Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 11. April 2012
Tusk befeuert Verschwörungstheorie
Der Vorsitzende der nationalkonservativen polnischen Oppositionspartei PiS, Jarosław Kaczyński, hat am Dienstag während der Gedenkveranstaltung zum zweiten Jahrestag des Flugzeugabsturzes in Smolensk die Theorie eines Anschlags untermauert. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita gibt Premier Donald Tusk eine Mitschuld daran, dass Kaczyński in der Öffentlichkeit Glauben geschenkt wird: "Sicher muss man nicht an die Verdächtigungen glauben. ... Doch sollte man auch nicht vergessen, dass dem Vorsitzenden der PiS kein Geringerer als Donald Tusk die Argumente geliefert hat. Der Premier und sein Kabinett haben die Taktik angewendet, weder die verrücktesten Verschwörungstheorien noch völlig rational klingende Hypothesen zu verfolgen. Selbst ernsthaften Bedenken, die es nach der Tragödie in Smolensk gegen polnische und russische Beamte gab, wurden auf allzu leichtfertige Art abgetan. Dazu sind klare Versuche gekommen, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Diese Versuche wurden aber schnell enttarnt."
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