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Corriere della Sera - Italien | Montag, 21. Mai 2012

Italien muss sich auf Erdbeben vorbereiten

Bei dem schweren Erdbeben am Sonntag in der Region Emilia Romagna in Norditalien sind sieben Menschen gestorben, 50 Personen wurden verletzt, tausende sind obdachlos. Man kann Erdbeben zwar nicht verhindern, aber sich darauf vorbereiten, anstatt sie als Schicksalsschlag zu behandeln, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Als 1571 Ferrara halb zerstört wurde und voller Toter war, sprach man von Gottesstrafe und Unheil bringenden Herrschaftshäusern. Jahrhunderte später ist es unangemessen, angesichts der Opfer und der Zerstörungen in der Region von einem tragischen und unvorhersehbaren Schicksal zu sprechen. Denn wir wissen genau, welche Gebiete erdbebengefährdet sind. ... Wir können über die zerstörten alten Gebäude verzweifeln, aber nicht resigniert den Einsturz neuer Gebäude hinnehmen. ... Andere Länder würden strengste Bauvorschriften erlassen und regelmäßig Kurse zum Verhalten bei Erdbeben durchführen. Wir nicht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 21. Mai 2012

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