euinside - Bulgarien | Sonntag, 1. Juli 2012
EU-Beitrittskandidat Montenegro auf dem Prüfstand
Der EU-Gipfel am Freitag hat die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit dem Balkanland Montenegro beschlossen. Die Themen Korruption, organisiertes Verbrechen und Justizreform sollten von Anfang an im Mittelpunkt der Gespräche stehen, fordert das Onlineportal euinside: "Schließlich will niemand in der EU, dass sich die Geschichte mit Bulgarien und Rumänien wiederholt, die in diesen Bereichen nach fünf Jahren EU-Mitgliedschaft immer noch heftig kritisiert werden. Montenegro mit seinen nur 600.000 Einwohnern ist berüchtigt für die engen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik. So hat die Staatsanwaltschaft schon am ersten Tag der Beitrittsverhandlungen 17 Anklagen wegen Korruption, Amtsmissbrauchs und Dokumentenfälschung erhoben. ... Die Erfahrungen mit Kroatien haben gezeigt, dass sich ein Beitrittskandidat unter dem Druck der EU durchaus läutern und sogar einen Ex-Premier wegen Korruption vor Gericht stellen kann. Insofern könnte sich die 'Peitsche' der EU auch im Falle Montenegros als hilfreich erweisen."
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