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Financial Times Deutschland - Deutschland | Dienstag, 8. Mai 2012

Opel streitet um Kleinigkeiten

Der angeschlagene Autohersteller Opel prüft, die Produktion des Modells Astra von Rüsselsheim an billigere Standorte in Polen und England zu verlagern. Doch diese Entscheidung ist unwichtig, der Konzern hat ganz andere Probleme, meint die liberale Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland: "Weder droht dem Rüsselsheimer Werk das Aus, wenn Opel die Astra-Produktion dort abzieht, noch ist der angeschlagene Autobauer dann gerettet. Dafür sind die Volumen, um die es bei dieser Entscheidung geht, viel zu klein. ... Was der Konzern braucht, sind attraktive, margenstarke Modelle und vor allem viel mehr Kunden. Doch das Kundenwachstum ist begrenzt, so lange der Hersteller nicht nach China ausweichen darf. Der Mutterkonzern General Motors aber verhindert das - aus Angst vor Konkurrenz für seine US-Modelle. Erst wenn gesichert ist, dass Opel einträgliche Modelle an viel mehr Käufer absetzen kann, ist es völlig egal, wo ein paar Tausend Astra-Autos gefertigt werden. Bis dahin aber wird der Streit ums Klein-Klein bei Opel weitergehen."

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