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Sme - Slowakei | Mittwoch, 29. Februar 2012

Balkan bleibt ein Pulverfass

Rumänien hat am Dienstag überraschend Einwände gegen die Minderheitenpolitik Belgrads geäußert, sodass Serbien frühestens auf dem EU-Gipfel am Donnerstag zum Beitrittskandidaten erklärt werden kann. Die liberale Tageszeitung Sme kritisiert den Blockadeversuch Rumäniens: "Der Balkan erinnert uns wieder einmal daran, dass er ein Pulverfass bleibt, mit dem man sehr vorsichtig umgehen muss. Ausgerechnet Rumänien mit seiner nicht eben beispielhaften Minderheitenpolitik versucht, Serbiens EU-Kandidatur mit dem Hinweis auf dessen Minderheitenpolitik zu blockieren. Es haben wohl die Recht, die sagen, Rumänien wolle auf diese Weise die Union nötigen, das Land als Vollmitglied in die Schengen-Zone aufzunehmen. ... Ungeachtet des rumänischen Widerstands kann man davon ausgehen, dass sich am serbischen Kandidatenstatus nichts ändern wird. Das ist auch gut so, blickt man auf die bevorstehenden Wahlen in Serbien, wo ansonsten eine Rückkehr der Nationalisten droht."

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