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Der Standard - Österreich | Mittwoch, 18. April 2012

Paul Krugman rät Spanien zum Abschied vom Euro

Spanien ist nicht durch Verschwendung in seine gegenwärtige wirtschaftlich katastrophale Lage gekommen, meint der keynesianische US-Ökonom Paul Krugman in der Tageszeitung Der Standard, sondern durch die Folgen der weltweiten Finanzkrise und empfiehlt den Abschied vom Euro: "Spaniens Fiskalprobleme sind die Konsequenz der Depression, nicht deren Ursache. Nichtsdestotrotz lauten die Vorgaben aus Berlin und Frankfurt - erraten! - 'noch mehr Sparen'. Das ist, ungeschminkt gesagt, einfach hirnrissig. Europa hat bereits einige Jahre harscher Sparpolitik hinter sich und die Ergebnisse belegen exakt das, was geschichtskundige Forscher stets vorhergesagt haben: Solche Programme stürzen darniederliegende Ökonomien noch tiefer in die Depression. ... Was ist die Alternative? Nun, in den 1930er Jahren war die zentrale Voraussetzung für eine Genesung die Abkoppelung vom Gold-Standard. Das heutige Äquivalent dazu wäre der Abschied vom Euro und die Wiedereinführung der nationalen Währungen. Man mag das für unvorstellbar halten und in der Tat hätte so ein Schritt sowohl ökonomisch als auch politisch zerstörerische Folgen. Aber mit dem derzeitigen Kurs fortzufahren und immer schärfere Sparprogramme Ländern zu verordnen, die bereits in der Depression gelandet sind, ist noch weniger vorstellbar."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 18. April 2012

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