Delo - Slowenien | Donnerstag, 19. Juli 2012
Holding rüttelt Opposition in Slowenien wach
In Slowenien erwägt die linke Oppositionspartei Positives Slowenien ein Referendum gegen die von der Regierung geplante staatliche Holding, in der das Vermögen des Landes im Wert von elf Milliarden Euro zusammengefasst würde. Endlich ein Lebenszeichen der Opposition, meint dazu die linksliberale Tageszeitung Delo: "Obwohl die Regierung bereits seit Monaten wichtige Entscheidungen auf arrogante Art und Weise und in großer Eile trifft, scheint es, dass erst die Verlegung des gesamten slowenischen Vermögens in die Holding-Gesellschaft die Opposition wachgerüttelt hat. Die geplante Holding würde der jetzigen Regierung nämlich die Macht über staatliche Unternehmen geben und es ihr ermöglichen, sich die milliardenschwere Beute zu teilen. Alle politischen Strukturen haben bisher um diese Macht gekämpft und auch die jetzige Opposition will die Chance darauf wahrscheinlich nicht verspielen. Doch nicht nur die Opposition nötigt die Regierung nun dazu, auf die Bremse zu drücken. Das Thema Holding-Gesellschaft hat nach langer Zeit auch die Gewerkschaften und Arbeitgeber wieder vereint, die nun ebenfalls die Eilentscheidungen der Regierung kritisieren und vor schlecht durchdachten Entscheidungen warnen."
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Alle verfügbaren Texte von » Maja Grgič
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