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The Independent - Großbritannien | Dienstag, 10. Juli 2012

Politiker begreifen Barclays-Skandal nicht

Der Vize-Präsident der Bank of England, Paul Tucker, hat in einer Anhörung vor dem britischen Parlament am Montag bestritten, an Manipulationen des Libor-Zinssatzes beteiligt gewesen zu sein und auf Drängen der Regierung Banken zu falschen Angaben ermutigt zu haben. Die linksliberale Tageszeitung The Independent drängt die Politik, aus dem Skandal die nötigen Konsequenzen zu ziehen: "Es besteht wohl kein Zweifel, dass sich [die Bank] Barclays skrupellos verhalten hat und dass [dem ehemaligen Barclays-Chef] Bob Diamond keine andere Wahl blieb, als zurückzutreten. Was uns künftig noch mehr Sorgen bereiten wird, ist die Tatsache, dass sich die Politiker sofort auf ziemlich plumpe Weise profilieren mussten. Ein solches Verhalten zeigt nicht nur, dass die Auswirkungen des Skandals, den die Finanzaufsichtsbehörde ans Licht gebracht hat, offenbar nicht gänzlich verstanden werden. Es offenbart auch, dass es den Politikern an staatsmännischen Qualitäten mangelt - doch diese sind dringend nötig, um einen der wichtigsten britischen Industriezweige durch die schweren Zeiten zu führen, die uns bevorstehen."

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