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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 15. Juni 2012

Schweiz muss Franken weiter vor Euro schützen

Vor den Wahlen in Griechenland hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch betont, dass sie mit aller Konsequenz die Wechselkursuntergrenze von 1,20 Franken je Euro halten wird. Das ist derzeit der einzig gangbare Weg, bestätigt die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Wenn die üblichen politischen Verdächtigen und Banker jetzt glauben, sich profilieren zu müssen, indem sie laut darüber nachdenken, dass die Politik der Verteidigung einer Wechselkursuntergrenze nicht für immer währen kann, so ist das schlicht unverantwortlich. Die SNB hat diese Wechselkursuntergrenze zum Schutz der Schweizer Wirtschaft in einer ausserordentlichen Situation eingeführt. Sie hat die Grenze zum Euro so gewählt, dass sie deutlich unter einem realen Gleichgewichtskurs liegt. Beruhigt sich die Lage auf den Finanzmärkten wieder, sollte sich der Euro-Kurs über Fr. 1.20 einpendeln. Dann wird die Zeit für einen Abschied von der Wechselkurspolitik und eine Rückkehr zur geldpolitischen Normalität kommen. Je rauer jetzt aber die See wird, umso nötiger ist es, die Wechselkursuntergrenze zu verteidigen."

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