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Zeit Online - Deutschland | Donnerstag, 5. April 2012

Besser kein Eurogruppen-Chef Schäuble

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble soll im März von Bundeskanzlerin Angela Merkel als neuer Eurogruppen-Chef vorgeschlagen worden sein. Dadurch allerdings würde Deutschland an Einfluss verlieren, meint die liberale Wochenzeitung Die Zeit: "Die Finanzminister der 17 Euro-Länder müssen einstimmig entscheiden. Und jeder von ihnen muss darauf achten, dass die Beschlüsse, die er in Brüssel trifft, auch zu Hause, in Paris, Wien oder eben Berlin, Bestand haben. Wolfgang Schäuble hat in der Euro-Gruppe auch deshalb zuletzt oft besonders harte Positionen formuliert. Das war so, als über die Bedingungen für das zweite Griechenlandpaket verhandelt wurde oder in der vergangenen Woche über die Höhe des künftigen Euro-Rettungsfonds. Oft hat Schäuble sich durchsetzen können, weil er als deutscher Finanzminister sprach und die anderen 16 akzeptiert haben - oder akzeptieren mussten -, dass sie gegen das größte und finanzstärkste Mitgliedsland keine Entscheidung erzwingen können."

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