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De Standaard - Belgien | Donnerstag, 12. Juli 2012

Bitterkeit zwischen Flamen und Wallonen bleibt

Der belgische Senat wird am heutigen Donnerstag über die Teilung des BHV, des umstrittenen zweisprachigen Distrikts rund um Brüssel, abstimmen, das Parlament am Freitag. Die Frage hatte die Politik jahrelang gelähmt, nun gilt die Zustimmung zur Teilung als sicher. Trotz des Kompromisses bleibt die Bitterkeit zwischen Flamen und Wallonen, meint die liberale Tageszeitung De Standaard: "Der Preis für die Vereinbarung ist hoch. Zu hoch. Denn der Konflikt zwang Flamen und Wallonen, sich selbst zu Karikaturen zu machen. Es wurde kein 'Paix des Braves', kein historischer Deal von Führern, die zwar keine Sieger sind, aber dennoch stolz das Schlachtfeld verlassen. Die Schuld für das Fehlen eines echten Friedens tragen beide Seiten. Es ist eine geteilte Verantwortung und ein kollektives Scheitern. Die Zeit wird zeigen, ob die Regelung funktioniert. Die Herausforderungen liegen nun auf einer anderen Ebene. Finden Flamen und Französischsprachige einen Weg, dem jeweils anderen seine Politik zu gönnen? Hat der Erhalt des gemeinsamen Verbandes noch einen Mehrwert? Die Zweifel bleiben."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 12. Juli 2012

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