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Keskisuomalainen - Finnland | Freitag, 13. Juli 2012

Jedermannsrecht gilt nicht bei Kommerz

Jedes Jahr im Sommer und Herbst, wenn in Finnland Waldbeeren kommerziell gepflückt werden, beginnt eine Debatte über das Jedermannsrecht. Das finnische Umweltministerium will nun untersuchen, ob es Grenzen gibt für den typisch nordischen Brauch, dass jeder die Natur kostenlos für sich nutzen darf. Die liberale Tageszeitung Keskisuomalainen sieht diese Grenzen auf jeden Fall gegeben: "Das Jedermannsrecht ist ein uralter Brauch, nach dem jemand eine vorübergehende Erlaubnis erhält, sich auf der Suche nach Wild und Fischen von einem Land- oder Wassergrundstück zum nächsten zu bewegen. ... Sobald Geld im Spiel ist, greift das Jedermannsrecht nicht mehr. Es ist klar, dass man das Grundstück eines Anderen nicht für kommerzielle Zwecke nutzen darf, ganz zu schweigen davon, dass die Unternehmenstätigkeit die Betroffenen sehr stören könnte. … Kommerzielle Natursafaris auf fremden Grundstücken ohne Erlaubnis des Besitzers - seien es nun Motorschlittenfahrten oder Beerensammeln - können nicht zum Jedermannsrecht gehören."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 13. Juli 2012

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