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Irish Examiner - Irland | Freitag, 29. Juni 2012

Historischer Handschlag in Belfast

Die liberale Tageszeitung Irish Examiner wertet den Handschlag zwischen der britischen Königin Elizabeth II. und dem ehemaligen IRA-Kommandeur Martin McGuinness auf einem Treffen in Belfast am Mittwoch als historische Versöhnungsgeste. Es sei an der Zeit, einen Schlussstrich unter den drei Jahrzehnte währenden Nordirland-Konflikt zu ziehen: "Der Konflikt war derart emotional aufgeladen, dass die Menschen ihn kaum diskutieren konnten. Die ältere Generation beendete ihre Schullaufbahn, ohne jemals den Bürgerkrieg [zwischen Gegnern und Anhängern des anglo-irischen Vertrags 1922 bis 1923] behandelt zu haben, so groß war die noch immer vorhandene Verbitterung, so unmöglich war eine rationale Debatte. Keine Seite konnte Recht oder Gerechtigkeit für sich beanspruchen. Beide begingen Fehler, doch weil so viel Leidenschaft mit dem Thema verbunden war, war es einfacher, den Konflikt komplett zu ignorieren. Folglich konnten wir aus Fehlern nicht lernen, sondern wiederholten sie stattdessen über Jahrzehnte hinweg immer wieder. Die Bürger der Republik Irland hatten nun 90 Jahre Zeit, um sich von den Tumulten dieser unruhigen Zeit zu erholen, was ihnen helfen sollte, das Ausmaß des gestrigen Treffens in Nordirland zu verstehen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Juni 2012

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