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Kauppalehti - Finnland | Dienstag, 6. März 2012

Hollande profitiert von Reichensteuer

Laut Umfragen unterstützen 57 Prozent der Franzosen die Reichensteuer, die der Präsidentschaftskandidat François Hollande vergangene Woche vorgeschlagen hat. Im Falle eines Wahlsiegs will er eine Spitzensteuer von 75 Prozent auf den Teil des jährlichen Einkommens einführen, das über einer Million Euro liegt. Hollandes kluger Schachzug war also erfolgreich, meint die Wirtschaftszeitung Kauppalehti: "Er setzt sich damit klar von Nicolas Sarkozy ab, dem amtierenden Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten der Konservativen, der wegen zu großer Nähe zu den Top-Verdienern kritisiert wird. … Kritiker werfen dem sozialistischen Kandidaten reine Demagogie vor. Sie befürchten, dass die 'Ausbeutungssteuer' Spitzenverdiener als Steuerflüchtlinge nach Belgien oder in die Schweiz treibt. Unbestreitbar ist jedoch, dass der Vorschlag nicht nur eine ideologische und politische Seite hat, sondern auch ein taktischer Schachzug ist. Der als schwach kritisierte Hollande gibt der Wahlkampagne etwas zum Beißen und kann sich in der Steuerdebatte als Motor profilieren."

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