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Libération - Frankreich | Donnerstag, 12. Juli 2012

Dreifaches Versagen bei Peugeot Citroën

Der französische Automobilhersteller PSA Peugeot Citroën hat am Donnerstag die Schließung seines Werks in Aulnay-sous-Bois bei Paris und den Abbau von weiteren 8.000 Arbeitsplätzen angekündigt, laut Unternehmen aufgrund starker Absatzrückgänge. Die massive Stellenstreichung geht nach Ansicht der linksliberalen Tageszeitung Libération nicht nur auf die Wirtschaftskrise zurück: "Sie wirft auch mindestens drei Fragen auf. Erstens hinsichtlich der Verantwortung der Manager und Aktionäre, deren Strategie gescheitert ist. Haben sie alles getan, um ihren Fehler, der PSA teuer zu stehen kommt, rechtzeitig zu vermeiden? Auch muss man sich fragen, ob Automobilhersteller zwischen Auslagern und Untergehen wählen müssen. Renault, weniger stark auf Frankreich fixiert, steht nicht vor dem Ruin. Und drittens stellt sich die Frage nach dem Einfluss der Politik, die offensichtlich unfähig war, eine sich abzeichnende soziale Katastrophe zu verhindern, und nun einen Teil der Verantwortung übernehmen muss. Wie kann die Produktivität angekurbelt werden, wenn die Industrie die Läden dicht macht? Das wird die Herausforderung für den neuen Staatspräsident sein."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 13. Juli 2012

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