Financial Times Deutschland - Deutschland | Freitag, 30. März 2012
Atomausstieg als Chance für Stromkonzerne
Nach dem politisch erzwungenen Atomausstieg in Deutschland haben die Stromkonzerne RWE und Eon auch ihre internationalen Pläne für AKW-Neubauten aufgegeben und verkaufen ihre gemeinsame britische Atomtochter Horizon Nuclear Power. Der Entschluss birgt mehr Chancen als Risiken, meint die liberale Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. "Vor allem verschafft er RWE und Eon, den viel gescholtenen Atomdinosauriern, einen Glaubwürdigkeitsgewinn in der Energiewende. Beide Unternehmen polieren inzwischen kräftig ihr Image, nicht nur wie angeblich Eon mit neuer Farbe beim Logo. Die neue Fokussierung auf Erneuerbare, dezentrale Erzeugung und Energieeffizienz kann sich noch als Wettbewerbsvorteil entpuppen – sogar im Atomstromland Großbritannien. Denn selbst dort gibt es ambitionierte Zielvorgaben für den Umbau der Energiewirtschaft, zum Beispiel was den Anteil der Erneuerbaren angeht. Das könnte mehr als eine Nische für RWE und Eon werden."
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