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Público - Portugal | Mittwoch, 15. Februar 2012

Peter Singer über Strategien gegen Internet-Piraterie

Im Zuge der Proteste gegen das Acta-Abkommen wird weltweit über Internet-Piraterie debattiert. Das Piraterie-Problem ist lösbar, meint der Bioethiker Peter Singer in der Tageszeitung Público und schlägt eine geringe Nutzungsgebühr für Downloads vor: "Eines der Wunder des Internets ist, dass einige meiner älteren Werke, die schon lange nicht mehr lieferbar sind, jetzt sehr viel leichter erhältlich sind als früher - als Raubkopie. Natürlich habe ich im Vergleich zu vielen anderen Autoren und Künstlern das Glück, meine Familie nicht vom Erlös der Bücher ernähren zu müssen. ... Trotzdem ist es nicht schwer, sich bessere Zwecke für meine Einnahmen aus Autorenrechten vorzustellen als den umweltschädlichen Lebensstil eines Kim Dotcom. Wir müssen einen Weg finden, um das fantastische Potenzial des Internets optimal zu nutzen und zugleich die Urheber ordentlich zu entschädigen. … Sie könnten über eine Nutzungsgebühr finanziert werden, und wenn die Gebühr niedrig genug wäre, würde sie den Anreiz zur Nutzung von Raubkopien verringern. Im Verbund mit Strafverfolgungsmaßnahmen gegen die stark missbräuchlichen Webseiten ließe sich das Problem so vielleicht lösen. Andernfalls werden sich die meisten Kreativen ihren Lebensunterhalt anders verdienen müssen, und wir alle stehen dann als Verlierer da."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 16. Februar 2012

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