Navigation

 
To Vima Online - Griechenland | Donnerstag, 5. April 2012

Sparpolitik treibt Menschen in Selbstmord

Ein 77-jähriger Mann hat sich am Mittwoch auf dem Syntagma-Platz in Athen durch einen Kopfschuss selbst getötet. Der pensionierte Apotheker hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er seinen Freitod mit der Schuldenkrise begründete. Die linksliberale Onlinezeitung To Vima weist Griechenlands Politikern die Schuld zu: "Unsere Politiker tragen die Hauptverantwortung für die Krise. Doch sie verstehen nicht, dass ihre Politik die Verzweiflung der Bürger wachsen lässt und dass die Menschen immer tiefer in den Abgrund stürzen. Sie treiben ein ganzes Land und ein ganzes Volk in den Selbstmord. ... Arbeitslose und Entlassene stecken in einer Sackgasse, junge Menschen suchen verzweifelt nach einer Perspektive, mehrere Gruppen vergöttern die Gewalt, die Mittelschicht sieht ihren Wohlstand schwinden und die Rentner erleben das Elend des Alltags. Die gesamte Gesellschaft verliert den Boden unter ihren Füßen. ... Und die Menschen sehen keine einzige Perspektive für bessere Tage. Sie sehen nur ein politisches System, das den selbstzerstörerischen Pfad nicht verlassen kann."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 5. April 2012

Weitere Inhalte