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Alitheia - Zypern | Dienstag, 12. Juni 2012

Zypern hat nicht nur ein Banken-Problem

Zypern benötigt etwa 1,8 Milliarden Euro für die ins Wanken geratene Cyprus Popular Bank, die zweitgrößte Bank des Landes, und könnte bald EU-Hilfen beantragen. Der Finanzminister des Landes, Vasos Siarlis, hat nun darauf hingewiesen, dass nicht nur die Banken das Problem sind, sondern der ganze Finanzsektor. Die konservativ-liberale Tageszeitung Alitheia pflichtet ihm bei: "Die Regierung betont immer wieder, dass es sich nur um ein Problem der Banken handelt und will dadurch nicht zugeben, dass auch sie an der derzeitigen Wirtschaftlage Schuld trägt. Solche Erklärungsansätze sind in Wahlkampfzeiten, wie wir sie zurzeit [vor den Präsidentschaftswahlen 2013] erleben, natürlich attraktiv. Wem soll der durchschnittliche Bürger glauben? Dem Finanzminister, der - wie Präsident Dimitris Christofias betonte - technokratische Kompetenz besitzt, aber keine politische Erfahrung? Oder der Regierung und Herrn Christofias selbst, die mit einer politischen Sichtweise die Probleme angehen? ... Die Antwort fällt jedem intelligenten Bürger leicht: Der Finanzminister ist, was die finanziellen Bedürfnisse Zyperns angeht, viel besser im Bilde als jeder andere in der Regierung."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 13. Juni 2012

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