Le Point - Frankreich | Donnerstag, 2. Februar 2012
Italien ebnet Europa Weg aus der Krise
Die Renditen für zehnjährige italienische Staatsanleihen waren am Mittwoch so niedrig wie seit Oktober 2011 nicht mehr. Die Anleger scheinen Italien wieder zu vertrauen und das Land wird damit zum Modell für die Rettung Europas, freut sich die Wochenzeitung Le Point: "Doppel-Supermario, also das Gespann aus Mario Monti und Mario Draghi, hat sich daran gemacht, Italien und die Euro-Zone zu verändern. ... Italien ebnet den Weg für die Reform des Wachstumsmodells auf Pump in Südeuropa und für die Reform der Institutionen der Euro-Zone. Mario Montis Schocktherapie zerstreut die Zweifel, ob die Mittelmeerländer ihr Wirtschaftsmodell transformieren können, um mehr Produktion, Investitionen und Innovation zu erreichen. Mario Draghis Geldpolitik verbindet die notwendigen Sparmaßnahmen mit dem unumgänglichen Schuldenabbau und Wachstum. Die beiden Marios haben uns daran erinnert, dass es noch Spielraum gibt. Das ist ihr gemeinsamer Verdienst. Die Schulden- und Eurokrise wurde von veralteten Wirtschaftsmodellen und Institutionen ausgelöst. Es liegt nun in der Hand der Europäer, diese Modelle zu verändern."
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