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Le Figaro - Frankreich | Sonntag, 5. Februar 2012

Russlands Syrien-Strategie wie im Kalten Krieg

Russland und China haben am Samstag im UN-Sicherheitsrat eine Resolution verhindert, die die blutige Unterdrückung der syrischen Opposition beenden und zum Rücktritt des Diktators Baschar al-Assad führen sollte. Russland versucht mit dieser Strategie aus Zeiten des Kalten Kriegs nur seine verlorene Macht zurückzugewinnen, erklärt die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Russland und China setzen sich dem Vorwurf aus, sich mehr um die Verteidigung autoritärer Regime zu sorgen als um deren Bevölkerung und ihren Freiheitsdrang. Die Allianz mit dem syrischen Regime ist für den Kreml eine Erbschaft aus Sowjetzeiten. Durch die Rettung der in Bedrängnis geratenen Diktatur erhofft sich Moskau, seine Waffenverkäufe zu sichern, den Zugang seiner Kriegsschiffe zum Mittelmeerhafen Tartus sicherzustellen und dem Einfluss des Westens im Nahen Osten Einhalt zu gebieten. Dieses Kalkül, das der Logik des Kalten Kriegs entspricht, wird Russland aber kaum dabei helfen, seinen Status als Supermacht zurückzuerlangen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 6. Februar 2012

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