Gazeta Wyborcza - Polen | Mittwoch, 30. Mai 2012
Der Dollar hat ausgedient
Japan und China wollen vom kommenden Freitag an ihren gesamten Handel ausschließlich in ihren Landeswährungen abwickeln und auf den US-Dollar als Handelswährung verzichten. Damit hat der Dollar als weltweite Leitwährung langsam aber sicher ausgedient, glaubt der Wirtschaftsexperte Krzysztof Wańczyk vom internationalen Finanzdienstleister FTS Capital Group in einem Gastbeitrag in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "China und Japan sind die zweit- und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Man muss betonen, dass bisher 60 Prozent des Handels zwischen den beiden Ländern mit Hilfe des Dollars abgewickelt wurde. Die Entscheidung ist ein Zeichen dafür, dass der Dollar immer stärker an Bedeutung verliert. Einzelne Länder treiben diesen Prozess weiter voran, da sie den Dollar nicht mehr für so wichtig halten. Sie wollen nicht, dass das Finanzsystem, das sich auf ihn stützt, plötzlich zusammenbricht. Der Dollar hört langsam auf, die Leit- und Kontrollwährung zu sein."
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