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taz - Deutschland | Montag, 9. Juli 2012

Streitende Ökonomen entlarven sich selbst

Knapp 300 deutsche Wirtschaftswissenschaftler streiten sich derzeit öffentlich über die Frage, ob die Euro-Zone marode Banken retten soll. Das entmystifiziert endlich die Expertokratie und befreit deren Sklaven, zu denen die deutschen Politiker gehören, freut sich die linke Tageszeitung taz: "Denn damit erledigt sich das gern gehegte Selbstbild der Ökonomen, sie würden eine Art Naturwissenschaft betreiben, die 'Wahrheiten' zu verkünden hat. ... Damit wird offenbar, was hinter all den mathematischen Formeln und der naturgesetzlichen Scheinobjektivität stets verborgen werden sollte: Volkswirtschaftliche Theorien sind immer von Interessen geleitet. Sie sind ein Teil im Kampf um Macht - und um die Verteilung von Einkommen. ... Auch für die Politik ist es heilsam, die Volkswirte im totalen Streit zu erleben. Denn bisher wurde allzu sehr auf die Expertokratie gesetzt. Doch wenn von dort so offensichtlich keine 'Wahrheiten' zu erwarten sind, dann gilt wieder das Primat der Politik."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 9. Juli 2012

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