La Stampa - Italien | Mittwoch, 18. Juli 2012
Sizilien war der Geldautomat der Politiker
Sizilien steht nach Einschätzung der italienischen Regierung kurz vor dem finanziellen Kollaps. Premier Mario Monti macht dafür auch die lokalen Behörden verantwortlich und forderte am Dienstag den Gouverneur der Region, Raffaele Lombardo, zum Rücktritt auf. Die heimischen Politiker haben Sizilien schamlos ausgenutzt und jetzt muss deshalb das ganze Land bluten, schimpft die liberale Tageszeitung La Stampa: "Eine Region, die von Politikern als Geldautomat benutzt wird, das ist Sizilien heute. Jetzt steht es kurz vor der Pleite. … Wie konnte es soweit kommen? Ganz einfach: Irrsinnig hohe Ausgaben, Beamteneinstellungen ohne jede Logik und ohne jede Kontrolle, Verschwendung öffentlicher Gelder bis zum Gehtnichtmehr. … Der Status einer Autonomen Region diente Sizilien als Schutzschild, hinter dem die Insel tun und lassen konnte, was sie wollte. Das ist nun vorbei. Denn nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem der Haushalt des ganzen Landes in Mitleidenschaft gezogen wird. Nun muss Klarheit geschaffen werden und leider werden wir alle für diesen weiteren Notstand bluten müssen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Italien
Alle verfügbaren Texte von » Paolo Baroni
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 18. Juli 2012