsüchten der Osteuropäer scharf an: » mehr

 

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