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Pražský deník - Tschechien | Dienstag, 17. Juli 2012

Ivan Hoffman bedauert das Ende der Tschechoslowakei vor 20 Jahren

Auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 17. Juli 1992, hat das Parlament des damaligen slowakischen Landesteils der Tschechoslowakei eine Souveränitätserklärung verabschiedet, die ein wichtiger Schritt hin zur Teilung des gemeinsamen Staates war. In der liberalen Tageszeitung Pražský deník blickt Kommentator Ivan Hoffman nicht ohne Zorn zurück: "Das Charakteristischste an dieser Entwicklung bleibt, dass sie gegen den Willen der Bürger ablief. Die Politiker, die den Staat teilten, fragten diejenigen, über die sie entschieden, einfach nicht. Alle Umfragen damals zeigten, dass eine klare Mehrheit der Slowaken ebenso wie der Tschechen gegen die Teilung war. Der Mehrheit der Slowaken blieb nichts anderes übrig, als sich mit der neuen Situation abzufinden, was nicht angenehm war. Tschechische Politiker [wie Václav Klaus], die die Slowaken großzügig in ihre Selbständigkeit entließen, verhielten sich zynisch. ... Dass es zwischen Tschechen und Slowaken bis heute freundschaftlich zugeht, ist nicht das Verdienst derjenigen, die den Staat spalteten. ... Dass man die Tschechoslowakei nicht wieder aufleben lassen kann, ist klar. Aber ebenso klar ist, dass das schade ist."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. Juli 2012

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