The Times - Großbritannien | Sonntag, 15. Juli 2012
Sicherheits-Fiasko bei Olympia in London
Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in London hat die für das Sportereignis zuständige Sicherheitsfirma G4S bekanntgegeben, dass nicht einmal die Hälfte ihrer Mitarbeiter einsatzbereit sind. Die konservative Tageszeitung The Times spricht von einem Fiasko und kritisiert, dass nun das Militär einspringen muss: "Erst vor drei Monaten warnte eine interne Aktennotiz des Innenministeriums vor 'großen Engpässen bei der geplanten Anzahl an Sicherheitskräften'. Wer wusste sonst noch davon? Nick Buckles, der G4S-Vorstandschef, anscheinend nicht. Am Samstag gab er an, dass er erst seit 'acht oder neun Tagen' wisse, dass es ein Problem gibt. Wenn das stimmt, dann kann man daraus nur traurig ableiten, dass dieses Unternehmen nicht besonders gut geführt wird. ... Nun müssen also 3.500 Soldaten kurzfristig einspringen und in notdürftig hergerichteten Lagern kampieren. Sie müssen ihren geplanten Urlaub, ihre Familien und ihr Wohlergehen opfern. Ausbildung und andere Pläne werden darunter leiden, denn das Militär ist ohnehin schon überlastet - all das wird hohe Kosten verursachen."
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