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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 17. April 2012

Spanien spart sich zu Tode

Die Zinsen für zehnjährige spanische Staatsanleihen sind am Montag zum ersten Mal in diesem Jahr über die kritische Marke von sechs Prozent gestiegen, und Spaniens Wirtschaft schrumpft bereits das zweite Quartal in Folge. Das Land braucht einen neuen Kurs statt immer neue Sparziele, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Unbestritten ist: Spanien muss sparen. Im vergangenen Jahr wurde ein Haushaltsdefizit von 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgetürmt. Aber dass Spanien bis Ende 2013 die 3,0-Prozent-Marke erreichen will, ist selbstmörderisch. Um das zu schaffen, müsste Madrid 55 Milliarden Euro einsparen. ... Nicht mal den Griechen wurde so ein Programm aufgezwungen. ... Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Sparkurs nur das Loch vertieft, in dem sich Spanien längst befindet. Das ist ein Drama für Spanien und, wie sich am fallenden Euro-Kurs zeigt, auch für den ganzen Euro-Raum. Es schreit förmlich nach einem Kurswechsel."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. April 2012

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