La Vanguardia - Spanien | Donnerstag, 23. Februar 2012
Spanier so arm wie Rumänen und Letten
Die spanische Caritas hat am Mittwoch einen Bericht zur stark wachsenden Armut im Land vorgelegt. Rund ein Fünftel der Spanier lebt unter der Armutsgrenze, ein weiteres Viertel läuft Gefahr, darunter zu sinken. Die Sparpolitik könnte Spanien noch viel Geld kosten, mahnt die Tageszeitung La Vanguardia: "Der Caritas-Bericht über die zunehmende Armut in Spanien und die wachsende Kluft zwischen arm und reich ist ebenso erschütternd wie vorhersehbar nach vier Jahren schwerer Krise, in der die Arbeitslosenquote auf 23 Prozent gestiegen ist. ... Spanien ist bereits eines der europäischen Länder mit den höchsten Armutsraten, zusammen mit Rumänien und Lettland. ... Die Sozialleistungen und Investitionen für diejenigen, die von der Krise am schwersten getroffen wurden, sind gekürzt worden, weil Spanien sich gezwungen sah den Staatshaushalt auszugleichen. Aber diese Kürzungen könnten unerwünschte Auswirkungen auf die spanische Gesellschaft haben, die uns auf Dauer viel teurer zu stehen kommen werden."
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