Der Standard - Österreich | Montag, 9. Juli 2012
Schäuble wäre bester Eurogruppen-Chef
Beim Treffen der Euro-Finanzminister am heutigen Montag könnte ein Kompromiss für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Chef der Euro-Gruppe gefunden werden. Medienberichten zufolge zeichnet sich ein Rotationsmodell ab, bei dem sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und sein französischer Kollege Pierre Moscovici das Amt teilen. Die linksliberale Tageszeitung Der Standard hält Schäuble für den besten Kandidaten: "Zwar gab es von Anfang an Bedenken bei einigen Partnern. Der mächtigste Finanzminister in der Eurozone, der über Sein oder Nichtsein des Rettungsfonds entscheidet, könne nicht gleichzeitig den Vorsitz führen. Aber es war auch immer klar, dass letztlich Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft im Euro, den Ausschlag gibt. ... Die 'Kleinen' sind in der Regel auch die besseren Vermittler, haben weniger Macht. Aber: Eine Alternative zu Schäuble hat - bisher - niemand angeboten. Der deutsche Europäer aus Freiburg wäre eine hervorragende Wahl: sozusagen physischer Beweis dafür, dass Deutschland voll und ganz zum Euro steht."
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