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Il Sole 24 Ore - Italien | Freitag, 8. Juni 2012

Camerons zynische Ratschläge zur Euro-Rettung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premier David Cameron haben auf einem bilateralen Treffen am Donnerstag in Berlin auf eine stärkere Integration der Euro-Zone gedrängt. London hat gut reden, will es doch nur seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, meint die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "David Cameron macht sich für Europa und den Euro stark wie nie zuvor. Der britische Premier sprach sich gestern für Euro-Bonds, eine Bankenunion und einen engeren politischen Zusammenhalt aus. Er gab den Weg zur Euro-Rettung vor und meinte den Weg, den andere gehen sollen, nicht aber London ...  Er mahnte Merkel vor allem deshalb, auf die Vorschläge der Euro-Partner einzugehen, weil von der Rettung der Währung das Schicksal der britischen Wirtschaft abhängt. Doch während London die anderen zum Handeln ermutigt, schottet es sich selbst zur eigenen Sicherheit ab. Jüngstes Beispiel: Während David Cameron ein Loblied auf die Bankenunion singt, erklärt sein Finanzminister George Osborne, London werde besondere Schutzmaßnahmen für britische Geldinstitute treffen, sollte eine solche Union zustande kommen."

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