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15min - Litauen | Montag, 2. April 2012

Demografischer Faktor verteuert AKW-Neubau

Die litauische Regierung und der japanische Hitachi-Konzern haben am Freitag nach mehr als einjährigen Verhandlungen einen Lizenzvertrag über den Bau eines Atomkraftwerks in Litauen abgeschlossen, das zwischen 2020 und 2022 ans Netz gehen soll. Im Hinblick auf Litauens demografische Entwicklung ist es jedoch völlig unklar, wer dieses teure Projekt bezahlen wird, meint das Nachrichtenportal 15min: "Die jetzige Regierung hat diesen sehr wichtigen Aspekt beim Bau des AKW Visaginas bisher völlig verschwiegen, sei es mit oder ohne Absicht. ... Litauen wird für die Kredite und für die Lizenz noch lange nach 2021 zahlen müssen. Die demografische Schere wird nach 2021 vermutlich noch viel weiter geöffnet sein als heute. Ergo: Je weniger arbeitende Menschen es gibt und je niedriger die Bevölkerungszahl insgesamt ist, desto schwerer wird die Last der AKW-Baukosten für diese Menschen. ... Wenn die Polen, Esten und Letten sich an dem Projekt beteiligen würden, wäre die ganze Sache noch einfacher. Anders ist es aber, wenn Litauen mit dem Projekt allein bleibt. Und das ist sehr wahrscheinlich."

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