El País - Spanien | Freitag, 16. März 2012
Erbitterter Machtkampf in China
Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas hat am Donnerstag den Neo-Maoisten Bo Xilai als Parteichef der Stadt Chongqing entlassen. Dies ist nur der Anfang der inneren Machtkämpfe, bevor Chinas Vizepräsident Xi Jinping im Oktober die Führung des Landes übernimmt, vermutet die linksliberale Tageszeitung El País: "Die Welt schaut zu, weil es uns alle angeht, wenn sich im Herbst in zwei wichtigen Staaten ein politischer Wandel vollzieht: Denn es stehen die demokratischen Präsidentschaftswahlen in den USA an und es wird einen Nachfolger an der Spitze des autoritären Regimes in China geben. ... Die verschiedenen und untereinander konkurrierenden Lager in China haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft des Staats, was sowohl im Inland als auch global für Unruhe sorgt. Zwar gilt es als ziemlich sicher, dass beim Machtwechsel die sogenannte Fünfte Generation die Führung übernimmt - mit dem momentanen Vizepräsidenten Xi Jinping als Nachfolger von Hu Jintao. Doch die Entlassung von Bo verdeutlicht, dass im Innern des Regimes noch monatelang erbittert gekämpft werden wird."
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